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Den eigenen Körper wahrnehmen

„Aktiv-Wochen 50plus“ Den eigenen Körper wahrnehmen

Yoga dient der Stressbewältigung und ­Entspannung. Von der ­Wirkung überzeugten sich am Mittwochnachmittag ältere Menschen mit Einschränkung beim Stuhl-Yoga.

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Yoga-Kursleiterin Monika Wack (Zweite von rechts) absolvierte die Übungen mit den Kursteilnehmern zusammen.

Quelle: Jannis Kuhl

Bad Endbach. Wenn die „Bad Endbacher Aktiv-Wochen 50plus“ laufen, sind die Angebote stets gut besucht. So auch der Kurs „Yoga-Therapie auf dem Stuhl“. In den 1980er-Jahren entwickelte Erika Hammerström die neue Yoga-Form für diejenigen, die nicht mehr auf der Matte am Boden üben können.

Zu Beginn entspannen sich die Teilnehmer in einem der Massageräume der Rheumaklinik. Vor dem Übungsraum stehen etliche Schuhpaare fein säuberlich aufgereiht. Im Raum sitzen die Teilnehmer in einem Kreis – barfuß oder mit Socken – in der Mitte steht eine Vase mit frischem Grün, aus der Stereoanlage klingt Entspannungsmusik – aber nur leise.

Kursleiterin Monika Wack stellt die Teilnehmer mit Atem- und Meditationsübungen darauf ein, die eigene Körperwahrnehmung und das Körpergefühl zu verbessern. Anschließend folgen Dehn- und Streckübungen. Die Teilnehmer sitzen auf ihren Stühlen, die rechte Hand liegt auf dem linken Bein, der linke Arm wird in einer fließenden, aber langsamen Bewegung über den Kopf geführt, sodass sich der Körper nach rechts leicht biegen kann.

Einmal quer durch den Landkreis

Auf diese Weise wird die Wirbelsäule gestreckt, der Körper stellt sich darauf ein, dass er aktiv werden soll. Auch die Atmung ist wichtig und der Blick nach innen – „fühlt in euch hinein“, vermittelt Wack. Die Entspannungsmusik läuft während der Übungseinheiten weiter. Durch das geöffnete Fenster dringt hin- und wieder lauter Krach, der die Teilnehmer zusammenzucken lässt, doch schnell finden sie sich wieder in die Übung ein.

Eine der Teilnehmerinnen hat einen weiten Weg auf sich genommen. Sie kommt aus Niederwald und ist voll bei der Sache. Auch die anderen recken und strecken sich – so weit es ­ihnen möglich ist. Der Bundesverband der Yoga­lehrenden in Deutschland (BDY) hält Yoga für geeignet, um unter anderem auch die Beweglichkeit zu fördern. „Selbst die Linderung gesundheitlicher Beschwerden wie Rücken-, Kopf- oder Nackenschmerzen, Bluthochdruck oder Schlafstörungen sind belegt“, heißt es in einer Pressemitteilung.

Die Teilnehmer legen für eine weitere Übung eine Matte hinter den Stuhl und stellen sich darauf. Sie umfassen die Lehne, beugen sich langsam nach vorne und wieder zurück. Auch bei dieser Übung kommt es auf die richtige Atmung an.

von Silke Pfeifer-Sternke

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