Volltextsuche über das Angebot:

7 ° / 4 ° Sprühregen

Navigation:
Planstriche deuten Parkflächen an

Hinterlandhalle Planstriche deuten Parkflächen an

Die Wandlung eines Ackers über das 
Zeltprovisorium als 
 Flüchtlingsunterkunft 
bis hin zu Parkflächen soll im nächsten Jahr ein 
Ende finden. Das Land Hessen sagte dem Kreis jetzt 115.000 Euro zu.

Voriger Artikel
„Ich bereue es jeden Tag“
Nächster Artikel
Wassergebühren rauf, Steuern runter?

Die drei Leichtbauzelte für die Flüchtlingsunterbringung, die im November 2015 entstanden (kleines Bild), sind seit Oktober 2016 verschwunden. Die befestigte Fläche soll aber nicht wieder in einen Acker zurückgewandelt werden. Im nächsten Jahr soll darauf das Parkplatzangebot an der Hinterlandhalle vergrößert werden.

Quelle: Gianfranco Fain

Dautphe. Manchmal gehen Wünsche über Umwege in Erfüllung: Seit Jahren hofft die Gemeinde Dautphetal darauf, dass der Landkreis als Eigentümer an der Hinterlandhalle zusätzlichen Parkraum entstehen lässt. Mehr Stellflächen sollen die Situation bei Großveranstaltungen entschärfen.

Der Wunsch kann nun Realität werden. Wie Stephan Schienbein auf Anfrage der OP mitteilt, liegt dem Landkreis eine Kostenzusage des Landes Hessen in Höhe von 115.000 Euro vor. Mit diesem Geld soll eine schon befestigte Fläche neben der Hinterlandhalle in Parkplätze umgewandelt werden. Baubeginn soll im nächsten Frühjahr sein.

Damit käme die Wandlung eines Ackers zu ihrem Ende. Denn anders als erhofft entstand vor fast genau zwei Jahren dort zwischenzeitlich eine Zeltunterkunft für Flüchtlinge. Auf dem Höhepunkt des Flüchtlingszustroms suchte das Land Hessen nach Standorten, an denen provisorische Erstaufnahmelager entstehen konnten. Im Landkreis waren dies drei, unter anderem eine landwirtschaftlich genutzte Fläche an der Hinterlandhalle, die im Besitz des Landkreises ist.

Anfang November 2015 stellte Landrätin Kirsten Fründt die Pläne vor, noch im selben Monat begannen die Arbeiten zur Herrichtung des Ackers. Die rund 2670 abschüssigen Quadratmeter wurden mit viel Schotter befestigt, darauf standen Anfang Dezember drei Leichtbauhallen, die am 17. Dezember bei einem Tag der offenen Tür zu besichtigen waren.

Die ersten Planstriche 
sind schon zu sehen

Die ersten der möglichen 300 Flüchtlinge sollten den ursprünglichen Plänen zufolge noch vor Weihnachten einziehen, doch dazu kam es nicht. Die Schließung der Grenzen ließ den Flüchtlingszustrom abrupt enden, die Hallen standen rund elf Monate leer.

Im April 2016 gab das Land Hessen die Schließung der ungenutzten Erstaufnahmeeinrichtung bekannt, der für August angekündigte Abbau der Hallen erfolgte im Oktober.

In der Zwischenzeit verhandelten Vertreter des Landkreises und der Landesregierung über die Rückwandlung des Geländes, zu der das Land sich verpflichtete hatte; der Kreis favorisierte nun aber die Entstehung von Parkplätzen.

Je nach Ausgestaltung könnten bis zu 90 Parkplätze entstehen, lautete eine damalige Schätzung. Wie viele es nun tatsächlich werden, steht noch nicht fest.

Die Planungen beginnen nun, erklärte Kreissprecher Schienbein am Mittwochabend, und die Ausschreibung der Arbeiten soll noch in diesem Jahr erfolgen. Über die Ausgestaltung der Fläche könne somit noch keine Aussage getroffen werden, außer dass die Kosten die bewilligten 115.000 Euro möglichst nicht überschreiten sollen. Baubeginn soll nach dem Winterende im nächsten Jahr sein.

Offensichtlich begannen gestern schon die ersten Planungen. Auf der Fläche bei der Hinterlandhalle sind in grüner und roter Farbe Striche aufgebracht, die die Zu- und Abfahrt sowie die Anordnung der Parkbuchten symbolisieren. Demnach sind rund 70 Parkplätze denkbar.

von Gianfranco Fain

factbox

Im Auftrag des Landes ließ der Landkreis im November 2015 drei Flächen herrichten, um darauf „Erstaufnahmeeinrichtungen“ für ­Flüchtlinge entstehen zu lassen.
Die drei Standorte im Kreis blieben ungenutzt.

  • In Wenkbach wurden zwei Leichtbauhallen abgebaut.
  • In Kirchhain baute das Land die Leichtbauhalle am Festplatz Ende Juli 2016 ab. Dort befinden sich seitdem wieder Parkplätze.
  • Auf das Gelände der früheren Erstaufnahmeeinrichtung in Cappel sollen Feuerwache Cappel und Landesfeuerwehrschule umziehen.
Voriger Artikel
Nächster Artikel

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr