Volltextsuche über das Angebot:

26 ° / 14 ° Regenschauer

Navigation:
Der erste Windrad-Turm entsteht

Windpark Hilsberg Der erste Windrad-Turm entsteht

Zügig schreiten die Bauarbeiten auf dem Hilsberg voran. In rund drei Wochen wird der erste Windrad-Turm über den Wipfeln der Bäume zu sehen sein.

Voriger Artikel
Chilischarf: Status Quo rockt Dautphe
Nächster Artikel
Bilder „zeigen“ den Duft der Rosen

Ein rund 100 Meter hoher Kran hebt die 27 bis 40 Tonnen schweren Betonsegmente am Windrad-Standort 1 an ihren Platz.

Quelle: Tobias Hirsch

Bottenhorn. Der Windradbau auf dem Hilsberg geht zügig voran und bald werden auch die Türme der Windkraftanlagen über die Baumwipfel hinausragen. Die Witterung begünstigt die Bauarbeiten für den Windpark. Man liege rund drei Wochen unter dem Zeitplan, erklärt Bad Endbachs Bauamtsleiter Thomas Reuter bei einem Ortstermin am Dienstagnachmittag.

Sichtbar ist der Fortschritt an der Fertigstellung der fünf Fundamente und daran, dass der Aufbau des ersten Turmes läuft. Ein rund 100 Meter hoher Spezialkran hebt an Standort 1 die 27 bis 40 Tonnen schweren Betonringe an ihre Position. Die unteren Segmente bestehen aus jeweils drei Teilen, die vor Ort zusammenbaut werden. Später kommen Elemente aus Halbschalen und schließlich Einzelteile auf den Turm. Insgesamt besteht ein solcher Turm aus 24 Ringen, die als Fertigbeton­segmente angeliefert werden und zum Teil noch zusammengebaut werden.

Das oberste Segment bildet ein „Stahltopf“, an dem 32 Spannseile eingelassen und im Fundament verankert werden. Wenn nach rund 3 Wochen der Turm vollendet ist, wird der Kran ab- und am nächsten Standort wieder aufgebaut. Rund drei Wochen dauert der Aufbau eines jeweils rund 90 Meter hohen Turmes, sodass Reuter damit rechnet, dass Ende August alle fünf Türme stehen. Dann kommen Spezialisten, um die Gondeln und Rotoren zu montieren.

Wachdienst beschützt die Baustelle

Zeitverzögerungen können in diesem Bauabschnitt nur durch starke Winde entstehen, andere Faktoren wie Sachbeschädigungen oder „provozierende Spaziergänger“ schließt Reuter aus. Das soll ein Wachdienst gewährleisten, der rund um die Uhr die Baustelle bewacht und Unbefugten den Zutritt zum Baugelände verwehrt, dazu gehören die fünf Windradstandorte mit den Kran- und Montageflächen und die Zuwegung. Viele Schilder weisen auf das Verbot hin, zudem lassen die Baufirmen ihre Arbeitsbereiche per Video überwachen, um das mehrere Millionen Euro teure Arbeitsmaterial zu schützen.

In den zurückliegenden Tagen kam es wiederholt zu hitzigen Diskussionen zwischen Wachpersonal und Spaziergängern, die die Waldwege nutzen wollten.

Das Betretungsverbot hat die Gemeinde Bad Endbach, die Grundstückseigentümer, Bauherr und auch Ordnungsbehörde ist, erlassen. „Wir müssen unserer Verkehrssicherungspflicht Genüge tun“, begründet Reuter das Verbot. Zu groß sei die Gefahr, dass Unbefugte zum Beispiel unter ein rangierendes Baufahrzeug geraten.

Zwei Stromleitungen werden gelegt

Ein weitere Baufortschritt wird in den nächsten Tagen mit der Vergabe der Arbeiten zum Verlegen der Stromleitungen eingeleitet, erläutert Reuter. Drei bis vier Wochen nach der Vertragsunterzeichnung soll Baubeginn für die beiden Trassen nach Rachelshausen und Hommertshausen sein. Ende Juli soll der Netzanschluss stehen.

Somit ist der direkte Anschluss an das Umspannwerk in Friedensdorf, wo die Eon beim Neubau der Landesstraße extra Leerrohre für die Trasse hatte einlegen lassen, vom Tisch. Reuter begründet diese Umplanung mit geänderten Bedingungen beim Netzanschluss, die der Gemeinde zudem eine Ersparnis von rund 700000 Euro einbringen. Somit hätten die Bauverzögerungen für die Gemeinde auch etwas positives mit sich gebracht.

von Gianfranco Fain

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Hinterland

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr