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Landwirte fürchten Einschränkung

Bahnübergang Buchenau Landwirte fürchten Einschränkung

Die Deutsche Bahn plant, einen Bahnübergang in Buchenau für Fahrzeuge zu sperren, die länger als sieben Meter sind. Das passt ortsansässigen Landwirten und dem Ortsbeirat nicht.

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An diesem Bahnübergang in der Elmshäuser Straße soll bald ein weiteres Schild hängen: Laut Deutscher Bahn ist hier eine Längenbeschränkung für querende Fahrzeuge geplant. Ein Ortstermin mit Bahn und Landwirten soll für Klärung sorgen.

Quelle: Edgar Meistrell

Buchenau. Beim Bahnübergang in der Elmshäuser Straße am Burgberg steht bereits jetzt ein Schilderwald: Andreaskreuze, Radweg-Hinweisschilder, ein Lkw-Verbotsschild sowie der Hinweis „Land- und forstwirtschaftlicher Verkehr frei“ müssen von den Verkehrsteilnehmern beachtet werden. Ortsansässige Landwirte können die Strecke derzeit noch befahren.

Die Deutsche Bahn (DB) plant hier allerdings Änderungen. Wegen der laut DB-Sprecherin Regina Marusczyk „schwierigen Räumproblematik“ und „beengter Straßenverhältnisse“ ist eine Längenbeschränkung für Fahrzeuge geplant.

Diese Sperrung für Fahrzeuge mit einer Länge von mehr als sieben Metern hat auch den Ortsbeirat in seiner jüngsten Sitzung beschäftigt. „Die örtlichen Landwirte befürchten, dass sie, wenn die Sperrung kommt, nicht mehr ohne Weiteres zu ihren Höfen kommen“, sagt Ortsvorsteher Andreas Feußner. Deshalb hat der Ortsbeirat Buchenau der geplanten DB-Maßnahme nun widersprochen. Das Gremium wünscht sich einen Termin mit Vertretern der Deutschen Bahn, um die Gründe für die Sperrung zu erfahren.

Ortstermin mit Bahn und Landwirten geplant

DB-Sprecherin Marusczyk teilte dazu mit, dass die mögliche Bahnübergang-Sperrung mit der B-252-Ortsumgehung zusammenhängt. „Im Zuge der geplanten Ortsumgehung Lahntal-Wetter-Münchhausen müssen im Jahr 2019 umfangreiche Änderungen an den Bahnanlagen in den Bahnhöfen Sarnau und Buchenau vorgenommen werden, da die neue Trasse der Bundesstraße in Sarnau im Bereich des heutigen Stellwerks Sarnau und auf rund 600 Metern Länge auf der heutigen Bahntrasse in Richtung Frankenberg liegen wird.“ Diese Änderungen hätten demnach Auswirkungen auf Buchenau.

„Für die Anpassung der Bahnanlagen im Bahnhof Buchenau ist ein Planänderungsverfahren nach dem hessischen Straßengesetz erforderlich“, teilt Marusczyk mit. „Für dieses Verfahren sind unter anderem auch Planunterlagen für eine neue technische Sicherung des Bahnübergangs Elmshäuser Straße/Am Burgberg in Buchenau erstellt worden.“ In jenen Unterlagen wird auf die beengten Straßenverhältnisse vor Ort hingewiesen und eine Längenbeschränkung ins Gespräch gebracht.

Die Kritik seitens der Landwirte bezüglich einer Längenbeschränkung ist der Deutschen Bahn bekannt. Noch für März ist laut Marusczyk ein Ortstermin mit der Gemeinde, Hessen Mobil und Vertretern der Landwirtschaft geplant, um die Planung und den Hintergrund der Längenbeschränkung zu erläutern. Das Ziel: eine möglichst einvernehmliche Lösung zu finden.

Aktuell wurde vor Ort am Bahnübergang übrigens noch nichts geändert. Er ist weder gesperrt noch wurden andere Einschränkungen vorgenommen, teilt Bahn-Sprecherin Regina Marusczyk mit.

von Christian Röder 
und Sascha Valentin

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