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Ein Prosit auf das Ehrenamt

Ortsbeirat Wolfgruben Ein Prosit auf das Ehrenamt

Mehr als 800 Euro aus der Ehrenamtspauschale hatte der Ortsbeirat Wolfgruben zur Verfügung, um ehrenamtlich Tätigen Danke zu sagen. Und das hat das Gremium nun ­getan.

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Wolfgrubens Ortsbeirat verteilte die Ehrenamtspauschale an Familie Brühl, Gerhard Pitzer, die Burschenschaft, die evangelische ­Kirchengemeinde und den Kultur- und Heimatverein. Angestoßen wurde darauf mit einer Flasche Sekt.

Quelle: Christian Röder

Wolfgruben. Bei der Ehrenamtspauschale handelt es sich um Geld, das den Gemeinden bereits Anfang dieses Jahres vom Landkreis zur Verfügung gestellt wurde. Die Gemeinde Dautphetal erhielt so rund 12.000 Euro, die sie an ehrenamtlich Tätige ausschütten muss.

In Dautphetal entschied die Gemeindevertretung, dass jeder der zwölf Ortsteile einen Sockelbetrag von 500 Euro erhält. Hinzu kommt ein Betrag, der sich nach der Anzahl der Einwohner des Ortsteils richtet. Wer genau mit einem Teil des Geldes bedacht werden soll, das entscheiden in der Gemeinde die jeweiligen Ortsbeiräte.

Das Gremium in Wolfgruben entschied sich dafür, die ihnen zustehenden 814,96 Euro an insgesamt fünf Personen, Vereine und Initiativen auszuschütten.

„Der Ortsbeirat möchte Initiativen würdigen und sich bei allen für ihre Bemühungen bedanken, die sich seit vielen Jahren für die Gemeinschaft und das Allgemeinwohl im Ort eingesetzt haben“, erklärte Ortsvorsteher Harald Fett in der jüngsten Sitzung des Gremiums. Über die Verteilung hatte das Ortsbeiratstrio zuvor in nicht-öffentlicher Sitzung entschieden. Das Geld ging an diese Empfänger:

Ursula und Friedel Brühl: Laut Ortsvorsteher Harald Fett kümmert sich die Familie Brühl schon seit rund 30 Jahren um den Fußweg am Stücksacker. Im Winter wird Schnee geschippt und Salz gestreut; in Frühling und Sommer beseitigen die Brühls Unkraut und Grünwuchs. „Wir sind froh, dass diese Privatinitiative vorhanden ist, sonst müsste alles über die Gemeinde laufen, was sich schwierig gestalten könnte“, führte Fett aus.

In den Sommermonaten kümmern sich Friedel und Ursula Brühl um die Blumenschale, die am Kriegerdenkmal von der Gemeinde aufgestellt wird. „Sie passen auf, dass nichts geschieht und gießen die Blumen“, lobte der Ortsvorsteher.

Gerhard Pitzer: Seit der Kultur- und Heimatverein die ­Aufstellung öffentlicher Sitzbänke im Frühjahr und das ­Wiedereinholen der Bänke im Winter organisiert, ist Gerhard Pitzer dabei, sagte Harald Fett. Pitzer stelle dafür Jahr um Jahr seinen Traktor samt Anhänger zur ­Verfügung. „Durch die Zuteilung der ­Ehrenamtspauschale haben wir nun die Möglichkeit, ­einen Zuschuss für die ­Dieselkosten zu übergeben“, sagte Fett im Namen des Ortsbeirats.

Die Burschenschaft: Besonders freute sich Ortsvorsteher Fett, einen Teil des Geldes an die junge Generation zu geben. Die Wolfgrubener Burschenschaft pflege den Park, schneide Büsche und mähe das Gras. „Der Ortsbeirat bedankt sich bei allen jungen Leuten für diesen Einsatz“, sagte Fett. Mit dem Geld könne beispielsweise Arbeitsgerät angeschafft werden.

Die evangelische Kirchengemeinde:

Hier hob Ortsvorsteher Fett insbesondere die Jugendarbeit in Form der jährlichen Kinder-Bibel-Ferienwoche in Wolfgruben hervor. „Circa 80 Kinder und Jugendliche bekommen hier eine Woche lang eine Einweisung in die christlichen Grundwerte“, sagte er. „Dies bedingt einen mächtigen Aufwand an freiwilligen Helfern.“ Es sei eine der größten Veranstaltungen für Kinder- und Jugendliche in dem Dautphetaler Ortsteil, weswegen auch die Kirchengemeinde einen Teil des Geldes erhalten solle.

Der Kultur- und Heimatverein: Der Verein, sagte Ortsvorsteher Fett, könne das Geld sicher gut für Materialanschaffungen betreffend der Schutzhütte gebrauchen. „Ich denke, wir haben eine der schönsten Schutzhütten im Kreis. Darauf können wir alle stolz sein. Die Pflege ist aber auch sehr kostenintensiv, weshalb das Geld hier gut angelegt ist.“

Die Besonderheit: „Von dem Betrag haben wir zunächst 100 Euro auf Eis gelegt“, erklärte Fett. Wird dieser nicht in der nächsten Zeit für einen anderen ehrenamtlichen Zweck benötigt, bekomme ihn dann auch der Kultur- und Heimatverein ausgezahlt.

von Christian Röder

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