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Die „Perle an der Salzböde“ erstrahlt

Neue DRK-Rettungswache Die „Perle an der Salzböde“ erstrahlt

Seit Ende Oktober ist die neue Rettungswache in Gladenbach in Betrieb, am Mittwoch erfolgte die offizielle Einweihung.

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Freuen sich über die Eröffnung der Rettungswache in Gladenbach (von links): Robert Fischbach, Markus Müller, Reiner Kegel, Lars Schäfer, Kirsten Fründt, Willy Welsch, Peter Kremer, Matthias Acker und Gerd Kaut.

Quelle: Gianfranco Fain

Gladenbach. Zu diesem erfreulichen Anlass kamen am Nachmittag rund 80 geladene Gäste in das am Ortseingang von Gladenbach und somit auch an der B 255 errichtete Gebäude. Die 127 Quadratmeter große Fahrzeughalle bietet nach siebenmonatiger Bauzeit zwei Rettungswagen sowie einem Reservefahrzeug Platz.

Ein vierter Stellplatz ist vorsorglich eingerichtet, sagte Landrätin Kirsten Fründt, weil die Erfahrungen an anderen Standorten gezeigt hätten, dass eine nachträgliche Erweiterung viel Aufwand mit sich bringe. „Das haben wir so umgangen“, sagte Fründt, die den Besatzungen der Wachen zwar möglichst wenige Einsätze, bei denen, die aber sein müssten, viel Erfolg wünschte.

Die Voraussetzungen dafür seien gegeben, ist DRK-Kreisverbands-Aufsichtsratsvorsitzender Reiner Kegel sicher, weil der Bau der neuen Rettungswache auch dazu diente, dem Rettungspersonal adäquate Arbeitsbedingungen zur Verfügung zu stellen, um die Qualität ihrer guten Arbeit langfristig sicherzustellen.

So ist die neue Basis, die insgesamt eine Fläche von 339 Quadratmetern umfasst, nicht nur darauf ausgerichtet, die Einsatzkräfte möglichst schnell an ihr Ziel kommen zu lassen, sondern bietet dem Personal auch die Grundlage für höchstmögliche Effektivität und ebenso einen gewissen Komfort in den Sozialräumen. In dem ebenerdigen Bau ist die Fahrzeughalle von allen Räumen aus durch direkte Zugänge schnell erreichbar, und nachts schalten sich bei einem Alarm automatisch alle Lichter an, erklärte Bereichsleiter Markus Tolde einige der Verbesserungen.

In diesem Jahr mehr 
als 3000 Einsätze

Die rund 1,25 Millionen Euro, die der Bau kostete, seien gut investiertes Geld, attestierten alle Festredner. Gladenbachs Bürgermeister Peter Kremer schwärmte gar, dass diese Art gut für einige Feuerwehrhäuser im Stadtgebiet wäre, wenn da die Sache mit dem Geld nicht wäre. Kremer erinnerte auch an die schwierige Standortwahl, die den Bau des Projektes verzögert hat. Doch nun hofft er, „dass das hier die perfekte Wache ist“.
Kegel setzte noch einen drauf. Man habe den „Perlen an neuen Rettungswachen an der Lahn“ eine „Perle an der Salzböde“ hinzugefügt. Für ihn schließe sich kurz vor der Aufgabe seines Amtes auch ein Kreis.

Seit 2006 seien in den Landkreisen Marburg-Biedenkopf und Gießen 14 Wachen gebaut und zwei erneuert worden. Mehr als zehn Millionen Euro haben der DRK-Rettungsdienst und die Kommunalverbände in diese Modernisierung investiert.

Die Einweihung der Rettungswache in Gladenbach setzt den Schlusspunkt in dieser Entwicklung, erklärten Rettungsdienst-Geschäftsführer Markus Müller und ebenso Kegel. Bis hierhin, auch daran wurde während der Feierstunde erinnert, war der Rettungsdienst in einem 1908 errichteten Gebäude in der Bahnhofstraße untergebracht, wo die Zustände nicht mehr zeitgemäß waren.

So mussten die Einsatzkräfte zum Beispiel bei einer Alarmierung über den Hof zur Garage rennen, um zu ihren Fahrzeugen zu gelangen. Im Jahr 2014 wurden unter den alten Umständen von Gladenbach aus 2800 Einsätze geleistet. Für dieses Jahr rechnet das DRK mit mehr als 3000 Einsätzen. In den letzten beiden Monaten des Jahres nun vom neuen Standort aus.

von Gianfranco Fain

Landrätin Kirsten Fründt und ihr Vorgänger Robert Fischbach erhielten von Matthias Acker eine Perlenkette, die symbolisiert, wie viele Rettungswachen in den vergangenen Jahren modernisiert wurden. Foto: Gianfranco Fain
 
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