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Die "Knackpunkte" sind benannt

Auftaktveranstaltung Die "Knackpunkte" sind benannt

Im ersten Forum zum integrierten kommunalen Entwicklungskonzept wurden die Ergebnisse der Auftaktveranstaltung sowie gesamtkommunale Handlungschwerpunkte erläutert.

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Aufmerksam verfolgten die Workshopmitglieder die Vorstellung der Projektideen für die Endbacher Ortsteile, in diesem Fall durch Ortsvorsteher Dieter Schepp für die Kerngemeinde.
Privatfoto

Bad Endbach. Im großen Saal des Kur- und Bürgerhauses trafen sich am Montag 12 Mitglieder der Steuerungsgruppe und 50 Bürger der Workshops zum integrierten kommunalen Entwicklungskonzept (IKEK) zu einem ersten Forum der Dorfentwicklung.

Hartmut Kind von SP Plus Stadt- und Dorfentwicklung Bad Nauheim führte aus, dass mit dem ersten Forum noch kein Endprodukt entstanden sei, sondern sich alles noch im Prozess befinde. Die an den Workshops beteiligten Bürger hätte eine Chance mitzuwirken. Es gehe um die Zukunftsfähigkeit der Orte und auch um Knackpunkte.

In den Auftaktveranstaltungen habe sich ein vielfältiges Bild herauskristallisiert. Es habe sich gezeigt, dass nicht jeder der Ortsteile an seine Zukunft glaube. Als Handlungsschwerpunkte hätten sich die Dorfgemeinschaftshäuser, die Treffpunkte (Einrichtungen, Freiflächen und Plätze), das bürgerschaftliche Engagement, der Leerstand und die Siedlungsentwicklung, die Nahversorgung, die medizinische Versorgung und Pflege sowie die Mobilität/Verkehr/ÖPNV ergeben, so Kind.

Die Ortsvorsteher interpretierten die entworfenen Plakate mit Stärken und Schwächen der jeweiligen Ortsteile. Dieter Schepp führte für Bad Endbach das fehlende Angebot für junge Erwachsene an sowie die Erstellung eines neuen Nutzungskonzeptes für das Kur- und Bürgerhaus. Auch bedürfe es der Entwicklung neuer Wohnformen (Generationenwohnen), Pilotprojekte barrierefreies Wohnen für Jung und Alt sowie dem Ausbau „Betreutes Wohnen“. Für den Tourismus sei ein Marketingkonzept für die Gemeinde ebenso wichtig wie die Gastronomie am Kur- und Bürgerhaus wieder zu öffnen, Freizeit- und Spielangebote zu entwickeln und die Einrichtung eines Bewegungsparkes für Senioren.

Vorschläge: Burgmodell und Sommerrodelbahn?

Bottenhorns Ortsvorsteher Michael Rombach monierte ein fehlendes Angebot für die Jugend und auch, dass das Bürgerhaus nicht optimal genutzt werde. Die Anbindung an den öffentlichen Personen-Nahverkehr um Einrichtungen der Kerngemeinde zu nutzen sei ungenügend. Es bestehe eine schlechte Internetverbindung. Wichtig sei, dass Freizeiteinrichtungen generationsübergreifend geschaffen und erhalten sowie die Wanderwege intensiv genutzt und verknüpft werden.

Für Dernbach stellte Ortsvorsteher Eckhardt Lixfeld das Dorfgemeinschaftshaus vor, dessen Treppenaufbau und Toiletten sanierungsbedürftig seien. Im Ort seien weder Geschäft noch Gaststätte vorhanden. Lixfeld knüpfte an die Historie des Ortes mit den Überresten einer Burg an, dessen Modell eine touristische Attraktion werden könnte.

Für Hartenrod verwies Heinz-Gerhard Schöck, auf das sehr gut frequentierte Dorfzentrum „Jeegels Hoob“. Der Plan, einen Fußweg vom Parkplatz zur Durchgangsstraße einzurichten, sei umzusetzen. Das eingerichtete „Lädchen“ in der Schlierbacher Straße liege verkehrsmäßig ungünstig. Leerstände seien vorhanden. Die Gesamtgemeinde brauche Attraktionen wie zum Beispiel eine Sommerrodelbahn. Schlierbachs Ortsvorsteher Rolf Herrmann sprach die Leerstände ebenso an wie einen fehlenden Dorfmittelpunkt.

Zwar sei ein Pavillon vorhanden jedoch kein Umfeld. Es sei ein kleiner Personenkreis sehr aktiv, es müssten aber weitere Personen einbezogen werden. Eine bessere Vermarktung der Produkte der Bio-Landwirte sei wünschenswert.

Wommelshausens Ortsvorsteher Ladislaus Szabo stellte die Schutzhütte heraus, der es an sanitären Anlagen mangele. In dem 1986 eingerichteten Heimatmuseum seien Dach und Fenster morsch und faul. Die Ortsdurchfahrt sei seit 30 Jahren ein Brennpunkt. Das bald freie Feuerwehrgerätehaus könnte als Begegnungsstätte ausgebaut werden und der Brunnenplatz bedürfe einer Überarbeitung.

Für Günterod stellte Klaus Schröder eine Gedankensammlung vor. Priorität habe aufgrund der demografischen Entwicklung die Einrichtung einer Nahversorgung. Diese könnte am Dorfgemeinschaftshaus verbunden mit einem Dorfladen entstehen.

Außerdem sei es wünschenswert, eine einzige Haltestelle, nicht direkt an der Hauptstraße gelegen, einzurichten. Die Wanderwege sollten so abgeändert werden, dass diese am Café vorbeiführen. Aufgeschlossen seien die Bürger für den geplanten Mountainbike-Trial-Parcours. Zudem biete der Ort eine tolle Infrastruktur für den Reitsport.

Für die Weiterentwicklung der Projekte treffen sich die Workshopmitglieder am 19. November um 19 Uhr. Der Ort wird noch bekannt gegeben.

von Helga Peter

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