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Hospizdienst will Hinterland abdecken

Versammlung Hospizdienst will Hinterland abdecken

Pfarrer Matthias Ullrich wurde einstimmig als Vorsitzender des Hospizdienstes Immanuel bestätigt. Das ergab die Mitgliederversammlung des Vereins im evangelischen Gemeindehaus in Dautphe.

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Ziel des Dautphetaler Hospizdienstes ist es, die Sterbebegleitung im Hinterland auszuweiten. Foto: Jens-Ulrich Koch / dapd

Quelle: Jens-Ulrich Koch

Dautphe. Die Arbeit des Hospizdienstes habe sich stabilisiert, zog der alte und neue Vorsitzende Bilanz: „Der Hospizverein ist etabliert im südlichen Hinterland, gut vernetzt in den Ortschaften und die ehrenamtlichen Mitglieder sind besonders in der Südregion gut vertreten.“ Deutlich weniger spürbar seien die 216 Mitgliedschaften und Anfragen im nördlichen Bereich, besonders in den Kommunen Biedenkopf und Breidenbach. Ziel sei es, dort und für das Hinterland flächendeckend tätig zu sein - unter Einbeziehung der Gemeinden Lohra, Bischoffen und Siegbach.

Ullrich berichtete über Kooperationsverträge mit der Hessischen Berglandklinik in Bad Endbach und dem Krankenhaus des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) Biedenkopf. Derzeit würden Verhandlungen mit dem Uniklinikum Gießen und Marburg geführt, erklärte Vorstandsmitglied Heinz Kuhl.

Einstimmig votierten die Mitglieder für eine Satzungsänderung, nach der bis zu fünf Beisitzer gewählt werden können. Zukünftig ist der Vorstand beschlussfähig, wenn mehr als die Hälfte der Mitglieder anwesend sind oder schriftlich zustimmen. Bisher mussten vier Mitglieder anwesend sein. Ullrich verabschiedete die bisherige Schriftführerin Ingrid Jäckel sowie die Beisitzerin Elfriede Köhler und lobte ihren Einsatz. Der Pfarrer hob auch die Arbeit der ehrenamtlichen Mitarbeiter des Hospizdienstes und die der beiden Koordinatorinnen Susanne Schneider und Doris Pitzer hervor. Hermann-Josef Wagener berichtete, dass in einem 120-stündigen Kurs neun ehrenamtliche Mitarbeiter ausgebildet werden. Etwa 60 Ehrenamtliche sind für den Verein tätig.

Susanne Schneider gab einen Tätigkeitsbericht des abgelaufenen Jahres, wonach 833 Besuche mit einem Zeitaufwand von 1541 Stunden und 1027 Stunden an Fahrtzeit angefallen seien. 77 Begleitungen hätten stattgefunden, derzeit seien es 20. Die höchsten Zahlen verzeichnen Gladenbach, Bischoffen und Angelburg.

In den Trauercafés Biedenkopf-Wallau und Gladenbach leisten 14 ehrenamtliche Mitarbeiter ihre Dienste. Das Trauercafé in Gladenbach verbleibe in diesem Jahr noch in den Räumlichkeiten des „Treppchens“ und werde danach in den „Weltladen“ verlegt.

Im Anschluss an die Berichte und Wahlen fand eine Vorstellung des Vereins „Ambulante Ethikberatung“ statt. In diesem sind auch Schneider und Pitzer vertreten. Ziel ist eine ambulante Ethikberatung, die den Betroffenen Unterstützung bietet.

von Helga Peter

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