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Neues Konzept für Dautpher Villa Bamberger

Lebenshilfe Neues Konzept für Dautpher Villa Bamberger

Die Villa Bamberger am Ortsrand von Friedensdorf könnte bald als Wohnhaus für Menschen mit Behinderung genutzt werden. Entsprechende Gespräche laufen.

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In der ehemaligen Villa Bamberger könnten demnächst Menschen mit Behinderung wohnen.

Quelle: Sascha Valentin

Dautphe. Die Stiftung, in deren Besitz sich das Gebäude befindet, hat der Lebenshilfe Marburg-Biedenkopf ein Angebot gemacht. Das teilte Vorstandsmitglied Horst Viehl während der Jahreshauptversammlung des Ortsvereins Biedenkopf mit. Demnach liefen derzeit Gespräche, und es werde geprüft, ob sich in dem Gebäude die Vorschriften der Baumindestverordnung umsetzen lassen. Die Nähe zum Wohnhaus Dautphe sowie den Hinterländer Werkstätten und der Tagesförderstätte sprächen für die Nutzung der Villa, sagte Viehl. Sollte es dazu kommen, würde dort eine intensiv betreute Wohngruppe mit bis zu acht Wohnplätzen entstehen, was den Standort Dautphe entlasten würde.

Ein ganzes Stück weiter gediehen sind laut Viehl Gespräche mit der Firma Krug Kunststofftechnik in Breidenbach. Die hat der Lebenshilfe angeboten, eine Außenarbeitsgruppe zu schaffen. Eine solche Gruppe, in der Menschen mit Behinderung in den normalen Arbeitsablauf des Betriebes eingebunden sind, existiert bereits seit mehreren Jahren erfolgreich bei der Firma GEA in Wallau. In Breidenbach wäre laut Viehl eine Umsetzung im Anschluss an die Sommerpause denkbar.

Zusätzlicher Raum für Tagesbetreuung in Dautphe

Auch der Umbau von Gebäuden nach Anforderungen des Brandschutzes beschäftigt den Verein. Große Teile der Hinterländer Werkstätten hätten über Monate einer Dauerbaustelle geglichen, berichtete Viehl. Mit der Fertigstellung der Arbeiten rechnet er im dritten Quartal dieses Jahres.

Keine Veränderungen sind im Wohnhaus Dautphe gefordert. Dennoch sollen hier im kommenden Jahr kleinere Verbesserungen zum Brandschutz erfolgen. Ab Anfang 2018 soll in jedem Fall ein zusätzlicher Raum für die Tagesbetreuung entstehen.

Fraglich ist dagegen, wie es mit dem Wohnhaus in Wallau weitergeht. Sollte dieses als Sonderbau für Menschen mit Behinderung eingestuft werden, wären erhebliche Investitionen in das Gebäude nötig, sagte Viehl. Der Betrieb des Hauses würde sich dann kaum noch lohnen.

Als erfreulich bezeichnete er, dass die Lebenshilfe seit dem vergangenen Jahr Mitglieder in die Behindertenbeiräte der Stadt Marburg und des Landkreises entsendet. Bisher sei das nicht der Fall gewesen. Die Arbeit dieser Vertreter wird durch die Aktion Mensch gefördert.
Weiter berichtete Viehl, dass ein Konzept für eine Schulassistenz erstellt wurde. Diese soll sich um Menschen mit Behinderung bereits im Schulalter kümmern.

Diskussion über Ämtervergabe

Viehl verwies auf das nächste Lebenshilfe-Forum, das am 29. September in Gladenbach stattfindet. Dabei handelt es sich um einen offenen Gesprächskreis, an dem alle teilnehmen können, die sich für die Arbeit der Lebenshilfe interessieren. Beim vorigen Forum dieser Art wurde seitens der Behinderten etwa festgelegt, dass die Mitarbeiter der Werkstätten und die Bewohner der Wohnhäuser als solche und nicht mehr als Betreute bezeichnet werden.

In einer weiteren Fragestellung ging es darum, dass auch die Lebenshilfe mit einem Problem konfrontiert ist, unter dem viele Vereine leiden: Es finden sich weniger Mitglieder, die bereit sind, Posten im Vorstand zu übernehmen. In der Diskussion stellten die Anwesenden fest, dass es mitunter einfacher sein kann, keine Ämter zu vergeben, sondern anstehende Aufgaben ihrer Funktion nach zu verteilen – zum Beispiel als Unterstützer bei dem Lese-Projekt, das regelmäßig in Dautphe durchgeführt wird. Indem sie sich für ein konkretes Ziel engagierten, könnten Personen unter Umständen besser an die Lebenshilfe gebunden werden.

von Sascha Valentin

Ehrungen
Für 50 Jahre Mitgliedschaft: Werner Schäfer. 40 Jahre: Christel Hainbach, Heinz Paul, Helga Runzheimer, Elli Schneider und Günter Thomas. 25 Jahre: Kurt Becker, Jürgen Blöcher, Eckhard Burk, Georg Febel, Siegbert Guhling, Albert Hedderich, Gudrun Herbener, Joachim Ohm-Winter, Christel Ullrich und Edith Weber.
Sigrun Werner ehrte die langjährigen Mitglieder der Lebenshilfe Wer
ner Schäfer, Helga Runzheimer, Heinz Paul, Christel Hainbach, Albert Hedderich und Eckhard 
 Burk. Foto: Sascha Valentin
 
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