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Kegelbahn soll Büro weichen

Ortsbeirat Mornshausen Kegelbahn soll Büro weichen

Ganz zufrieden mit dem gemeindlichen Haushalt für 2017 ist der Ortsbeirat Mornshausen nicht. Dennoch hatte er dem Zahlenwerk einstimmig zugestimmt.

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Der Ortsbeirat Mornshausen will in den nächsten Wochen ein Konzept erarbeiten, wie der frei werdende Raum der Kegelbahn künftig genutzt werden soll.

Quelle: Sascha Valentin

Mornshausen/D.. Die Vorlage des Dautphetaler Gemeindehaushalts birgt für Mornshausen einige Ungereimtheiten. Auf Unverständnis stößt bei Ortsvorsteher Friedemann Leinweber das Missverhältnis der Verteilung der Gelder unter den verschiedenen Ortsteilen.

„Holzhausen bekommt fast ­eine Million Euro und wir nicht mal 100.000 Euro“, stellte er fest. Außerdem seien die meisten Investitionen für Mornshausen erst nach dem Jahr 2020 vorgesehen. Das sei schon ein wenig schade, betonte Leinweber.

Für dieses Jahr ist unter anderem die Fertigstellung der Straßen „Im Tal“ und Tannenweg vorgesehen, für die die Mittel bereits im vergangenen Jahr bereitgestellt wurden. Außerdem soll die defekte Heizung in der Friedhofskapelle erneuert werden. Die derzeitige Heizungssituation in der Friedhofshalle sei jedenfalls nicht länger tragbar und müsse baldmöglichst behoben werden, betonte der Ortsvorsteher.

Auch Burkhard Müller reagierte mit Unverständnis auf die Verteilung der Mittel. Andere Ortsteile erhielten mehrere Hunderttausend Euro, um ­ihre Dorfgemeinschaftshäuser zu sanieren, betonte er, während Mornshausen dies zu einem großen Teil in Eigenleistung und mit 20.000 Euro aus dem Dorffest erledigt habe.

„Das sollte uns aber nicht ­davon abhalten, künftig keine­ ­Eigenleistung mehr zu erbringen“, wandte Stefan Schumann ein. Vielmehr müsse man stolz darauf sein, dass in Mornshausen angepackt werde. Zu den Investitionswünschen des Ortsbeirates gehört auch die ­Instandsetzung des Wegs zum Sportplatz. Hier stellte Kurt Lenz klar, dass es sich dabei nicht nur um die Zufahrt zum Sportplatz handele, sondern auch um ­einen wichtigen Feld- und Wirtschaftsweg.

 Bürger können während Ortstermin Vorschläge äußern

Außerdem erinnerte er daran, dass sich der Weg Ende der 70er-Jahre in tadellosem Zustand befand. Die erheblichen Schäden seien durch den Schwerverkehr zur ehemaligen Erddeponie verursacht worden. Bürgermeister Hans Hauswirth (CDU) habe ihm damals versprochen, nach Ende der Arbeiten an der Deponie den Weg wieder herzurichten. Das sei aber leider nie geschehen, betonte Lenz.

Ein weiterer Wunsch des Ortsbeirats besteht im Umbau der Kegelbahn im Dorfgemeinschaftshaus. Hier sollen unter anderem ein Stuhllager sowie ein Ortsvorsteher-Büro angelegt werden. Leinweber schlug zudem vor, das letzte Stück der Kegelbahn komplett abzureißen und dafür auf dem Außengelände einige zusätzliche Parkplätze einzurichten.

Hier will der Ortsbeirat in nächster Zeit aber noch einmal zu einem Ortstermin einladen, damit auch die Bürger als Nutzer des DGH ­ihre Ideen für eine Gestaltung mit einbringen können. Kurt Lenz regte darüber hinaus an, im Zuge der Umgestaltung des DGH auch einen WLAN-Zugang einzurichten. Dieser werde bei Veranstaltungen immer wieder benötigt.

von Sascha Valentin

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