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Prämien werden persönlich übergeben

Ehrenamtspauschalen Elmshausen Prämien werden persönlich übergeben

Der Ortsbeirat Elmshausen hat entschieden, wie die Ehrenamtspauschale in Dautphetals kleinstem Ortsteil verteilt werden soll. Insbesondere sollen Einzelpersonen für ihre Leistungen gewürdigt werden.

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Über die Verteilung der Ehrenamtspauschale hat der Elmshäuser Ortsbeirat entschieden.

Quelle: Jens Wolf

Elmshausen. 647,71 Euro stehen dem Ortsbeirat als Ehrenamtspauschale zur Verfügung. Dautphetals Parlament hatte bereits im Vorjahr entschieden, dass die örtlichen Gremien am besten wüssten, wer sich in den einzelnen Dörfern im besonderen Maße ehrenamtlich einsetzt und deswegen mit der Pauschale des Kreises bedacht werden soll.

Ortsvorsteher Herbert Kreiner und die Ortsbeiratsmitglieder Jörg Saffrich sowie Ralf Freund haben in ihrer jüngsten Sitzung lange überlegt, wer einen Teil der rund 647 Euro erhalten soll. Das Ergebnis:

Anita Schmidt für die jahrelange Pflege der Grünanlage beim Gedenkstein der 750-Jahr-Feier. „Sie tut es wirklich für den Ort“, betonte Herbert Kreiner.

Friedhelm Markuse für seine mehr als 30-jährige Tätigkeit als Friedhofswärter. Ende 2016 hatte er seine Tätigkeit eingestellt. „Aber sein Tun ist immer deutlich über das hinausgegangen, was er hätte tun müssen“, sagte Kreiner.

Christoph Saffrich und Carolin Fenner für ihre mehrjährige Leitung der örtlichen Jugendfeuerwehr. Randnotiz: Bei der Abstimmung zu diesem Punkt verließ Ortsbeiratsmitglied Jörg Saffrich den Raum. Grund: Befangenheit. Christoph Saffrich ist sein Sohn.

Stefan Schneider für zwei Legislaturperioden im Ortsbeirat als stellvertretender Ortsvorsteher und Schriftführer.

Als einziger Verein soll der Trägerverein der Schutzhütte einen Teil der Ehrenamtspauschale bekommen. Hier bestehe aufgrund einer Reparaturmaßnahme „dringender Bedarf“, erklärte Kreiner.

Über die genaue Höhe der ­Ehrenamtspauschale für die genannten Personen stimmte das Gremium im Geheimen ab.

Jörg Saffrich betonte, dass man das Geld während einer Ortsbeiratssitzung an die jeweils Ausgezeichneten überreichen wolle. Den Betrag einfach zu überweisen – wie es wohl angedacht war –, nannte er einen „ganz schlechten Stil“. „Es geht hier darum, das Ehrenamt zu stärken. Dann soll man dies bitte auch öffentlichkeitswirksam tun und die Menschen in den Mittelpunkt rücken“, betonte Saffrich. Eine bloße Überweisung sei „zu unpersönlich“. Dem stimmten die restlichen Mitglieder des Ortsbeirats zu.

Mehrheitlich stimmte das Gremium der Rückhaltung eines kleinen Teils der Ehrenamtspauschale bis Mai dieses Jahres zu. „Falls etwas Unvorhergesehenes passiert und sich jemand bis dahin in besonderem Maße auszeichnet, können wir hier reagieren“, sagte Kreiner. Sollte dies nicht geschehen, fließt der Restbetrag an den Trägerverein der Schutzhütte.

von Christian Röder

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