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"Der Postraub" räumt drei Preise ab

Auszeichnung "Der Postraub" räumt drei Preise ab

Das Musical "Der Postraub" räumte am Samstagabend in drei Kategorien beim "Deutschen Rock & Pop Preis" in Siegen ab: ein erster und zwei zweite Plätze.

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Karoline Blöcher (von links) wurde als Beste Musicalsängerin ausgezeichnet, Markus Pol als Bester Musicalsänger und Birgit Simmler nahm die Auszeichnung für das Beste Musical-Album entgegen.Privatfoto

Biedenkopf. Rund 20 Ensemble-Mitglieder der „Postraub“-Produktion fieberten am Samstagabend der Preisverleihung entgegen. Beginn im Kongresszentrum Siegerlandhalle in Siegen war um 21 Uhr. Die Kategorie „Musical“ kam spät dran. Gegen 23 Uhr stand dann fest, dass das Biedenkopfer Musical nationale Anerkennung erhalten hat. Das Album mit Kompositionen von Paul Graham Brown und mit deutschen Übersetzungen von Birgit Simmler, das in einem Tonstudio in Breidenbach aufgenommen wurde, schaffte es auf Platz 1. Als „Bester Musicalsänger“ schaffte es Profi Markus Pol aus Wien auf Platz 2. Und auch der zweite Platz für die „Beste Musicalsängerin“ ging an das „Postraub“-Team: Karoline Blöcher aus Gießen. Sie stand 2015 als regionales Musical-Talent mit Pol auf der Bühne.

Konzept funktioniert

Für Birgit Simmler, Regisseurin und Kulturreferentin der Stadt Biedenkopf, ist die Auszeichnung der verdiente Lohn für eine herausragende Konzeption. Bei den Schlossfestspielen in Biedenkopf stehen Profis und heimische Talente gemeinsam auf der Bühne, zur Aufführung kommen bedeutsame Begebenheiten mit lokalem Bezug. Seit vier Jahren sorgt dieses Konzept für ausverkaufte Aufführungen im Schlosshof des Biedenkopfer Landgrafen Schlosses.

Nach der Preisverleihung wurde mit dem Ensemble, darunter auch sechs Flüchtlinge, angestoßen und es wurden Fotos gemacht. Bei Pol und Blöcher fiel sofort die Anspannung ab und sie freuten sich über die Würdigung ihrer musikalischen Leistung. Auch Birgit Simmler war überglücklich mit den Platzierungen. Sie seien ein Beleg dafür, dass das Konzept zu 100 Prozent funktioniert, sagt sie. Das Team sei mit Herzblut dabei gewesen - auch bei den CD-Aufnahmen, die nach der Uraufführung im Frühjahr dieses Jahres erfolgten. Pol und Blöcher sind auch auf dieser CD zu hören.

„Auf der CD singt das Original-Team, weil es die Rollen entwickelt hat“, sagt Simmler. Sie erklärte, dass es etwas ganz anderes sei, eine Rolle nachzuspielen als die Charaktere zu entwickeln. „Die CD ist eine schöne Erinnerung für das „Postraub“- Ensemble, aber auch ein schönes Geschenk für die Besucher“, sagt Simmler.

Das Konzept der Biedenkopfer Schlossfestspiele habe seine Qualität unter Beweis gestellt und brauche nicht den nationalen Vergleich zu scheuen, sagt sie weiter. Komponist Paul Graham Brown werden die Platzierungen vermutlich in seiner Heimat Berlin ereilt haben. Er verbringt meist den Sommer in der Hinterlandkommune Biedenkopf und genieße dort die Aufmerksamkeit, die ihm geschenkt wird. Wenn er in einem Café sitzt, kommt er schnell ins Gespräch mit den Biedenkopfern. In Berlin lebe ein Künstler eher anonym, sagt Simmler.

Für den Sommer 2017 kündigt sich Grahams Besuch bereits an: Im August soll das Musical „Die Hatzfeldt“ in Biedenkopf mit Browns Kompositionen aufgeführt werden. Simmler hat sich diesmal das Adelsgeschlecht aus der Nachbarkommune zum Vorbild genommen. Im neuen Musical werden zwei Frauen im Mittelpunkt stehen: die Gräfin Sophie von Hatzfeldt und ihre Zofe. Diese beiden Figuren mischen die hohe Politik auf. Diesmal wird der lokale Bezug über die Herkunft der Hauptfiguren hergestellt.

von Silke Pfeifer-Sternke

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