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Die Bewohner sind schon eingezogen

Einweihung Die Bewohner sind schon eingezogen

Das Lebenshilfewerk Marburg-Biedenkopf investierte rund 695000 Euro in ihr Dautpher Wohnprojekt, das am Donnerstag seiner Bestimmung übergeben wurde.

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Roland Wagner, Vorstandsmitglied des Lebenshilfewerkes Marburg Biedenkopf (von links), Dautphetals Bürgermeister Bernd Schmidt sowie Jakob Müller, Verwaltungsratsvorsitzender des Lebenshilfewerkes, waren positiv angetan von den neuen Räumen des Wohnprojekts.Fotos: Klaus Peter

Dautphe. . Während einer Feierstunde wurde das Wohnprojekt in der Dautpher Hauptstraße 60 eingeweiht. Gemäß dem Slogan des Lebenshilfewerkes „Wohnen heißt zuhause sein“ zogen bereits Ende Januar sieben Menschen mit Behinderung in ihr neues Zuhause ein.

Zur Feierstunde begrüßte Wolfgang Zöller, Vorstandssprecher des Lebenshilfewerkes Marburg-Biedenkopf, zahlreiche Gäste. Er betonte, dass die neue barrierefreie Wohneinrichtung Teil der ambulanten Betreuungs- und Wohnangebote des Lebenshilfewerkes sei und den Bewohnern ein selbstständiges Leben in einer Wohngemeinschaft ermögliche.

Damit auch behinderte Menschen möglichst viel an der Gemeinschaft teilhaben können, sei dieses Projekt mitten in Dautphe realisiert worden. Damit werde eine integrative und an Normalität ausgerichtete Lebensführung behinderter Menschen unterstützt. Die Bauzeit erstreckte sich von April 2013 bis Januar 2014.

Laut Zöller waren für die Verwirklichung dieses Wohnprojektes ohne Grundstückskosten 695000 Euro erforderlich. Davon haben der Ortsverein Lebenshilfe Biedenkopf 100000 Euro, die Landeskirche Kurhessen-Waldeck 80000 Euro und die Aktion Mensch 110000 Euro übernommen. Aus eigenen Mitteln habe das Lebenshilfewerk 405000 Euro beigesteuert. Das Gebäude ergänze die ambulanten Wohnstandorte des Lebenshilfewerkes im Westkreis, wie in Bad Endbach und in Gladenbach beziehungsweise die stationären Wohnangebote in Dautphe, Biedenkopf und Wallau.

Der Neubau bietet Platz für zwei Wohngemeinschaften zu je vier Plätzen. Neben sieben Dauerwohnplätzen ist ein Kurzzeitplatz vorhanden.

Mit dem Kurzzeit- beziehungsweise Notaufnahmeplatz verfügt man über ein flexibel nutzbares Angebot bei Anfragen von Eltern, Angehörigen oder gesetzlichen Betreuern. Damit werde den Wünschen der Familien und Angehörigen Rechnung getragen, worauf das Lebenshilfewerk großen Wert lege.

Das Wohnangebot in Dautphe richtet sich vornehmlich an Erwachsene mit geistiger Behinderung, die bei Aufnahme jünger als 65. Jahre sind. In den Räumen leben neben vier Frauen auch drei Männer im Alter von 20 bis 40 Jahren. Vor dem Einzug in das neue Zuhause habe es eine achtmonatige Kennenlernphase gegeben, berichtete Zöller. Koordinator Sebastian Weber berichtete, dass er sich mit dem Projekt drei Jahre befasste. Sowohl Weber als auch Zöller bedankten sich beim Dautphetaler Bürgermeister Bernd Schmidt für die Unterstützung der Kommune bei der Verwirklichung des Projektes

von Klaus Peter

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