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Denker und Lenker bleiben am Boden

Modellflugtag Denker und Lenker bleiben am Boden

45 Modellflugpiloten zeigten anlässlich des zweitägigen Modellflugtages des Modellflugclubs Hohenahr bei teilweise ungünstigen Wetterbedingungen tolle Loopings.

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Modellflugpilot Manfred Wilde mit seiner 25 Jahre alten „Tiger Moth“, die sich im Landeanflug befindet.

Hohenahr. Am vergangenen Wochenende fand auf dem Fluggelände des Modellflugclubs Hohenahr in der Gemarkung Großaltenstädten die schon seit mehr als 30 Jahren zur Tradition gewordene Modellflugschau statt. Etwa 45 Modellflugpiloten waren vor Ort und zeigten beeindruckende Flugformationen.

Viele hatten etliche Kilometer Fahrstrecke auf sich genommen und waren gar von Köln und Reichshof angereist. Die Veranstaltung moderierte Marc Zartmann vom FSV „Glück Auf“ Ailertchen.

Viel Applaus erhielt Tobias Hennes vom Verein MFG Salzbödetal, der mit seiner MXS-R seinen dritten Flug bestritt. Dieser Flieger hat eine Spannweite von 2,15 Meter, einen sechs PS-Motor und verfügt über 7 Kilo Gewicht.

„Einfach Wahnsinn“, kommentierte Zartmann die Flüge von Holger Giersiepen vom Modellflugsportverein Haiger-Allendorf, der seinen Helikopter TDR Henseleit pfeilschnell auf 200 Stundenkilometer im Tiefflug brachte.

Einen tollen Kunstflug zeigte Rainer Kirch von der Modellfluggemeinschaft Salzbödetal mit seiner „Devil Diabolo“ mit 2,32 Meter Spannweite und einem Gewicht von zehn Kilogramm. Großvolumig mit einer Spannweite von drei Metern stellte sich das Modellflugzeug von Jan Dominik Will (Leihgestern) des Typs Extra 330 S dar, mit dem dieser seit fast 20 Jahren 3D-Kunstflüge absolviert.

Für Knut Vahrson vom VfL Wetzlar war der vergangene Sonntag nicht gerade ein Glückstag, denn nach einem zunächst geglückten Start, verlor er durch einen Absturz seinen 19 Jahre alten Modellflieger „Wonder“, ein Nurflügler, dem die Tragfläche abriss.

Der Rumpf mit dem Motor flog weiter und bohrte sich schließlich in das Erdreich. Vahrson erläuterte die Besonderheit seines Modells, das pfeilschnell gerade auch bei „Fuchsjagden“ im Modellflugsport eingesetzt werden konnte, um das Band des voraus fliegenden Modellflugzeuges zu erhaschen.

Eine beeindruckende Show zeigten Manfred Wilde mit seiner 25-jährigen „Tiger Moth“, einem Doppeldecker mit 2,70 Meter Spannweite, und Oliver Paul mit seiner „Ultimate“ mit einem Gewicht von 8,5 Kilogramm. Die „Ultimate“ verfügt zudem über eine Smokeanlage, bei der Öl in den Auspuff einfließt und während des Flugs Rauch abgibt.

Beide Modellflugpiloten gehören dem gastgebenden Verein an.

Große Anspannung herrschte unterdes bei den jüngsten Besuchern, denn Vorsitzender Bernd Peter hatte den Big Lift Multiplex (Baujahr 1975/1976) startklar gemacht, um damit eine Ladung Bonbons abzuwerfen. Das kleine Bauwerk hatte jedoch Startschwierigkeiten und spannte manchen auf die Folter. Kontaktspray war die Lösung, und der Big Lift startete und warf seine „kostbare Fracht“ zur Freude der Kinder über dem Fluggelände ab.

Moderator Zartmann erläuterte den Zuschauern dann die besonderen Qualitäten eines Modellflugpiloten, die sich in guter Fingerfertigung gepaart mit guter technischer Versiertheit zeige und bei dem die Angst vor dem Verlust des Materials eher eine untergeordnete Rolle spiele.

von Helga Peter

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