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Die "Queen" ist ganz natürlich

Kirschenkönigin 2013 Die "Queen" ist ganz natürlich

Sie ist jung, hübsch und bereits ein klein wenig prominent: Nadine III. Die Kirschenkönigin 2013 eroberte im Handumdrehen die Gladenbacher Herzen.

Gladenbach. Selbstbewusst, herzlich, kommunikativ und stets adrett sind Attribute, die auf das Adelsgeschlecht zutreffen. Aber nicht nur. Sie treffen auch auf die neu gewählte Kirschenkönigin zu. Nach vier Tagen Kirschenmarkt-Dauerstress ist Nadine Koch ganz sie selbst geblieben. Hat sich doch für die 18-jährige eigentlich nichts geändert, außer der Tatsache, dass ihr Kindheitstraum in Erfüllung ging. Die Eltern und Großeltern waren überglücklich, als Nadine gekrönt wurde. Sie sind noch immer „total happy“, doch ab und an sitzt ihnen auch der Schalk im Nacken und sie begrüßen die Weidenhäuserin mit den Worten: „Die Queen ist zu Hause.“

Autogrammkarten

So ganz königlich fühlte sich Nadine Koch am Wahlabend noch nicht. Sie hatte vielmehr Sorge, dass sie beim Gang über den Laufsteg in ihren hohen Schuhen über ihr langes, fliederfarbenes Kleid stolpert. Nichts dergleichen ist Realität geworden. Vielmehr hat es die 18-Jährige innerhalb einer Stunde geschafft, die Massen für sich zu begeistern. Am Ende hatte sie als eine von vier Bewerberinnen mit vier Punkten die Nase vorn.

Allerdings - sie hat den Ausgang der Wahl nicht unvorbereitet auf sich zukommen lassen. Sie hatte auf Facebook zu der Veranstaltung eingeladen. Viele Facebook-Freunde hatten ihr Kommen zugesagt. Und Freund Silas Barth ließ all seine Fußballerfreunde im Festzelt antreten, damit sie lautstark für Nadine voten. Das war auch bitter nötigt, hatte Nadines Herzensprinz doch nur eine 1 am Glücksrad gedreht - dieser Fauxpas ist für die angehende Bankkauffrau längst Schnee von gestern. Im Nachhinein ist sie natürlich sehr froh, dass ihre „Fans“ laut genug geschrien und sie damit gekrönt haben.

Seit dem Kirschenmarktsfreitag ist die charismatische 18-Jährige keine Unbekannte mehr. Vor allem die Kinder himmeln sie an und wollen ein Foto mit ihr. Die Autogrammkarten sind noch in Arbeit. Sobald sie fertig sind, wird Nadine Koch sie gern verteilen - sie hat auch bis zum Kirschenmarkt 2014 noch viele Termine als Repräsentantin der Stadt zu absolvieren. Darauf freut sie sich schon.

Sicher auf dem Parkett

Nachdem ihre erste Rede stotterfrei über die Bühne gegangen ist, hat die 18-Jährige noch mehr Selbstvertrauen getankt. Es fällt ihr leicht auf Menschen zuzugehen, sie hat immer ein offenes Ohr für die staunenden Kinder und sie bewegt sich bei offiziellen Anlässen sicher auf dem Parkett. Das Amt der Kirschenkönigin empfindet sie nicht als Belastung, sondern als Bereicherung. Sie hofft, noch viele neue Menschen kennenzulernen. Sie selbst sagt: „Es läuft zurzeit ganz gut“.

Ab August absolviert die Weidenhäuserin eine Lehre bei der VR Bank. Auch der Berufswunsch steht schon lange auf ihrer To-do-Liste. Als sie noch an der Mittelpunktschule in Hartenrod unterrichtet wurde, fasste sie bereits den Entschluss, eine Banklehre zu absolvieren.

Beim ersten Versuch hat es mit der Bewerbung noch nicht geklappt. Aber beim zweiten. Nach dem Fachabitur an den Kaufmännischen Schulen in Marburg und einem einjährigen Praktikum stand ihr die Tür für eine Lehre offen - und sie griff sofort zu.

Heimatnah wird sie in den Filialen eingesetzt werden. Das Ländliche behagt ihr sehr. Sie findet es gut, dass im Hinterland nicht alles „zugebaut“ ist. Doch ihr Herz sucht auch das Unbekannte. Solange sie jung ist, will sie die Welt sehen. Das hat sie sich vorgenommen. Ihr Streben nach Neuem wird sie antreiben, sich auch diesen Herzenswunsch zu erfüllen.

von Silke Pfeifer-Sternke

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