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Den Berufsstart erfolgreich meistern

„bsj“ startet Projekt für Jugendliche Den Berufsstart erfolgreich meistern

Mit „WG: Stadt, Land, Job“ will der Verein „bsj“ sozial benachteiligte Jugendliche des ländlichen Raums beim Übergang von der Schule in den Beruf unterstützen. Die Stiftung „MitMenschen“ gibt dafür 10.000 Euro.

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Bei der Übergabe eines überdimensionierten Schecks in Höhe von 10 000 Euro freuten sich (von links) Spendenübergabe der Stiftung „MitMenschen“ für den Marburger Verein „bsj“ in Weidenhausen (von links): Uwe Pöppler (Leiter Fachbereich Familie, Jugend und Soziales beim Kreis), Bernd Michael Matt (Vorstand Stiftung MitMenschen), Simona Lison (Projektleiterin bsj), Kristina Blackert (Vorstand Stiftung MitMenschen), Patrick Schmidt (Verein bsj), Landrätin Kirsten Fründt und bsj-Geschäftsführer Jochem Schirp.

Quelle: Klaus Peter

Weidenhausen. In der Weidenhäuser Bildungsstätte des Vereins zur Förderung bewegungs- und sportorientierter Jugendsozialarbeit (bsj) ging die Spendenübergabe über die Bühne. Kristina Blackert und Bernd Michael Matt vom Vorstand der Stiftung „MitMenschen“ der PSD Bank Hessen-Thüringen überreichten bsj-Geschäftsführer Jochem Schirp sowie Mitarbeitern des Vereins einen Scheck in Höhe von 10.000 Euro.

Es sei ein besonderes Anliegen seiner Stiftung, gezielt gemeinnützig tätige Organisationen und Einrichtungen zu unterstützen, die Projekte für benachteiligte Jugendliche vorhalten, sagte Matt. Damit sollen junge Menschen unterstützt und gefördert werden, die ohne gezielte Hilfe weder einen Schulabschluss noch eine Lehrstelle finden, wodurch der Weg in eine positive Zukunft versperrt wäre. Seit 2006 habe die Stiftung Projekte des „bsj“ mit insgesamt 139.500 Euro unterstützt.

Innovative und ungewöhnliche Hilfe

Laut Jochem Schirp betreut der „bsj“ im Landkreis 40 Schulen im Rahmen der „Lebensweltorientierten Schulsozialarbeit“. Die Spenden der Stiftung sollten dazu beitragen, jungen Menschen in schwierigen Lebenssituationen zu helfen. So würden Jugendliche, die dem schulischen Leistungsdruck nicht gewachsen seien, eine gezielte und zusätzlich soziale und pädagogische Betreuung geboten, um sie für den notwendigen Schulabschluss zu qualifizieren. Auch werde Heranwachsenden mit einem Migrationshintergrund geholfen, sich erfolgreich in der Gesellschaft zu integrieren.

„Diese Spende ermöglicht uns ein Projekt, von dem wir uns in der Zukunft sehr viel im Hinblick auf einen erfolgreichen Übergang Jugendlicher von der Schule in den Beruf versprechen“, sagte Projektleiterin Simona Lison. „WG: Stadt, Land, Job“ – WG steht für Wohngemeinschaft – werde auf innovative und ungewöhnliche Weise versuchen, sozial benachteiligte Jugendliche aus dem ländlichen Raum im Bereich beruflicher Anforderungen wie Mobilität, Flexibilität und Sozialkompetenzen zu stärken und ihre Schlüsselqualifikationen zu fördern.

In ein- bis zweiwöchigen, von ihnen gemeinsam mit Pädagoginnen konzipierten WG-Projekten im städtischen Raum – zum Beispiel in Frankfurt, Gießen oder Marburg – sollen die Jugendlichen weitgehend allein, ohne elterliche Dauerbehütung, den „Alltag bewältigen“.

Spende ermöglicht weiteres Projekt

Dafür ziehen sie in eine Wohngemeinschaft in einer fremden Stadt, strukturieren den Tagesablauf und die häuslichen Pflichten und gehen tagsüber verschiedenen Praktika oder sozialen Projekten nach. Das Projekt „WG: Stadt, Land, Job“ soll im kommenden Jahr angegangen werden.

„Mit diesem Geld kann ein Projekt umgesetzt werden, das Jugendliche in ihrer Selbstständigkeit, bei der Stärkung ihres Selbstbewusstseins sowie bei der Entwicklung von Schlüsselqualifikationen fördert“, freute sich auch Landrätin Kirsten Fründt (SPD) über die Spende der Stiftung.

von Klaus Peter

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