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Lahnlust steht vor einem Neuanfang

FSV Buchenau Lahnlust steht vor einem Neuanfang

Nach sportlich schwierigen Jahren und dem Abstieg aus der Kreisoberliga gibt es ab dem Sommer einen komplett neuen FSV Buchenau, sagt Ulrich Freund vom Spielausschuss.

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Buchenau. Bei den Lahnlustlern stehen die Zeichen auf Neubeginn. Das wurde während der Jahreshauptversammlun deutlich. Sportlich laute das Ziel zunächst einmal, die A-Klasse zu halten. Das sei trotz einiger Abgänge im Winter durchaus aus eigenen Kräften zu schaffen, sagte Ulrich Freund vom Spielausschuss.

Ab der kommenden Saison werde es zwei neue Spielertrainer geben. Wer das ist, stehe zwar bereits fest, solle jedoch noch nicht verraten werden, betonte Freund. Diese beiden werden künftig auf jeden Fall die einzigen Personen sein, die vom FSV Buchenau bezahlt werden, ergänzte der Spielausschuss-Mann. Eine­ Entlohnung von Spielern finde­ dann nicht mehr statt. „Dieses verdammte Geld ist das, was dem Verein geschadet hat“, zeigte sich Freund überzeugt.

Auch Vorsitzender Armin Tiemann sprach von einem Neubeginn. „Wir wollen bei null anfangen und einen Spielbetrieb aufziehen, der wieder Spaß macht“, erklärte er. Das funktioniere aber nur mit der Unterstützung der Mitglieder.

Tiemann bedankte sich bei seinen Vorstandskollegen, die die Führung des Vereins im vergangenen Jahr in einer schwierigen Situation übernommen hätten, aber seitdem Hand in Hand arbeiteten, um den FSV wieder voranzubringen.

Hoher Stromverbrauch gibt Rätsel auf

Der Neustart gilt nicht nur sportlich. Auch aus finanzieller Sicht sollen die bestehenden Strukturen umgekrempelt werden, sagte der Vorstand. Denn der Abstieg von der Kreisober- in die A-Liga habe sich mit sinkenden Einnahmen und dadurch bedingt am Ende einem deutlichen Minus in der Kasse­ bemerkbar gemacht, erklärte Kassierer Hartmut Weigand.

Der frühere Kassenwart Karl-Heinz Veit regte an, in der Mitgliederversammlung des nächsten Jahres über eine Anpassung der Mitgliederbeiträge nachzudenken. Zu dem Verlust beigetragen haben aber nicht nur geringere­ Einnahmen aufgrund ausbleibender Zuschauer. Auch ein „Stromleck“ gibt dem Verein Rätsel auf. Der Zähler weise über die Winterpause 1250 Kilowatt aus, von denen sich niemand erklären kann, wie diese zustande gekommen sind. Das Gerät wurde überprüft, ist aber in Ordnung, sagte Weigand.

Das Problem trete erst seit dem vergangenen Jahr auf, ergänzte Stefan Rein, aber selbst ein Elektriker habe bisher die Ursache nicht orten können. „Fest steht nur: Selbst in einem Grenzgangsjahr haben wir keinen solch hohen Verbrauch“, sagte Rein.

Kern fordert Mitglieder zu Eigenleistung auf

Die größte Herausforderung für den FSV stellt aber sicherlich der vorgesehene Neubau des Sportheims dar, der nach Jahren der Planung dann 2018 endlich umgesetzt werden soll. Das Vorhaben stellte Franz Kern vor, der von einer maroden Bausubstanz und ungenügender Dämmung des bestehenden Gebäudes berichtete. Deswegen sei ­lediglich ein Neubau möglich.

Mit einer Nutzfläche von 235 Quadratmetern werde der allerdings genauso groß, wie das bestehende Gebäude. Vorgesehen ist, dass der jetzige Unterstand geschlossen und zu einem Mannschaftsraum wird. Die Überdachung wird weiter vorgezogen. Außerdem fallen Teile des Anbaus weg, beziehungsweise werden verschoben. Es soll nun ein Bau- und Finanzausschuss gebildet werden, der die finanzielle Planung von Abriss und Neubau übernimmt.

Zwischen August und Oktober könnte die Ausschreibung erfolgen. Aufgrund der Ergebnisse sei dann eine Entscheidung vom Verein zu treffen, ob das Bauvorhaben endgültig in Angriff genommen werden soll.

Ab April 2018, schätzt Kern, könnte dann mit dem Bau begonnen werden, der etwa drei bis vier Monate dauern soll. Er appellierte an die Mitglieder, sich durch Eigenleistungen in das Projekt einzubringen. Für den Neubau seien viele Zuschüsse angekündigt, die es in dieser Form wohl künftig nicht wieder geben werde.

von Sascha Valentin

Wahlen / Ehrungen

 Pressewart: Eberhard Dersch. Spielausschuss: Ulrich Freund.

Ehrung für 50 Jahre Mitgliedschaft: Walter Müller, Dieter­ Schmidt und Peter Kupfer. 40 Jahre: Thomas Barth und Karl-Heinz Veit. 25 Jahre: ­Manuel Freund, Horst Burk und Hartmut Weigand.

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