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Deutsche U-23-Meisterschaft in Dautphe

Radsportgemeinschaft Buchenau Deutsche U-23-Meisterschaft in Dautphe

Die Radsportgemeinschaft Buchenau stellte während ihrer Mitgliederversammlung die Weichen für die nationalen Titelkämpfe in Dautphe. Fachwarte und Vorsitzender ließen aber auch Kritik laut werden.

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 treiben ihr Unwesen

Im Mai kämpfen die besten deutschen U-23-Straßenfahrer in Dautphe um Meisterehren.

Quelle: Michael Hoffsteter

Buchenau. „2017 wird ein ganz besonderes Jahr“, betonte Vorsitzender Roland Wagner in seiner Begrüßung. Dabei spielte er auf die Deutsche Straßenmeisterschaft U 23, welche die RSG im Auftrag des Bunds Deutscher Radfahrer (BDR) in Dautphe am 21. Mai ausrichten wird. „Das ist sicherlich das Höchste an Veranstaltungen, das wir hier durchführen können“, sagte der Hatzfelder nicht ohne Stolz. Und es sei eine „besondere Wertschätzung“.

Einher gehe die Ausrichtung der Veranstaltung, zu der bis zu 140 Radsportler erwartet werden, aber mit viel Arbeit und finanzieller Belastung für den Verein. Bis zu 25.000 Euro investiert die RSG in die DM. „Noch haben wir nicht alles zusammen, aber wir sind guter Dinge“, betonte Wagner.

Schulz fordert mehr Teilnahme an Wettkämpfen

Ein Dorn im Auge ist sowohl dem Vorsitzenden als auch den Fachwarten für Rennsport (Andreas Schulz), Radtouren (Wolfgang Achenbach) und die ­Jugendarbeit (Armin Zürcher), dass die Gemeinschaft der Gruppe seit Jahren immer wieder schrumpft. Zwar sei die Mitgliederentwicklung mit acht Neuzugängen im Vorjahr positiv, allerdings hapere es an der Bereitschaft, gemeinsam zu fahren oder als Helfer präsent zu sein, beklagte der Vorstand.

Andreas Schulz sprach von ­einer Saison 2016, die aus „Licht und viel Schatten“ bestanden habe. „Es gab Rückgänge in allen Bereichen“, sagte er. „Am deutlichsten sichtbar wird es im alltäglichen Training. Die ­gemeinsamen Trainingsausfahrten am Mittwoch und Samstag werden von erheblich weniger Fahrern wahrgenommen als bisher.“ Dieser negative Trend setze sich nahtlos bei der Rennteilnahme fort – „und so bleiben auch die Ergebnisse aus.“

Die Anzahl der Gelben RSG-Trikots – unter anderem bei den Hessenmeisterschaften oder der Bezirksmeisterschaft-Straße – seien im Vorjahr enttäuschend gewesen. Schulz‘ Appell: „Wenn ich eine Lizenz löse, muss ich auch an Wettkämpfen teilnehmen.“

Der Fachwart und der Vorsitzende betonten, dass man wieder mehr zusammenrücken müsse und die „schöne und große Gemeinschaft nicht im Sande versickern lassen“ dürfe. „Es ist eine ganz einfache Gleichung“, sagte Schulz: „Mehr Teilnehmer – mehr Spaß, mehr Rennen – mehr Erfolg.“

Mitglieder bestätigen Vorstand einstimmig

Wolfgang Achenbach berichtete: „Die Anzahl der Trainingstermine, an denen RSG-Radler in Biedenkopf zum Training erschienen sind, kann man an einer Hand abzählen.“ Etwas besser besucht seien die gemeinsamen Ausfahrten ab Breidenbach. „Hier wird unsere kleine Gruppe zum Glück von Nicht-RSG-Fahrern verstärkt“, sagte der Fachwart.

Bei den Neuwahlen wurde der Vorstand einmütig in seinen Ämtern bestätigt. Einstimmig als neue Schriftführerin wurde Heidi Haffner gewählt. Sie ersetzt Björn Happel. Neben der Deutschen Meisterschaft plant der Verein unter anderem noch den „Großen Preis der RSG“ (9. April) und die vierte Hinterland Radtourenfahrt (RTF, 3. September).

Eine besondere Ehre wurde­ Ron Pfeifer zuteil. Andreas Schulz und Roland Wagner erinnerten an die Leistungen des Lokalmatadors, der im vergangenen September das Ende seiner Radsport-Karriere bekannt gegeben hatte. „Ron, Du hast viele Jahre die Geschichte des Vereins mitgeschrieben“, sagte der Vorsitzende über den Ex-Elite-Fahrer. „Du warst für uns alle hier ein Vorbild“, lobte Andreas Schulz in Richtung des 25-Jährigen.

„Ausreden gab es bei dir nicht. Du warst immer dabei, bist schon als Jugendlicher immer mit den Großen mitgefahren.“ Ab der Jugendklasse seien dann auch die ersten großen Erfolge, wie der Sieg am Henninger Turm und beim Sichtungsrennen zur Bildung der U-19-Nationalmannschaft in Hildesheim, hinzugekommen. Dann habe Ron Pfeifer aber auch immer wieder Pech gehabt, unter anderem bei seiner WM-Teilnahme, bei der ein Virus nahezu das gesamte deutsche Fahrerteam lahmlegte oder bei einem schweren Sturz. „Letztlich reichte es nicht für den allerletzten, den allergrößten Schritt“, bilanzierte Schulz.

Während der Mitgliederversammlung sagte Pfeifer, zu Tränen gerührt von der Auszeichnung: „Ich danke euch allen. Ihr habt mich immer unterstützt und mich gepusht.“

von Christian Röder

Die RSG Buchenau hat einen neuen Vorstand: Heidi Haffner (von links), Timo Klatte, Andreas Schulz, Roland Wagner, Armin Zürcher, Jutta Keppler und Wolfgang Achenbach. Foto: Christian Röder
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