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Skiclub macht 
„Dautphe great again“

Winterball Skiclub macht 
„Dautphe great again“

Die Premiere des Dautpher Winterballs war ein Höhepunkt der Unterhaltung im Hinterland. Neben Musik und Tanz wurde auch Politisches ­geboten.

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Wer hätte das gedacht: Donald Trump (Stefan Schumann) hat im Dautpher Freibad sein Seepferdchen gemacht und kehrte zum Winterball in seine alte Heimat zurück.

Quelle: Sascha Valentin

Dautphe. Er ist da: Donald aus Amerika. Und er verspricht den Wiederaufbau vom Camp Freedom. Mit seinem Wintervergnügen macht der Skiclub „Dautphe great again!“. Und die Zuschauer sind begeistert.

Von den Tanztheater-Aufführungen des Skiclubs Dautphe der vergangenen Jahre sind die Besucher einen nicht unerheblichen Aufwand und vor allem beachtliche Qualität gewohnt. Was der Verein – und allen voran Conny Dönges – jedoch mit der Premiere seines Winterballs ablieferte, darf getrost als ein Höhepunkt der Unterhaltung im Hinterland bezeichnet werden. In dem mehr als zweieinhalbstündigen Programm nach den Besten zu suchen, um sie hervorzuheben, fällt schwer – war die gesamte Show doch ein einziges Highlight.

 
 
  Die „Little Genius“ eröffneten den Winterball mit einer Choreographie aus dem Disney-Film „Die Eiskönigin“. Foto: Sascha Valentin  

Das fing schon mit dem Einzug Donald Trumps durch die Zuschauerreihen an, der seinem alten Bürgermeister-Kumpel „Bernie“ nicht nur eine Frau aus „russischen Restbeständen“ versprach, sondern auch das „Camp Freedom“ wieder aufbauen lassen will – was die Silberger dann bezahlen.
Stefan Schumann, der in die Rolle des „trumpelnden“ US-Präsidenten geschlüpft war, brillierte später noch als frauenverstehender Manta-Fahrer, niederländische Bachelor-Version und kosmopolitischer Europäer, der „Rote Lippen soll man küssen“ gleich in sieben verschiedenen Sprachen sang. Einfach herrlich!

Ebenso tolle Vorstellungen lieferten „Dick und Doof“, Dirk Hilberg alias „Mr. Speechless“ mit einem irrwitzigen pantomimischen Parforceritt oder die Mitglieder der Tanzgruppe „Diversity“ auf ihrer Suche nach dem passenden Mann ab. Und zwischendrin stellten ­Tiffy Pohl ihr Gesangstalent und die Blues Brothers ihre mitreißende Wirkung auf das Publikum unter Beweis.

„Es ist toll, wie Jung und Alt zusammenarbeiten“, freute sich Conny Dönges, die zum großen Teil hinter den Choreographien des Winterballs steht. Auch wenn es anstrengend gewesen sei, sei es doch ein riesiges Vergnügen gewesen, jede Woche mit den Akteuren zu proben.

 
Die „Diversity“-Tänzerinnen begaben sich ganz offen auf Männersuche – und wurden offensichtlich auch fündig. Foto: Sascha Valentin
 
  Die „Diversity“-Tänzerinnen begaben sich ganz offen auf Männersuche – und wurden offensichtlich auch fündig. Foto: Sascha Valentin  

Das Ergebnis begeisterte die gut 500 Besucher des Balls. Denn die Tanzgruppen zeigten Choreographien, die staunende Zuschauer zurückließen. Egal ob die „Little Genius“ mit ihrem Tanz zum Disney-Film „Die Eiskönigin – Völlig unverfroren“, der getanzte Streetfight der „Bubbles“ oder die Gute-Laune-Parade der Gruppe „Liberty“ zu Justin Timberlakes „Pocketful of sunshine“ – jede Gruppe überzeugte mit einer beeindruckenden Vorstellung, die förmlich spüren ließ, wie viel Herzblut dahinter steckt.

Und dennoch gab es zwei Leistungen, die alles andere übertrafen: Angela Bernhardt und Sarah Achenbach sowie die Gruppe „Diversity“ zeigten mit ihren spektakulären Performance-Dance-Einlagen Leistungen, wie es sie in dieser Form im Hinterland bislang noch nicht gegeben hat. Vor allem die „Diversity“-Tänzerinnen pressten ihre Zuschauer mit einer visuellen Reizüberflutung in die Sitze und setzten dem rundum gelungenen Winterball die glanzvolle Krone auf.

von Sascha Valentin

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