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Die Schwere der Mobilisierung

Aktiv-Wochen 50+ Die Schwere der Mobilisierung

Mit einem Vortrag „Bewegung für den ganzen Körper“ in der Rheumaklinik Bad Endbach endeten am Samstag die 12. Aktiv-Wochen 50+.

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Referent Heinz-Otto Junker referierte zu der Thematik „Bewegung für den ganzen Körper“ und die Senioren machten bei den Übungen mit.

Quelle: Klaus Peter

Bad Endbach. Während des Vortrags „Bewegung für den ganzen Körper“ banden die Referenten Verena Pullwitt, Leiterin der Ergo-Therapie und Heinz-Otto Junker, Therapeutischer Leiter, die etwa 15 Teilnehmer in Bewegungsübungen ein.

Bewegung, so die Referenten von der Rheumaklinik Bad Endbach, ist die elementare Voraussetzung für Gesundheit und die beste Medizin, die kostenlos und ohne Nebenwirkungen zur Verfügung steht. Mediziner, Therapeuten und Sportwissenschaftler haben in der Vergangenheit in der Erforschung der Bewegung viel geleistet, wobei viele Mythen bestätigt oder auch widerlegt wurden.

Bewegungsmangel kann viele negative Auswirkungen haben und ist in unserer heutigen Gesellschaft weit verbreitet. Oftmals fehlt der Ausgleich für zum Beispiel sitzende Berufe und es sei vielfach der „innere Schweinehund“, den es gelte zu besiegen, bevor der Mensch aktiv werde.

Hauptsache Bewegung

Eigeninitiative ist oft zu mühsam, wobei der Mensch für die Gesundheit weitgehend selbst verantwortlich ist und nicht der Arzt oder der Therapeut. Diese können lediglich Wegbegleiter sein. Man müsse kein Supersportler werden, aber auch Sportmuffel könnten mehr Bewegung in ihren Alltag einbauen, meinen die Referenten.

Junker stellte auch die Wichtigkeit der Hüft-, Knie- und Schultergelenke vor, deren Wirkungen mit speziellen Übungen unterstützt werden können. Hauptursache für die Entwicklung von Degenerationen können Unterbelastung, Bewegungsarmut, Ernährung aber auch Überbelastung sein. Bei den Übungen sollten sich nur realistische Ziele gestellt werden, wobei der Schmerzpunkt nicht überschritten werden solle. Wichtig sei eine angepasste Intensität und die Anzahl der Wiederholungen.

Die Abschlussveranstaltung eröffnete Hausherrin Dr. Katrin Müller-Storck, die den Organisatoren der 12. Aktiv-Wochen 50+ dankte und dabei federführend Cornelia Trapp-Rink hervorhob. Den Senioren sei ein großes Angebot für Bewegung und Aktivität ausgearbeitet worden, wobei Bewegung und Aktivität insbesondere auch im Alter sehr wichtig seien. „Was hält einen ab von der Bewegung und welche Aktivitäten sind auch dann noch möglich, wenn Erkrankungen vorliegen?“ fragte Müller-Storck.

Das Interesse an den Aktiv-Wochen nimmt ab

Wie Cornelia Trapp-Rink der OP mitteilte, haben sich rund 20 Teilnehmer aus der Großgemeinde Bad Endbach und aus den Nachbarkommunen Gladenbach und Siegbach an den Aktionen beteiligt. Die 15 Angebote nutzten durchschnittlich 8 Teilnehmer. Sehr gut angenommen worden sei das Boule-Spiel mit annähernd 20 Spielern, der Vortrag des Betreuungsvereins mit 20 Gästen und auch der Besuch der Confiserie „Läderach“ in Dillenburg, an dem sich 12 Mitfahrer beteiligten.

Kaum Interesse dagegen hätten die Angebot „Badminton“ und „Basteln“ mit einem beziehungsweise zwei Teilnehmern gefunden. Bedauerlich sei die Tatsache, so Trapp-Rink, dass in den vergangenen Jahren das Interesse an den Aktiv-Wochen 50+ rückläufig sei.

Mit einem gemeinsamen Mittagessen im Bürgerhaus klangen nach dieser Vortragsveranstaltung die 12. Aktiv-Wochen 50+ aus.

von Klaus Peter

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