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Bau von Naturschule verzögert sich

Camp Lachenwald Bau von Naturschule verzögert sich

Viele Auflagen verzögern das Stellen des Bauantrags für die Naturschule bei Hommertshausen. Der Investor hofft, dass bis Ende des Jahres alles in trockenen Tüchern ist.

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Der Bauantrag für die „Walden School“ genannte Naturschule im Camp Lachenwald ist noch nicht gestellt.

Quelle: Christian Röder

Hommertshausen. „Der Bauantrag ist noch nicht gestellt“, sagt Günter Hoffmann, Geschäftsführer der Globetrotter Akademie und Investor der Naturschule, auf Anfrage. „Ich bin aber guter Dinge, dass wir ihn bis Ende dieses Jahres einreichen können.“

Als Grund für die Verzögerung – der ursprüngliche Plan sah vor, den Bauantrag bereits Mitte dieses Jahres zu stellen – nennt Hoffmann diverse neue Auflagen, die vonseiten der Genehmigungsbehörden gekommen seien. Unter anderem sei es dabei um die Abstände­ der geplanten Holzhütten zu den Bäumen des umliegenden ­Waldes gegangen. „Stellenweise muss der Wald ein stückweit zurückgebaut werden“, sagt Hoffmann. „Ansonsten hätten wir regelrechte Bunkeranlagen errichten müssen – und das wäre mitnichten im Sinne des Projekts gewesen.“

Bürgermeister: „Wir begleiten Projekt weiterhin positiv“

Dafür befinde sich Hoffmann derzeit im Gespräch mit den Waldbesitzern. „Es sieht aber gut aus“, sagt der aus Biedenkopf stammende Geschäftsmann, dessen Globetrotter Akademie ihren Sitz in Sundsacker (Schleswig-Holstein) hat. Wird der Bauantrag noch in diesem Jahr gestellt, rechnet Hoffmann mit einem Baubeginn im Frühjahr 2018. Schulbeginn werde dann voraussichtlich 2019 sein.

Dautphetals Gemeindevertretung hatte dem Projekt einer Naturschule auf dem Gelände des ehemaligen US-Army-Camps in ihrer letzten Sitzung im Vorjahr ihr Okay gegeben. „Wir begleiten das Projekt auch weiterhin positiv“, sagt Bürgermeister Bernd Schmidt (FW) zu den jüngsten Entwicklungen. Schmidt erhofft sich von dem Projekt auch einen Imagegewinn für die Gemeinde. „Es ist nämlich ein bundesweit einzigartiges Angebot“, erklärte er bereits in der Gemeindevertretung im Vorjahr.

Forstwirtschaft steht auf dem Stundenplan

Im Großen und Ganzen haben sich die Planungen seit Beginn des Naturschul-Projekts nicht groß geändert. Auf dem Gelände des Camp Lachenwald soll Raum für 30 Schüler geschaffen werden. Diese sollen in vier Doppelhütten untergebracht sein. Hinzu kommt das Zentrum. Neben den bis zu 30 Schülern, die zwischen August und Januar in der Naturschule­ leben und lernen, sollen mindestens drei Lehrkräfte und ein Projektleiter vor Ort sein. Einige wenige Detailveränderungen­ gab es indes bei der Gestaltung der vier Hütten. Das Konzept zur Aufstellung der Betten ist ein anderes.

Die private Naturschule soll als Internat organisiert sein. Zum Programm gehört vor allem das Naturerleben. Neben Trekkingtouren, dem Navigieren mit Karte und Kompass soll es Paddel- oder Schneeschuh-Ausflüge geben. Wichtig ist Hoffmann die Anbindung an den Ort. Die Zusammenarbeit mit den Hommertshäusern sei ein fester Bestandteil des Naturschul-Konzepts Lachenwald. Auch die Fächerkombinationen sind andere als in einer gewöhnlichen Schule. Mathe, Deutsch, Bio und Co. wird es zwar auch geben, angereichert werden sie mit Forstwirtschaft – und einem hautnahen Erleben der Natur.

von Christian Röder

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