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Der Taktiker spricht gern in Bildern

Dekan Andreas Friedrich Der Taktiker spricht gern in Bildern

Der neu gewählte Dekan Andreas Friedrich hat am Freitag seinen ersten
 Arbeitstag. Den beginnt er mit einem Mitarbeiter-Frühstück im Haus der
 Kirche in Biedenkopf.

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Andreas Friedrich tritt am Freitag seine Stelle als Dekan im fusionierten Dekanat Biedenkopf-Gladenbach an.

Quelle: Joshua Müller

Biedenkopf. Für die nächsten sechs Jahre leitet der 50-jährige Andreas Friedrich 48 evangelische Kirchengemeinden im fusionierten Dekanat Biedenkopf-Gladenbach. Er war – auch nach zwei Ausschreibungen – der einzige Bewerber um das Amt und wurde im Januar von den neuen Dekanatssynodalen ohne Gegenstimmen bei einer Enthaltung gewählt. „Ein schönes Ergebnis“, sagt er selbst.

Am 16. April wird er um 9 Uhr in einem feierlichen Gottesdienst in der evangelischen Kirche in Breidenbach offiziell in sein Amt eingeführt – zusammen mit Dekan Gerhard Failing, der noch eine halbe Dekane-Stelle im Dekanat Biedenkopf-Gladenbach hat. Beide werden im Haus der Kirche ihre Büros beziehen.

Dieser Standort und der in Gladenbach werden als Dekanatssitze in der Übergangszeit, bis der Anbau an der Regionalverwaltung in Niedereisenhausen fertig ist, also etwa ein Jahr, erhalten bleiben.

Ein straffes Programm wartet

In den nächsten Tagen steht für Friedrich zunächst die Einrichtung des PC-Arbeitsplatzes auf der Agenda sowie das Kennenlernen der Arbeitsstrukturen, die in den beiden zuvor getrennten Dekanaten durchaus unterschiedlich sein können. Dann gilt es, sie sinnvoll zusammenzuführen.

Für die kommenden Arbeitswochen und -monate hat sich Friedrich ein straffes Programm verordnet. Als Chef aller Pfarrerinnen und Pfarrer will er sie und auch alle Kirchenvorstände im Dekanat besuchen. „Das muss sein“, findet er. Denn es ist ihm wichtig zu erfahren, wo der Schuh drückt und wobei er unterstützen kann bei der regionalen Zusammenarbeit.

Für ihn ist der Aufwand – er plant, bis zum Ende der Sommerferien alle Pfarrerinnen und Pfarrer getroffen und die Kirchenvorstände bis Ende 2016 besucht haben – eine gut investierte Zeit. Die ersten Termine stehen bereits in seinem Kalender, in der nächsten Zeit werden weitere hinzukommen, die nächsten nach dem Pfarrkonvent am Mittwoch, 13. April.

„Er wird sich ganz schnell füllen“, sagt Friedrich. Und er weiß auch, dass die Aufgabe, die vor ihm liegt, eine Herausforderung wird, vor allem bezogen auf die Fläche, für die er zuständig ist. In seiner Funktion als Dekan für Herborn war er für 16 Kirchengemeinden zuständig und hatte eine halbe Stelle als Dekan und eine halbe bei der Kirchengemeinde.

Friedrich setzt auf Teamarbeit

In den ersten eineinhalb Jahre seiner Amtszeit hat sich Friedrich viel vorgenommen, aber er vertraut darauf, „alle in ein Boot zu kriegen und einen gemeinsamen Kurs zu finden“. Erst wenn er das geschafft hat, will er inhaltliche Schwerpunkte in seiner Arbeit setzen. „Wir müssen den Menschen deutlich machen, was wir tun, und nicht nur mit uns selbst beschäftigt sein“, sagt er.

Allerdings hat er „kein 17-Punkte-Programm“ parat, sondern setzt vielmehr auf die Teamarbeit. Friedrich ist überzeugt, dass sich vieles „unterwegs“ ergibt und sich dann herauskristallisiert, welche Entscheidung getroffen werden muss. Er will auf jeden Fall vermeiden, dass es zu einer Überforderung kommt, bei den Möglichkeiten, die sich bieten. Er will überlegt die nächsten Schritte angehen.

Und wieder erklärt er seine Gedanken in Bildern: „Ich möchte die Bälle aufgreifen und im Spiel halten, die irgendwo angeflogen kommen.“ Er ist ohnehin ein guter Taktiker – im Spiel immer. In seiner Freizeit spielt er gern Strategiespiele wie „Siedler von Catan“, und zurzeit noch beliebter ist wohl „Istanbul“.

Zum Erholen nutzt er die Zeit auf autofreien Nordsee-Inseln. „Es ist toll, wie schnell man dort zur Ruhe kommen kann“, sagt er. Er und seine Frau mögen das Meer, die Weite und den Wind. Allerdings zieht es sie in den Sommerferien dann doch eher in den Süden. Der Lago Maggiore steht zur Zeit bei den Friedrichs hoch im Kurs.

Seiner neuen Aufgabe blickt Andreas Friedrich entspannt entgegen. Das Frühstück am Freitag wird er nutzen, um einige der Menschen kennenzulernen, die mit ihm arbeiten werden.

von Silke Pfeifer-Sternke

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