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"Die Ausstellung ist ein Volltreffer"

"Die Ausstellung ist ein Volltreffer"

Unter dem Motto "Mit offenen Augen" präsentiert die Bad Endbacher Künstlerin Julia Clement ihre Aquarell-Werke im Dorfzentrum "Jeegels Hoob".

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Über die Ausstellung freuen sich Hermann Bamberger, Vorsitzender des Kultur- und Fördervereins „Jeegels Hoob“, Monika Würfel-Fries (Mitte) und die Künstlerin Julia Clement. Foto: Helga Peter

Hartenrod. Zu der Vernissage „Mit offenen Augen“, die am Freitag im Dorfzentrum „Jeegels Hoob“ stattfand, waren so viele Kunstinteressierte gekommen „wie noch nie“, stellte Hermann Bamberger, Vorsitzender des Kultur- und Fördervereins „Jeegels Hoob“, erstaunt fest. 16 ihrer Aquarell-Werke stellt Julia Clement im Dorfzentrum aus.

Hermann Bamberger zeigte sich erfreut darüber, dass das südliche Hinterland von Hartenrod bis Lohra ein wahres Eldorado der Malkunst sei. Er sei immer wieder aufs Neue erstaunt darüber, was für ein künstlerisches Potenzial vor Ort existiere. Dabei habe es den Anschein, als seien nur Frauen mit diesem Gen bedacht worden.

Bamberger berichtet, dass sich das Dorfzentrum „Jeegels Hoob“ als eine hervorragende Plattform etabliert hat. Das künstlerische Potenzial der Endbacher Bürgern und auch auswärtiger Kunstfreunden werden dort präsentieren. Zu der Ausstellungseröffnung von Julia Clement waren Freunde und Bekannte der Künstlerin eigens aus dem Odenwald und von Limburg angereist.

„Die Ausstellung ist ein Volltreffer“, attestierte Bamberger. Julia Clement habe ihr künstlerisches Talent in einer Art 25-jährigen Schwangerschaft reifen lassen und daraus habe sich ein „attraktives Kind“ entwickelt.

Julia Clement wurde 1969 in Hildesheim geboren und lebt mit ihrem Mann, Pfarrer Michael Clement und ihren beiden Töchtern in Bad Endbach. Ihr Talent für das Malen habe ihre Mutter, eine Kunstlehrerin und später frei schaffende Künstlerin, von Kindheit an gefördert. Die Mutter habe ihr den besonderen Blick für Farben, Details, Kompositionen sowie Lichteinfall geschärft. Julia Clement ist gelernte Floristin und hat nach ihrer Familienzeit wieder mit Aquarellmalerei begonnen. Seit zwei Jahren nimmt sie Malunterricht bei der Künstlerin Monika Würfel-Fries.

Für die Künstlerin sind es die drei ausgestellten „Meeresbilder“, die zu ihren Lieblingswerken gehören. Sie erzählt, dass sie sich im Alter von zehn Jahre eine Motivpostkarte einer Meeresimpression gekauft habe, damals mit dem Ziel, dies malerisch umzusetzen.

Würfel-Fries führte in die Ausstellung ein und bezeichnete die Aquarell-Malerei als eine schwierige Technik, bei der Farbe und Linie, wenn einmal gesetzt, nicht mehr rückgängig gemacht werden könnten. Sie erlebe Clement sie als eine Künstlerin, die sich ganz intensiv mit Kunstwerken auseinander setze und auch mit anderen Künstlern diskutiere, um daraus Erfahrungen und Erkenntnisse für ihr eigenes Tun zu gewinnen. Der Blick in den eigenen Garten, hinaus in die Landschaft oder über Wälder und Höhen, diese Gefühle nehme Julia Clement auf und setze sie malerisch um. Auffallend bei der Motivauswahl der Bilder sei auch, dass sie zum großen Teil florale Motive wie auch Landschaften bevorzuge. Da spreche sicher die Floristin, die weiß, wie Blumen in Bezug auf Farbgebung und Blickfang arrangiert werden, sagte Würfel-Fries. Bezeichnend sei, dass Julia Clement frohe Farben auswähle, die Lebensfreude vermitteln sollen.

Die Ausstellung „Mit offenen Augen“ im Dorfzentrum „Jeegels Hoob“ ist bis Ende Februar 2014 während der Öffnungszeiten donnerstags von 8 Uhr bis 17.30 Uhr und freitags von 8 Uhr bis 12.30 Uhr oder nach Absprache und bei besonderen Anlässen zu sehen.

von Helga Peter

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