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Das Zeitalter der Hüter naht

Fantasy-Autorin Mira Valentin Das Zeitalter der Hüter naht

Vor eineinhalb Jahren hat Mira Valentin mit dem „Geheimnis der Talente“ das Hinterland zum Schauplatz des ewigen Kampfes zwischen Gut und Böse gemacht. Nun hat die Schriftstellerin nachgelegt.

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Mira Valentin zeigt den Buchdeckel ihrer „Legende von Enyador“. Der Auftakt der neuen Fantasy-Saga ist als E-Book erhältlich.

Quelle: Sascha Valentin

Buchenau. Seit Mittwoch gibt es den ersten Teil der neuen Saga „Die Legende von Enyador“ als E-Book auf Amazon. Für die 39-jährige Autorin Mira Valentin bedeutet Enyador auch 
­einen Neuanfang. Dem Fantasy-Genre bleibt die Buchenauerin zwar treu, doch löst sie sich mit ihrer neuen Geschichte ein Stück weit vom Klischee der Teenie-Fantasy-Literatur. Stattdessen wandelt sie auf den Spuren Tolkiens.

Wie der Schriftsteller in „Der Herr der Ringe“ entwirft Valentin eine komplett neue Welt, in der Dämonen, Drachen, Elben und Menschen leben und sich miteinander im Krieg befinden. Die Dämonen haben die Drachen unterjocht und die Elben degradieren die Menschen zu Kriegssklaven.

Einer dieser Sklaven ist der Waise Tristan, der ebenfalls zum Krieger ohne Zukunft ausgebildet werden soll. Neben ihm wird jedoch auch seine Ziehschwester Agnes von den Elben mitgenommen, was wiederum deren Bruder Kay auf den Plan ruft, seine beiden Freunde zu befreien.

Autorin betritt Neuland mit Vertrieb ihres Buches

Damit hat Valentin für ihre Saga gleich drei Handlungsstränge angelegt. Denn die drei Hauptfiguren werden getrennt und müssen sich durch die bisweilen lebensfeindlichen Landschaften Enyadors schlagen, um wieder zueinander zu finden und die Prophezeiung vom Zeitalter der Hüter und eines menschlichen Königs wahr werden zu lassen.

Valentin geht nicht nur inhaltlich neue Wege. Auch was den Vertrieb der Enyador-Reihe angeht, betritt sie Neuland. Während die „Talente“ noch mit ­Unterstützung eines Verlags ­erschienen sind, hat sich die Autorin nun entschlossen, „Die Legende von Enyador“ selbst zu verlegen. Das sei immer mit ­einem gewissen Risiko verbunden, sagt sie.

Weil das Selfpublishing jedem ermögliche, ein eigenes Buch zu veröffentlichen, sei es teilweise in Verruf gekommen, sagt die Buchenauerin. Viele selbstverlegte Bücher strotzten vor Rechtschreib- und Grammatikfehlern, seien lieblos und schnell zusammengetextet und widersprächen letztlich allen guten Regeln der Buchkunst. ­Valentin will zeigen, dass es auch anders geht.

Finanzielles Risiko bleibt

Sie hat ein fünfköpfiges Team engagiert, das sich um die Aufgaben nach dem eigentlichen Schreiben kümmert, wie etwa das professionelle Setzen der Buchseiten oder die Illustration. Zu diesem Team gehört auch der in der deutschen Fantasy-Literatur-Szene angesehene Cover-Designer Alexander Kopainski, der das Titelbild des ersten Enyador-Romans gestaltet hat.

Weil der Eigenverlag aber auch ein finanzielles Risiko bedeutet, hat Mira Valentin ihr Manuskript vor dem offiziellen Erscheinen des Romans an ­eine Reihe Testleser verteilt – darunter auch zwei Autorinnen. „Und die waren vollauf begeistert“, freut sich die Buchenauerin über Lob ihrer Kolleginnen.

Inspiriert wurde die 39-Jährige von der bekannten Selfpub­lisherin Lana Rotaru, die Valentin auf der Frankfurter Buchmesse kennengelernt hat. Rotaru hat Valentins Projekt von Anfang an mit Ratschlägen und Tipps begleitet. In ein anderes Genre einzutauchen, kann sich Mira Valentin nicht vorstellen – Fantasy-Literatur ist ihre große Leidenschaft.

„Die Geschichten aller anderen Genres haben wir doch auch im realen Leben“, erklärt sie. Fantasy biete die Möglichkeit, sich in eine Welt zu versetzen, wie man sie gerne hätte. „Dadurch kommt man völlig aus dem Alltag raus und erlebt so viel Neues und Ungewöhnliches.“ Das sei ihr Antrieb, neue Welten und Geschichten zu erfinden. „Die Legende von Enyador“ erscheint Anfang April als Taschenbuch im Handel. Weitere Teile sollen folgen.

von Sascha Valentin

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