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Dekanats-Fusion ist beschlossene Sache

Landessynode Dekanats-Fusion ist beschlossene Sache

Laut Beschluss der Landessynode sollen die Dekanate Biedenkopf und Gladenbach zum Januar 2016 fusionieren.

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Die Synode der evangelischen Kirche in Hessen und Nassau beschloss am Samstag in Frankfurt die Neuordnung ihrer Dekanate. Somit kommt es zum Jahresbeginn 2016 zur Fusion der Dekanate Biedenkopf und Gladenbach. Foto: EKHN

Frankfurt. Der Zusammenschluss der beiden evangelischen Dekanate ist Bestandteil einer weitreichenden Gebietsreform, die die Synode der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) am Samstagmorgen in Frankfurt beschloss. Somit werden in den kommenden Jahren insgesamt 47 Dekanate zu 25 größeren Regionalverbünden werden. „Jetzt kommt zusammen, was zusammen gehört“, kommentierte der Gladenbacher Dekan Matthias Ullrich die Entscheidung der Landessynode.

Die Delegierten des „Kirchenparlaments“ votierten mit 89 Ja-Stimmen und 31 Nein-Stimmen bei 7 Enthaltungen auch für umstrittene Fusionen wie zum Beispiel im Raum Darmstadt. Auch in den Dekanaten Biedenkopf und Gladenbach, die seit 2006 in einer Arbeitsgemeinschaft verbunden sind, gab es kontroverse Diskussionen.

Neues Dekanat wird „Dekanat der Regionen“

Vor allem in den Kirchengemeinden des Oberen Edertals als den nördlichsten der EKHN und jenen bei Wetzlar, im Süden des Dekanats Gladenbach, gab es Befürchtungen unter anderem wegen der künftig langen Wege, die die Arbeit erschweren könnten. Um solchen Zentralisierungs-Sorgen zu begegnen, soll das neue Dekanat ein „Dekanat der Regionen“ werden.

Die neuen Gebilde sollen angesichts rückläufiger Mitgliederzahlen „einen flexibleren Spielraum und mehr Möglichkeiten für engere regionale Kooperationen“ ermöglichen, um die Arbeit in den Gemeinden zu unterstützen, so EKHN-Kirchenpräsident Dr. Volker Jung: „In der EKHN verstehen wir Dekanate nicht als Verwaltungsräume, sondern als Gestaltungsräume kirchlichen Lebens“, sagte er zur Dekanats-Neuordnung. Mit der Fusion entsteht aus den Dekanaten Biedenkopf und Gladenbach ein Gebiet, das vom schon in Nordrhein-Westfalen liegenden Hallenberg bis hin zu den Kirchengemeinden Waldgirmes, Hermannstein und Naunheim bei Wetzlar reicht und in etwa die historischen Dimensionen des ehemaligen Landkreises Biedenkopf abbildet.

Historische und theologische Gemeinsamkeiten

„Nicht nur geschichtlich, sondern auch theologisch passen die Gemeinden der beiden lutherisch geprägten Dekanate zusammen“, sagte Ullrich. Die Gemeinsamkeiten seien zum Beispiel durch die vor zwei Jahren beschlossenen theologischen Leitlinien zum Ausdruck gekommen, erklärte er: „Ich halte das für eine richtige und gute zukunftsweisende Entscheidung!“

Pfarrer Gerhard Failing, Dekan des evangelisch-lutherischen Dekanats Biedenkopf und eines der 152 Mitglieder der Landessynode, lobte die offene und ehrliche Diskussion, in der auch die Bedenken zur Sprache gekommen seien. „Der Respekt vor den unterschiedlichen Positionen ist spürbar gewesen, es gab keine Sieger und Verlierer“, berichtete er aus Frankfurt.

Jetzt komme es darauf an, dass alle konstruktiv an der Umsetzung des Synodenbeschlusses arbeiten und gute Lösungen für ihre Regionen entwickeln, erklärte Failing. Eine Klausurtagung beider Dekanats-Synodalvorstände zum Erstellen eines „Fahrplans“ sei verabredet. Dank der seit acht Jahren praktizierten Arbeitsgemeinschaft gebe es schon eine enge Zusammenarbeit, zum Beispiel bei der Bildungs-, der Ökumene- und der Öffentlichkeitsarbeit.

nKlaus Kordesch ist für Öffentlichkeitsarbeit der evangelischen Dekanate Gladenbach und Biedenkopf zuständig.

von Klaus Kordesch

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