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Der Inhalt für die Verpackung fehlt

Gestaltung der Innenstadt Der Inhalt für die Verpackung fehlt

Rund 25 Interessierte 
fanden sich am 
Mittwochabend zu 
einem Gesprächsforum 
in Gladenbach zusammen, um Ideen zur Nutzung und Verschönerung für das Zentrum zu sammeln.

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Der Busbahnhof in Gladenbach war am Mittwochabend im Haus des Gastes genauso Thema wie die Nutzung der Fläche am Alten Amtshaus.

Quelle: Joshua Müller

Gladenbach. Hans-Bernhard Schwarz, Gladenbachs Ortsvorsteher, eröffnete das Gesprächsforum „Rund um die Insel“ im Haus des Gastes.

„Mit dieser Veranstaltung wollen wir die allgemeine Stimmung der Bürger zu diesem Thema einfangen und Ideen unabhängig von Finanzen und Kommunalpolitik sammeln“, erklärte Schwarz. Denn auch wenn das Geld fehle, man dürfe nicht aufhören, weiter zu denken.

Als den ersten zu besprechenden Punkt auf der Tagesordnung stellte sich der „Platz am Alten Amtshaus“ heraus. Von den Anwesenden kam generell Lob für den im vergangenen Jahr eingeweihten Platz: Der Bereich der Parkmöglichkeiten sei gut gestaltet, die Parkplätze ausreichend breit. Kritisch gesehen wurden jedoch die durchgezogenen Linien auf dem Parkplatz, die schon manche Autofahrer verwirrt hätten.

Infrastruktur für kulturelle Veranstaltungen steht

Die Erfüllung einer anderen Bitte deutete Gladenbachs Bürgermeister Peter Kremer bereits an diesem Abend an: In nächster Zeit werden drei Parkplätze am oberen Ende des Platzes zu zwei Behindertenparkplätzen zusammengelegt. Außerdem wurde angeregt, auf dem unteren Teil der Innenstadtinsel einige Spielgeräte beziehungsweise einen Sandkasten für Kleinkinder wie auf dem Marktplatz zu installieren.

In Hinsicht auf kulturelle Veranstaltungen, die auf der Fläche ihren Platz finden könnten, wies Schwarz auf bestehende Stromanschlüsse im Mittelpunkt des oberen Parkplatzes hin, die den Aufbau einer mobilen Bühne ermög­lichen.

Einerseits waren sich alle Anwesenden einig, dass keine Notwendigkeit bestehe, die bisher veranstalteten Märkte und Aktionen vom Marktplatz auf den „Platz am Alten Amtshaus“ zu verlegen, andererseits bestehe mit dem neuen Zentrum eben auch Platz für Neues.

„Die Verpackung haben wir“, brachte es Schwarz auf den Punkt, „nur der Inhalt fehlt noch“. Angeregt wurden beispielsweise regelmäßig stattfindende Übungen der Musikvereine im Aufenthaltsbereich der Innenstadtinsel an der Marktstraße.

Busbahnhof bleibt
 „schwieriges Terrain“

Stefan Runzheimer vom Gladenbacher Heimat- und Museumsverein „Amt Blankenstein“ nutzte das Gesprächsforum außerdem, um ein Vorhaben des Vereins vorzustellen: Mit dem angestrebten Projekt „Altgladenbach“ wollen die Vereinsmitglieder das Geschichtsbewusstsein der Bevölkerung wecken und diverse Tafeln und Schilder in der Kernstadt anbringen, die auf die Historie des jeweiligen Ortes oder Gebäudes hinweisen. Auch der „Platz am Alten Amtshaus“ gehöre dazu. Finanziert und gepflegt würden die Schilder durch Patenschaften.

Anschließend wurde der Blick auf die gegenüberliegende Straßenseite geworfen: Der Busbahnhof bleibt auch weiterhin ein „schwieriges Terrain“, wie es Ortsvorsteher Schwarz ausdrückte. Und damit meinte er nicht nur die Wölbungen auf dem Parkplatz, die durch die Wurzeln der Bäume vor dem Busbahnhof verursacht wurden. Schwarz regte an, die Bäume zwischen Busbahnhof und Marktplatz zu versetzen und das Pflaster zu erneuern.

Vom Plenum angesprochen wurden ebenfalls die Nutzung des Kiosks und der Toilette sowie das dunkle Erscheinungsbild der Stahlkonstruktion. Die Teilnehmer kamen überein, dass die Wiederbelebung oder Umfunktionierung des Kiosks zum Toilettenhaus nicht nur wegen des verwinkelten Baus schwierig, sondern schlicht nicht rentabel wäre. Ebenfalls kostspielig wäre eine Trennung der Toiletten vom Komplex, die laut den Anwesenden noch in einem akzeptablen Zustand seien.

Mauer könnte Bühne weichen

Der Dunkelheit entgegenwirkend könnten zusätzliche LED-Leuchten Abhilfe schaffen. Eine umfassende Erneuerung des Busbahnhofs samt Entkernung, Renovierung und der Dacharbeiten würden laut Schätzung von Hendrik Schmidt, Mitarbeiter des Architekturbüros „Wolfgang Schmidt“ in Mornshausen, rund 40.000 Euro kosten. Ein kompletter Neubau dagegen um einiges mehr.

Der Fokus des Gesprächs richtete sich jedoch auf die erweiterte Nutzung des Busbahnhofs als Bühne für kulturelle Veranstaltungen wie „Donnerstags in Gladenbach“. So entsprach ein Gedanke, ein gläsernes Dach in Richtung Parkplatz anzubauen, unter dem eine Bühne überdacht Platz fände.

Der Musiker Johannes Tunyogi-Csapó warf den Vorschlag ein, im ersten Schritt die Beton­mauer zwischen dem Busbahnhof und dem Marktbrunnen einzureißen und dort Pfeiler für eine mobile und überdachte Bühne anzubringen.

Die Diskussionsrunde schloss nach knapp zwei Stunden mit der Bildung von Arbeitsgruppen, die sich der genannten Vorschläge annehmen sollen.

von Joshua Müller

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