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Deponie bleibt großes Thema

Ortsbeirat Deponie bleibt großes Thema

Erneut hat sich der Ortsbeirat mit der Erdablagerungsdeponie befasst. Ortsvorsteher Helmut Michel gab einen kurzen Abriss über den Stand der Dinge.

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Die Erdablagerungsdeponie an der Kreisstraße sorgt immer wieder für Diskussionsstoff in Rollshausen.

Quelle: Anita Ruprecht

Rollshausen. Seit dem 31. Dezember 2014 seien alle Genehmigungen abgelaufen. Am 27. März 2015 habe es einen gemeinsamen Ortstermin aller Beteiligten gegeben, und im Herbst 2015 haben die an der Erddeponie beteiligten Firmen Anträge für die Verlängerung der Genehmigung der Erdablagerungsdeponie beim Landkreis Marburg-Biedenkopf gestellt.

Im November 2015 stimmte der Gemeindevorstand Lohra zu. Am 11. April gab der Ortsbeirat die Empfehlung, den Betreibern eine Frist zu setzen und Auflagen zu erfüllen. Die Betreiberfirmen haben ein Büro mit der weiteren Planung der Vorgaben des Ortsbeirats, Feldwege instand zu setzen, Baustraßen zu asphaltieren und die Befüllung des Gebiets bis 2022 zu beenden, beauftragt. In circa einem halben Jahr solle die Genehmigung dafür vorliegen. Erst 2022 könne mit der Bepflanzung und Renaturierung des Gebiets begonnen werden, erläuterte der Ortsvorsteher.

Die Rollshäuser wünschen sich eine Möglichkeit für die Ausweisung eines Gebiets zur Zwischenlagerung von Astschnitt. Derzeit seien wilde Grünschnittdeponien ein Problem.

Bürger berichteten während der Sitzung von Verstopfungen der Abwassergräben durch das illegal abgelagerte Schnittgut. Eine Gruppe junger Leute möchte den Tennisplatz, der Anfang der 80er-Jahre am Sportgelände angelegt worden war, wieder reaktivieren. Dazu müsste das Gelände von Gebüsch freigeschnitten und der Court-Belag gesäubert werden.

Karl Heinz Schneider schlug vor, den Totenraum von außen und innen zu streichen und einen Schrank für die Lagerung der Sitzkissen anzuschaffen.

An den drei Ortseingängen von Rollshausen stehen noch die Schilder, die auf die 750-Jahr-Feier vom Jahr 2006 hinweisen. Die Jagdgenossenschaft würde diese restaurieren. Helmut Michel schlug vor, im Herbst ein Fest für die Helfer der 750-Jahr-Feier zu organisieren. Er regte 
die Gründung eines gemeinnützigen Dorfvereins an. Dessen Aufgabe könnte die Pflege des Ortsbilds, die Unterstützung bestehender Vereine, Denkmalpflege und die Organisation von Veranstaltungen sein – keine Konkurrenz zu bestehenden Gruppen. Unter dem Dach dieses neu zu gründenden Vereins könnten sportliche Aktivitäten, wie beispielsweise die Tennisgruppe, Feste oder die Betreuung der Schutzhütte stattfinden, argumentierte Michel. Er stellte seinen Vorschlag zur Diskussion und beendete damit die Ortsbeiratssitzung.

von Anita Ruprecht

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