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Die Anzahl bereitet einigen Unbehagen

Unterkunft für 24 Flüchtlinge Die Anzahl bereitet einigen Unbehagen

Am Dienstagabend informieren Vertreter der Gemeinde und des Landratsamtes im Dorfgemeinschaftshaus über die Unterbringung von bis zu 24 Flüchtlingen im ehemaligen Landgasthof Freund im Dautphetaler Ortsteil.

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Der ehemalige Landgasthof Freund im Dautphetaler Ortsteil Elmshausen, zu sehen ist die Rückansicht mit dem Biergarten, wird 
umgebaut, um ab Dezember oder Januar bis zu 24 Flüchtlingen eine neue Bleibe zu bieten.

Quelle: Michael Acker

Elmshausen. In der Straße am Holleracker stapelt sich vor dem ehemaligen Landgasthof 
Freund das alte Mobiliar, in der Garage stehen mehrere verpackte Kühlschränke und im Durchgang ebenso in Plastikfolie gewickelte Waschmaschinen. Drinnen wird noch an der Elektrik gearbeitet, und die 
Heizung soll am Dienstag in Betrieb gehen. Dann könnte auch im Obergeschoss tapeziert werden; im Untergeschoss ist ein Teil der Wände schon verputzt und neue Fenster sind eingebaut.

Noch ist der ehemalige Landgasthof Freund eine Baustelle. Doch schon ab Dezember oder Januar sollen in den Räumen Flüchtlinge eine neue Bleibe finden. Bis zu 24 sollen es sein, denen 13 Zimmer, zwei Gemeinschaftsräume, eine große Küche sowie der ehemalige Biergarten als Freigelände zur Verfügung stehen werden. Ursprünglich plante der Investor, in dem ehemaligen Gasthof Mietwohnungen entstehen zu lassen.

Doch seitdem der geplante Zuzug bekannt ist, sind die künftigen neuen Bewohner das Gesprächsthema im Ort. Gerüchte und Annahmen kursieren, zum Beispiel, dass es nur junge Männer sein werden oder dass der St.-Elisabeth-Verein das Haus zur Unterbringung von Flüchtlingen herrichten lässt.

Ortsvorsteher: „Da kann man Glück oder Pech haben“

Das ist nicht der Fall. Es handelt sich um einen Investor aus Sinn, erklärt Ortsvorsteher Herbert Kreiner, der nach eigenem Bekunden vor einer Woche noch nicht wusste, dass er zu einer Infoveranstaltung einladen müsse.

Zur Stimmungslage im Ort befragt, sagt Kreiner, man müsse damit leben. „Es kommt immer darauf an, welche Leute einziehen. Da kann man Glück oder Pech haben“, sagt der Ortsvorsteher. Wohl nicht nur deshalb gebe es im Ort „einige Bedenken“.Auch die Zahl von 24 Hilfesuchenden bereite einigen im 320-Seelen-Dorf Unbehagen. Dies wohl wegen der großen Anzahl und der Vermutung, dass es sich ausschließlich um junge Männer handeln werde.

„Ein oder zwei Familien“, die wären im Dorf gut unterzubringen und aufzunehmen, glaubt Kreiner, den auch noch die Frage 
umtreibt, was die Flüchtlinge in dem „infrastrukturell nicht 
gerade üppig ausgestatteten Ort“ machen sollen oder wie sie ihre Einkäufe in anderen Dautphetaler Ortsteilen erledigen können.

Fragen dieser Art und zur 
Unterbringung der Flüchtlinge allgemein wollen Vertreter der Gemeinde Dautphetal und des Landratsamtes am Dienstagabend ab 18 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus des Dautphetaler Ortsteils beantworten. Die Kreisbehörde wird durch Jochen Könnemann, Leiter der Stabstelle Ausländer, Migration und Flüchtlinge, vertreten werden.

von Gianfranco Fain

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