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Kein Schritt zur mobilen Präsentation

Gemeindevertretung Dautphetal Kein Schritt zur mobilen Präsentation

Am Widerstand aus 
verschiedenen Gründen von SPD und Freien 
Wählern scheiterte ein Antrag der CDU zum 
Kauf einer „mobilen 
 Präsentationseinheit“ zum Einsatz in allen 
Gemeinschaftshäusern.

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Moderne Technik wie in dieser nicht ganz ernst gemeinten Collage wird es vorerst für die Gemeinschaftshäuser Dautphetals nicht geben.

Quelle: Pixabay, Nikola Ohlen

Dautphe. Braucht die ­Gemeinde Dautphetal für ihre­ Gemeinschaftshäuser eine ­mobile Präsentationseinheit? Für die CDU-Fraktion der Gemeindevertretung ist die Frage nach einem por­tablem Beamer, einer großen Leinwand, einem Rednerpult und einem passenden Lautsprechersystem keine Frage.

Folglich stellte die CDU für die Gemeindevertretersitzung am Montagabend einen entsprechenden Antrag. Einen Antrag, der laut Fraktionschef Dr. Horst Falk schon so weit „runtergeschraubt“ wurde, „tiefer geht es nicht mehr“. Denn eigentlich wünscht sich die CDU eine solche Ausstattung für jedes Gemeinschaftshaus in den zwölf Orten der Gemeinde. Doch weil solch eine Investition wohl nicht durchsetzbar gewesen wäre, beschränkten sich die Initiatoren auf eine Einheit, die zum Einsatz von einem zum anderen Bürgerhaus wechseln kann.

Die Forderung nach dem Kauf einer „mobilen Präsentationseinheit“, bestehend aus „geeignetem Beamer, ausreichend großer Leinwand, passendem Lautsprechersystem und por­tablem Rednerpult“ war den anderen beiden Fraktionen aber doch zu viel oder nicht ausführlich genug bedacht.

Fragen nach Kosten und Nutzern bleiben offen

Da nützte 
es auch wenig, dass Andreas Feußner für den Antrag warb, der nach Anfragen von Bürgern entstanden sei. Einen Beamer gibt es nämlich nur im Bürgerhaus Dautphe, und um die Gemeinschaftshäuser attraktiver zu machen und technisch auf den Stand der Zeit zu bringen, seien Beamer und Lautsprecheranlagen gut geeignet. Was, so fügte Dr. Falk an, in jedes Bürgerhaus einer „florierenden Gemeinde gehört“, ­deren Bürger im Jahr 2017 leben.

Die Idee, die Bürgerhäuser 
attraktiver zu machen, finde er gut, sagte SPD-Fraktionschef Joachim Ciliox. Er könne sogar allem, was der CDU-Fraktionschef sagte, zustimmen, doch „manche Dinge sind zu unkonkret, müssen geklärt werden“, sagte er und ­kündigte einen Änderungsantrag an.

Schon im Hauptausschuss, wo der Antrag bei mehrheitlicher Enthaltung bejaht wurde, monierte er, es sei zu klären, wer diese Präsentationseinheit ausleihen dürfe, wer für den Verleih zuständig ist und wer bei Schäden haftet. Auch die Frage nach den Kosten sei ungeklärt. Für einen 
Tageslichtbeamer und eine Leinwand von mindestens drei Metern Größe sei mit einem hohen vierstelligen Betrag zu 
rechnen, sagte Ciliox. „Was ist dabei die Aufgabe der 
Gemeindeverwaltung?“, fragte FW-Fraktionschef Michael­ Honndorf am Montagabend.

Änderungsantrag der 
SPD wird auch abgelehnt

Die Freien Wähler wollen der Gemeinde keine weiteren Personalkosten aufbürden, die durch Ausleihe und Prüfungen der Funktionalität der Geräte bei der Aus- und Rücknahme entstünden. Außerdem habe er „noch keinen Verein gefunden, der nicht einen Beamer organisieren kann“. Die Freien Wähler würden deshalb dem Antrag nicht zustimmen. Da half auch Feußners Hinweis nicht, dass er als Orts­vorsteher diese Aufgaben über­nehmen würde, da er in die Vermietung der Häuser involviert ist, und dass seine Ortsvor­steherkollegen sicherlich auch dazu bereit wären.

In der Folge glitt die Diskussion von der mobilen Präsentationseinheit auf die Präsentation von Anträgen ab. Weil sie von der CDU kämen, würden 70 Prozent der Anträge blockiert, meinte Dr. Falk. Seine Erwiderungen zu Äußerungen bezüglich der Qualität von Anträgen rief wiederum eine Reaktion von Ciliox hervor, um „ein paar Sachen richtigzustellen“: Sonst sei es immer die CDU, die prüfen lassen wolle, die SPD wolle jetzt „etwas wirklich fundiert machen“. Und außerdem sei die SPD nicht technikfeindlich.

Schließlich lehnten die Gemeindevertreter einen Änderungsantrag der SPD zur Kostenermittlung eines „robusten, 
mobilen Beamers samt Lautsprecher, Leinwand und Rednerpult“ zur nächsten Gemeinde­vertretersitzung sowie eine Handlungsanleitung zur Handhabung und Ausleihe mit 16 Nein- bei 14 Jastimmen und einer Enthaltung ab. Ebenfalls abgelehnt – mehrheitlich – wurde der ursprüngliche Antrag der CDU.

von Gianfranco Fain

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