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Scherbenhaufen statt Spielplatz

Thema Videoüberwachung Scherbenhaufen statt Spielplatz

Statt spielender Kinder durchsieben Bauhofmitarbeiter den Sand nach Scherben. Das soll ein Ende haben. Gegen die missbräuchliche Nutzung des Spielplatzes in der „Grünen Mitte“ will die Gemeinde härter vorgehen.

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Die Hinterlassenschaften von Treffen auf dem Spielplatz „Grüne Mitte“ sind immer häufiger in ganzer oder zerbrochener Form aufzufinden.

Quelle: Gianfranco Fain

Dautphe. Von „klaren Worten“ über eine Strafanzeige bis hin zu einer Videoüberwachung des Spielplatzes in der „Grünen Mitte“ Dautphetals ist laut Bürgermeister Bernd Schmidt alles denkbar, was zu einer Änderung der Situation führt. Anlass ist die jüngster Zeit zunehmende missbräuchliche Nutzung des Spielplatzes, dessen Beweise fast tagtäglich vorwiegend um und im Unterstand zu sehen sind: leere Flaschen, Glasscherben, Zigarettenkippen und gar Feuerwerksüberreste sowie Schmierereien an der Holzeinfassung.

Die Folge sind immer häufigere Beschwerden von Eltern, die um die Gesundheit ihrer Kinder fürchten sowie kostspielige Einsätze von Bauhofmitarbeitern, um die Hinterlassenschaften zu beseitigen.

Im Verdacht, die Verursacher zu sein, stehen Jugendliche oder junge Heranwachsende. Die will die Gemeindeverwaltung auch nicht vertreiben, wurde der Platz doch als Treffpunkt für Jung und Alt konzipiert, soll ­eine integrierende Wirkung ­haben. Doch: „Wer den Platz benutzt, sollte­ ihn auch so verlassen, wie er ihn vorgefunden hat“, lautet die Mindestanforderung des Bürgermeisters.

Das ist zunehmend nicht der Fall. Verschmutzung und Beschädigungen ärgern die Nutzer und auch die Gemeinde. Der ehrenamtliche Betreuer des Spielplatzes rief vor Kurzem gar die Polizei zu Hilfe, damit wieder Ordnung auf dem Platz herrschte. Ermittelt wurden die Verursacher bisher jedoch nicht. Deshalb appelliert der Bürgermeister an die umliegenden ­Bewohner der Häuser, Spaziergänger oder auch Besucher des Spielplatzes Zivilcourage zu zeigen, ohne sich selbst zu gefährden.

„Wem etwas auffällt, sollte uns die Namen der Verursacher melden“, sagt Schmidt. Den Rest übernehmen dann die Mitarbeiter der Gemeinde, wobei für Schmidt ein klärendes Gespräch den Vorzug vor einer Strafanzeige hätte. Doch wenn gar nichts hilft und auch keine Hinweise aus der Bevölkerung kommen, ist auch eine Video-Überwachung des Spielplatzes­ denkbar. Die Voraussetzungen­ dafür würden von den Mitarbeitern der Gemeindeverwaltung gerade geprüft.

von Gianfranco Fain

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