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Der Steffenberger Salzschatz

Lagerhallenbau Der Steffenberger Salzschatz

Der Winterdienst ist eine unverzichtbare Hilfe für alle Verkehrsteilnehmer. Damit die Räumfahrzeuge auch genügend Streumaterial zur Verfügung haben, wurde nun eine Lagerhalle eingeweiht. Sie fasst 1800 Tonnen Streusalz und kostete rund 680000 Euro

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Bauleiter Arno Pfeifer, Uwe Karnagel vom Architekturbüro Dorbritz, Willi Kunze von Hessen Mobil, Friedhelm Wahl und Straßenmeister Manfred Fett in der neuen Lagerhalle.

Quelle: Dennis Siepman

Niedereisenhausen. Es sei auch öfter mal Glück im Spiel gewesen, sagt Manfred Fett. Der Straßenmeister erinnert sich an harte Winter in denen das Streusalz schon knapp wurde, ehe „die Natur dann doch zum rechten Zeitpunkt ein Einsehen mit uns hatte“.

Während Fett diese Worte spricht, fällt sein Blick durch die neun Meter hohen Tore in das Innere der neuen Lagerhalle. Dort liegen die riesigen weißen Salzberge geschützt auf 15 mal 27 Metern Grundfläche. „Als wir die alte Halle im August abgerissen haben, war uns klar, dass der neue Bau möglichst das dreifache Fassungsvermögen haben sollte, damit wir nicht mehr solche Engpässe erleben“, erklärt Fett. Der Plan ging auf: stolze 1800 Tonnen Salz können nun in Niedereisenhausen eingelagert werden.

Die Fertigstellung des Baus sei eine „echt Punktlandung“, beschreibt Architekt Uwe Karnagel den Projektverlauf. Aufgrund der guten Witterungsbedingungen, sei man mit den Arbeiten an der 680000 Euro teueren Halle gut vorangekommen und habe sie auch vor Einbruch des Winters beenden können. Eine gute Nachricht für Manfred Fett und sein Team, verschafft die Halle doch nun ein komfortables Polster für die schneereichen Tage.

Im Einsatz befinden sich die Räumfahrzeuge aus Steffenberg bereits seit etwa einer Woche. In absoluten Ausnahmesituationen, wie etwa dem harten Winter von 2010/11, werden gleich sieben Fahrzeuge auf die heimischen Straßen geschickt, sagt Fett der sich mit seinem Team um eine Strecke von etwa 300 Kilometer Länge kümmert. „Probleme machen uns natürlich auch die Höhenlagen, wie etwa die Sackpfeife oder das Gebiet rund um Bottenhorn“, erklärt Fett.

Bei einsetzendem Schneefall gibt es eine klare Prioritätenliste: Zuerst die Bundes-, dann die Landes-, und erst danach die Kreisstraßen. „Uns geht es besonders um den Zeitraum zwischen 6 Uhr morgens und 22 Uhr abends. In dieser Zeit müssen die wichtigsten Straßen befahrbar sein“, sagt Willi Kunze vom Verkehrsmanagement Hessen Mobil.

Bei der Nachfrage, ob denn auch mal besorgte Bürger anrufen, um nachzufragen, wann denn ihre Straße „geschoben“ wird, muss Fett schmunzeln: „Ja so was kommt vor, aber dann erklären wir noch einmal die Prioritäten.“

Hessen Mobil hat nun einen Online-Salzticker eingerichtet. Dieser informiert über den hessenweiten Salzverbrauch auf den insgesamt 17.000 Kilometer Autobahnen, Bundesstraßen sowie Landes- und Kreisstraßen. Er ist unter www.mobil.hessen.de zu erreichen.

von Dennis Siepmann

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