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Konfessionen feiern gemeinsam

Reformationstag Konfessionen feiern gemeinsam

Ein gemeinsames Foto neben der Martinskirche in Dautphe bleibt als Erinnerung an einen überkonfessionellen Gottesdienst am Reformationstag.

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Die Besucher des überkonfessionellen Gottesdienstes stellen sich neben der Kirche in Form 
einer stilisierten Christusfigur auf, was Udo Stenger mit der Drohne aus luftiger Höhe aufgenommen hat.

Quelle: privat

Dautphe. Allerorten im Hinterland wurde am Dienstag der 500. Jahrestag der Reformation gefeiert. Dabei stand unter anderem Martin Luther als einer der Hauptauslöser der
 Reformationsbewegung im Mittelpunkt.

Unter dem Motto „In Christus sind wir eins“ haben sich in Dautphe evangelische, katholische und freikirchliche Gläubige zu einem überkonfessionellen Gottesdienst in der Martinskirche versammelt, um damit auszudrücken, dass trotz unterschiedlicher Ansichten sie der Glaube an Jesus verbindet. Das wurde in dem Gottesdienst an mehreren Stellen deutlich – etwa in der Predigt.

Die stand nämlich im Zeichen eines Zitats aus dem Johannes-Evangelium, in dem es heißt: „….auf dass sie alles eines seien.“ Doch auch mit den ausgewählten Liedern wiesen die Christen unterschiedlicher Gemeinden bewusst auf ihre Gemeinsamkeiten hin. Unter anderem sangen sie „Nun freut euch, lieben Christen g’mein“.

Hinweis auf Verbundenheit der Christen

Der Höhepunkt des gemeinsamen Gottesdienstes folgte jedoch erst nach dessen Ende, als sich die Besucher zu einer besonderen Aktion auf der Wiese neben der Kirche versammelten.

Nachdem sie sich entlang einer roten Linie auf der Wiese aufgestellt hatten, ließ Udo Stenger seine Drohne in den Himmel über die Kirche aufsteigen und fertigte aus luftiger Höhe ein Erinnerungsfoto an diesen besonderen Gottesdienst an.

Wie die Vertreter aller drei ­Gemeinden betonten, solle mit dieser Aktion nicht nur auf die Verbundenheit der Christen auch nach der Reformation hingewiesen werden, sondern auch den Worten Dietrich Bonhoeffers Nachdruck verliehen werden.

Der hatte einmal darauf hingewiesen, dass Christus nach seiner Himmelfahrt weiter leibhaftig in der Welt existiert – und zwar als Gemeinde. Genau dies sollte mit dem gemeinsamen Foto der verschiedenen Gemeinden zum Ausdruck gebracht werden.

von Sascha Valentin

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