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Lea ist das Gesicht des Projekts

„Sport inklusiv“ Lea ist das Gesicht des Projekts

Noch bis zum 19. November gibt es im Deutschen Sport & Olympia Museum eine Ausstellung mit inklusivem Schwerpunkt. Vom überlebensgroßen Plakat lacht den Betrachtern eine Schülerin aus dem Landkreis entgegen.

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Vor dem Plakat zur Ausstellung „Gewinner sind wir alle“ (von links): Bernhard Conrads, Max Schroeder, Lea Post, Florian Conrads und Andreas Bister.

Quelle: privat

Köln. Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen Arbeiten qualifizierter Fotografen mit und ohne Behinderung. Dazu zählen auch die aus Marburg stammenden Fotografen Florian Conrads und Max Schroeder. Lea Post, Schülerin der Hilda-Heinemann-Schule in Hommertshausen, wurde für das Titelfoto des gesamten Ausstellungs- und Aktionsprogramms auswählt.

Die Fotografie entstand während der Landesspiele von Special Olympics in Marburg im Jahr 2015 im Georg-Gaßmann-Stadion. Laut Pressemitteilung zeigt das Bild von Florian Conrads „die ganze Freude und Begeisterung, die Menschen mit geistiger Behinderung durch Sport erleben“. Das Projekt „Sport inklusiv: Gewinner sind wir alle!“ wurde gemeinsam geplant und realisiert von Special Olympics Deutschland (SOD), dem Deutschen Sport & Olympia Museum und dem Landesverband Spe­cial Olympics Nordrhein-Westfalen.

Texte zur Ausstellung in leichter Sprache verfasst

Damit wird erstmals der Sport von Menschen mit geistiger Behinderung in einem Museum gewürdigt. Max Schroeder und Florian Conrads präsentieren ihre Arbeiten zusammen mit Andreas Bister und Laura Hardy, beides Special-Olympics-Athleten sowie Jörg Brüggemann und Luca Siermann, beides Berufsfotografen.

Mehrere Aktionstage – insbesondere auf den Sportflächen des Museumsdaches der Kölner Einrichtung – begleiten die Ausstellung und bieten die Möglichkeit, Sport im Kontext inklusiver Begegnung zu erleben.

Diesen Dienstag, 7. November, steht zwischen 10 und 13 Uhr ein inklusiver Aktionstag zum Thema Basketball mit Turnier und Trainingsangebot an. Dies steht für persönliches Kennenlernen, Begegnung und gemeinsames Tun. Am Freitag, 17. November, gibt es zwischen 11 und 15 Uhr ein sportpolitisches Symposium.

Zum inklusiven Charakter gehört auch, dass die erläuternden Texte zur Ausstellung in leichter Sprache verfasst sind und an den Wochenenden sogenannte Tandems als Museumsführer agieren: Jeweils ein Mitarbeiter des Kölner Museums und ein Athlet mit geistiger Behinderung bilden ein Tandem und führen durch die Ausstellung.

Ausstellung bis 19. November geöffnet

„Menschen mit geistiger ­Behinderung sind nach wie vor erheblichen Vorurteilen ausgesetzt“, sagt der Marburger Dr. Bernhard Conrads, Erster Vizepräsident von Special Olympics Deutschland und Initiator des Projekts. „Auf jeden Fall zeigen unsere Athleten, dass sie Spaß haben am Leben – dass Sie nach vorne streben, dass sie Freude an Leistung haben, ohne maßlos verbissen zu sein, dass Sie Freude verbreiten und auch, dass sie gewinnen wollen. Dieses Menschen-Bild wollen wir zeigen.“

Wer die maßgeblich durch die Aktion Mensch geförderte Ausstellung besuchen will – und dies mit einem Besuch der Dauerausstellung zur Geschichte des Sports verbinden möchte – hat hierzu noch bis zum 19. November Gelegenheit.

  • Deutsches Sport & Olympia Museum, Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag, 9 bis 18 Uhr. Samstags, sonntags und an Feiertagen von 11 bis 19 Uhr. Weitere Infos unter: www.­sportmuseum.de.

von Christian Röder

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