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Kreisobstbautag erfährt Neuauflage

Kreisverband der Obst- und Gartenbauern Kreisobstbautag erfährt Neuauflage

Die Diskussionen um die Kassenführung und den Tag der Regionen standen im Mittelpunkt der Jahreshauptversammlung des Kreisverbands der Obst- und Gartenbauern.

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Der Kreisobstbautag 2014 in Breidenbach war der bislang letzte im Altkreis Biedenkopf. Dieses Jahr soll es eine Neuauflage beim Tag der Region in Gladenbach geben.

Quelle: Sascha Valentin

Friedensdorf. Die Posten des stellvertretenden Vorsitzenden und des Kassierers bleiben unbesetzt. Dem Kreisverband der Obst- und Gartenbauvereine (OGV) ist es erneut nicht gelungen, die vakanten Stellen in seinem Vorstand zu füllen.

„Im Kreisvorstand sind damit nur Marion Klein als Schriftführerin und ich als Vorsitzender zeichnungsberechtigt“, machte Ewald Achenbach in der jüngsten Mitgliederversammlung deutlich. Zwei Personen sei laut Satzung zugleich auch die Mindestzahl an Mitgliedern, die der Kreisvorstand haben muss. Da das Amtsgericht die Besetzung der beiden vakanten Ämter aber bereits angemahnt hat, hat sich der Vorstand nun zu einem ungewöhnlichen Schritt entschieden: Er will die Kassenführung künftig extern von einem Steuerbüro erledigen lassen.

Gerhard Linneborn, auch Mitglied des Obst- und Gartenbauvereins Niederdieten, hat sich dazu in der Sitzung bereiterklärt. Natürlich müsse er dafür eine Gebühr erheben, sagte­ Linneborn, die sich laut Gebührenordnung nach dem Umsatz des Klienten, in diesem Falle ­also des Kreisverbands, richtet. Linneborn geht dabei von jährlichen Kosten von knapp 100 Euro aus. Auf die Skepsis einiger Ortsvereinsvertreter, ob es für den Kreisvorstand denn zulässig sei, die Kassengeschäfte abzugeben, erwiderte Linneborn, dass schon mehrere Vereine, die sich in einer ähnlichen Lage befänden, dies so regelten. Auch Ewald Achenbach betonte, dass dem Vorstand diese Entscheidung durchaus zustehe.

Erich Donges in Vorstand gewählt

Da sich in der Versammlung aber Widerstand regte, riet Marion Klein zu einem Beschluss durch die Mitglieder. Diese stimmten dann auch mehrheitlich bei zwei Gegenstimmen für die Auslagerung der Kassengeschäfte.

Mit dieser Entscheidung sei zwar ein Teilproblem gelöst, die grundsätzliche Ursache, dass aus den Ortsvereinen niemand mehr bereit ist, ein Amt im Kreisvorstand zu übernehmen, bleibe jedoch bestehen, stellte der Kreisvorsitzende fest. Eine Ausnahme bildet Erich Donges vom OGV Biedenkopf. Er wurde während der Sitzung als weiterer Beisitzer in den Vorstand gewählt.

Dennoch verteile sich die anfallende Arbeit auf zu wenige Schultern, sagte Ewald Achenbach. Um Lösungen für dieses Dilemma zu suchen, das nicht nur die Obst- und Gartenbauvereine betrifft, will der Kreisverband nun eine Initiative starten, die sich gezielt mit dem Ehrenamt, dessen Bedeutung und seinen Zukunftsaussichten auseinandersetzt. Neben Ortsvereinen und Kreisverband soll dabei auch die Politik in die Diskussion einbezogen werden.

Marion Klein fordert neues Konzept

Ein weiteres Thema der Delegiertenversammlung war die Neuausrichtung des Kreisobstbautages. Weil sich auch hier kaum noch Vereine finden, die die Veranstaltung ausrichten, wurde im vergangenen Jahr angeregt, den Kreisobstbautag im Zuge des Tags der Region durchzuführen.

Dabei spiele nicht nur die ­Arbeitserleichterung eine Rolle,­ sondern auch die Außenwirkung, machte Marion Klein deutlich. Denn bei gutem Wetter werde der Aktionstag von bis zu 4000 Menschen besucht. So viele Besucher habe bisher wohl kein Obstbautag gezählt.

In diesem Jahr wird der Tag der Region am 1. Oktober in Gladenbach gefeiert. Dort ist bereits die Leinweber-Stube im Haus des Gastes für den Kreisverband reserviert. Damit einhergehend müsse aber auch ein neues Konzept ausgearbeitet werden, denn die 60 Quadratmeter bieten deutlich weniger Platz, als dies bei den bisherigen Obstbautagen der Fall war, sagte Marion Klein.

Als weiteren Termin nannte Kreisvorsitzender Ewald Achenbach die Teilnahme des Verbands am Biedenkopfer Pflanzenmarkt am 7. Mai.

von Sascha Valentin

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