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Mehr Freude beim Träumen

Trachtenvereinigung Mehr Freude beim Träumen

Jede Menge Schweiß floss während eines Tanz-Workshops der Hessischen Vereinigung für Tanz- und Trachtenpflege (HVT). Die Teilnehmer kamen aus dem ganzen Hinterland und darüber hinaus.

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„Alles Walzer“: Die ersten Versuche in der Reihe.

Quelle: Erich Frankenberg

Dautphe. „Grundschritte und mehr“ – das sollte das Seminar vermitteln. Und Klaus Müller, Volkstänzer aus Leidenschaft und langjähriger Tanzleiter, zog die elf Teilnehmer von der ersten Minute an in seinen Bann. Beim Gehen, beim Hüpfen, bei den Seitschritten und dem Klatschen wurde den Tänzern erst nach und nach klar, dass sie sich dabei sehr intensiv bewegten.

Aus Allendorf, Dautphe, Amöneburg, Wallau, Buchenau, Breidenstein und dem Ebsdorfer Grund waren die zwischen 21 und 77 Jahre alten Tanzinteressierten angereist.

Klaus Müller verstand es, die Tänzer vom Einfachen zum Schweren zu führen. Spielerisch lernten sie, dass beim „Träumen mit den Füßen“, wie Tänzer es oft beschreiben, über ihr Gefühl beim Bewegen zur schwungvollen, rhythmischen Musik, Bewegung und Koordination, Balance und Feinmotorik geschult wird und damit fit hält. Die Teilnehmenden erlebten, dass das gemeinsame Tanzen kommunikativ ist und das Verständnis innerhalb der Gruppe fördert.

Im Laufe des Nachmittages wurden die Geduld und die Toleranz im Umgang miteinander gestärkt, man am Ende stolz auf gemeinsam erlernte Tanzschritte ist. Müller sprach auch über die nötige Schuhauswahl, animierte die Tänzer, mit Stöcken den Takt zur laufenden Musik zu schlagen und erläuterte Wissenswertes über den Volkstanz. Nachdem die ersten Schritte erlernt waren, widmete sich der Tanzleiter dem Erlernen der Polka und des Walzers.

Kindergärtnerin holt sich Anregungen

Wobei Müller erläuterte, dass der „Volkstanzwalzer“ sich vom Walzer aus den Standardtänzen wesentlich unterscheidet; wie überhaupt die Volkstänze anders als die Standard- und Lateinamerikanischen Tänze sind. In allen Ländern erzähle der Volkstanz eine landestypische Geschichte, sei es zur Jagd die Arbeit oder zum menschlichen Zusammenleben. Die Tänze gäben jeder Region ein Gesicht und ein Stück Identität, erklärte Müller.

So unterschiedlich wie die Herkunft und das Alter der ­Seminarteilnehmer, so vielfältig waren auch die Beweggründe der Anmeldungen. Heike Olbert arbeitet im Kindergarten „Mäuseburg“ in Dautphe und wollte sich Anregungen für ihre tägliche Arbeit holen. Bisher hat sie mit den Kleinsten nur „moderne Tänze“ getanzt.

Bernd Seibel, aktiver Standard- und Latein-Tänzer wollte seinen tänzerischen Horizont erweitern. Hans Lemmer aus Hachborn dagegen hat in seiner Jugend schon einmal bei der Landjugend getanzt und wollte dies wieder einmal auffrischen. Die jüngsten Teilnehmer – Christiane Wilak und Christian Schmelzer aus Buchenau – wollten einen Walzer für ihre Hochzeit erlernen.

Henner Bösser, Vorstandsmitglied im Bezirk Mitte der HVT, zog ein positives Resümee des Seminars in der Hinterlandhalle. Mit der Öffnung des Seminarangebotes für alle Interessierten sei man auf einem guten Weg, den Volkstanz noch mehr gesellschaftsfähig zu machen.

von Erich Frankenberg

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