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Über die Grenze soll es gehen

Friedensdorfer planen 800-Jahr-Feier Über die Grenze soll es gehen

In drei Jahren jährt sich die urkundliche Ersterwähnung des Dautphetaler Ortsteils zum 800. Mal. Während eines ersten Treffens begannen Ortsbeirat und interessierte Bürger mit den Planungen der Feierlichkeiten.

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Rund 70 Friedensdorfer trafen sich im Bürgerhaus, um Ideen für die 800-Jahr-Feier im Jahr 2020 
zu sammeln.

Quelle: Sascha Valentin

Friedensdorf. Überrascht und erfreut zeigte sich Ortsvorsteher Rolli Messerschmidt über die Resonanz auf die Einladung. Zumal den Friedensdorfern oft nachgesagt werde, sie könnten nicht feiern. Die Teilnahme von rund 70 Bürgern am ersten Planungstreffen zum Jubiläum belege das Gegenteil.

Messerschmidt sagte weiter, dass der Ortsbeirat sich zwar bereits Gedanken über die 800-Jahr-Feier gemacht habe, aber: „Wir wollen den Bürgern nichts überstülpen. Das soll ein Fest für und von den Bürgern sein“, betonte er. Nur so viel gab Joachim Lies vor: Statt einer geballten Festwoche stelle sich der Ortsbeirat eher mehrere über das Jahr verteilte Veranstaltungen vor.

Gemeinsam mit den Vereinen solle ein Gesamtkonzept erarbeitet werden, sodass diese nicht auf ihre gewohnten Termine und die damit verbundenen Einnahmen verzichten müssen. Veranstaltungen, die in dem Jahr ohnehin stattfänden, sollten aber unter den Schirm des Jubiläums gestellt werden, schlug Günter Grebe vor.

Kalender mit Fotos und Terminen

Ideen für zusätzliche Veranstaltungen gibt es offensichtlich reichlich, wie eine erste 
Sammlung unter den Anwesenden zeigte. Von einer mehrteiligen Grenzbegehung über geschichtliche Vorträge – etwa zur Entstehung des Namens Friedensdorf – bis hin zu einem Dankgottesdienst mit anschließendem Familienfest wurden eine ganze Reihe Anregungen gegeben, die als Grundlage für die weitere Planung dienen sollen.

Hermann Henkel etwa schlug vor, Grenzbegehungen mit historischen Aspekten zu kombinieren, in dem etwa bewusst auf die alten Flur- und Gemarkungsnamen hingewiesen wird. Manfred Schneider ergänzte, dass die Geschichte Friedensdorfs oder verschiedene Anekdoten daraus in Form ­eines Theaterstückes aufgeführt werden könnten.

Von Alexander Schmidt kam die Anregung, eine Karte von Friedensdorf zu erstellen, auf der verschiedene historisch bedeutsame Punkte eingezeichnet sind, an denen dann auch an 
einem bestimmten Tag ein entsprechendes Angebot für Besucher bereitstehen könnte.

Helmut Schneider brachte einen Dorfkalender ins Gespräch, der Bilder aus Friedensdorf zeigt und in dem auch die Termine des Jubiläumsjahres aufgeführt sind. Er könne dann auch als Gedächtnisstütze dienen.

Feste sollen Bürger näher zusammenbringen

Joachim Lies regte einen sportlichen Wettbewerb an – 
etwa ­eine Dorfolympiade oder ein Straßenturnier. Neben all den Ideen für kleinere, gesonderte Veranstaltungen sollte aber auch ein richtiger Festkommers nicht vergessen werden, schlug Timo Messerschmidt vor. Der gehöre zu einer Jubiläumsfeier einfach dazu. Er könnte 
einen der Höhepunkte eines Festwochenendes darstellen.

Für Heidrun Bamberger steht zudem fest, dass durch die 
 verschiedenen Veranstaltungen möglichst viele Friedensdorfer 
sowie Gäste von außen ange­sprochen werden sollen. Das gelte für Jung und Alt, betonte sie und regte eine Veranstaltung speziell für Kinder an.

Hermann Henkel ergänzte, 
dass versucht werden solle, auch Zugezogene mit in die Planungen einzubeziehen, um dadurch auch die Dorfgemeinschaft zu festigen. Das soll tatsächlich eines der Hauptanliegen des Jubiläumsfestes sein, stellte Rolli Messerschmidt fest. Die Bürger in Friedensdorf sollten dadurch wieder ein Stück näher zusammenrücken. Ihn freue es jedenfalls, dass das Interesse daran so groß sei. Darauf lasse sich bei den folgenden Treffen sehr gut aufbauen.

von Sascha Valentin

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