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Die Bürgerhäuser sollen weg

Verkauf Die Bürgerhäuser sollen weg

Heute beraten die Mitglieder des Haupt- und des Bauausschusses wie der erste Schritt der Veräußerung der Dorfgemeinschaftshäuser in Damm, Rodenhausen, Nanz-Willershausen und Seelbach auf Vorschlag des Gemeindevorstand vonstatten gehen soll.

Lohra. Heute Abend liegen die Vorlagen des Gemeindevorstands ab 19.30 Uhr zum ersten Mal öffentlich auf den Tisch, wenn die Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses sowie des Bau- und Wirtschaftausschusses in gemeinsamer Sitzung über Vorschläge des Gemeindevorstands beraten.

Es gilt, eine Empfehlung für die am Freitag in einer Sondersitzung tagende Gemeindevertretung zu treffen, wie mit den Dorfgemeinschaftshäusern in Damm, Rodenhausen, Seelbach und Willershausen zu verfahren ist. Nach den Vorstellungen des Gemeindevorstands sollen die Parlamentarier beschließen, die Dorfgemeinschaftshäuser „im Jahr 2014 an Gewerbe, Private oder Institutionen zu veräußern“. Parallel dazu sollen die vier Häuser auf verschiedenen Internetplattformen für Immobilien und auch in anderen Medien zum Kauf angeboten werden.

Rund 524000 Euro sollen die vier Häuser bringen

Hintergrund der Verkaufsabsichten ist die prekäre Finanzlage der Gemeinde. Die Genehmigung der nächsten Haushalte wird schärferen Auflagen unterliegen, weil die Gemeinde ein kumuliertes Defizit in Höhe von 2,6 Millionen Euro sowie 2,5 Millionen Euro an Kassenkrediten aufweist und zudem rund 4,2 Millionen Euro an Darlehen abtragen muss.

Da der Erhalt aller Bürgerhäuser die Gemeinde jedes Jahr rund 400000 Euro kostet, die Häuser allerdings zum größten Teil nur wenig genutzt werden, sollen nun die Ausgaben bei diesem „dicken Brocken“ reduziert werden - durch den Verkauf von vorerst vier Häusern. Für diese schätzte man am Ortsgericht die Verkehrswerte, die „realistisch anzusehen“ und auch zu erzielen seien. Gelingt der Verkauf aller vier Häuser zum angestrebten Preis (siehe Tabelle), so flössen rund 524000 Euro in die Gemeindekasse. Zudem würde der Gemeindehaushalt um jährlich rund 45000 Euro an Unterhaltungskosten entlastet.

Nun müssen die Gemeindevertreter über das Schicksal der Dorfgemeinschaftshäuser entscheiden. Sie waren auch schon über die Haushaltssicher­ungskommisSion an der Vorgeschichte beteiligt. Diese beschloss laut Vorlage am 12. Dezember: „Die Dorfgemeinschaftshäuser müssen aus den Büchern der Gemeinde.“

nDie öffentliche Sitzung der Lohraer Gemeindevertretung beginnt am Freitag, 13. Juni, um 19 Uhr im großen Saal des Bürgerhauses Lohra.

von Gianfranco Fain

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