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Dautphetal setzt auf Wind

Windkraftstandorte Dautphetal setzt auf Wind

Die Gemeinde Dautphetal will mit der Stadt Gladenbach auf dem „Dusenberg“, „Kaltenberg“ und „Streichenberg“ Flächen für Windenergie entwickeln.

Dautphe. In der Gemeindevertretersitzung der Dautphetaler Parlamentarier ging Bürgermeister Bernd Schmidt am Dienstagabend auf den Stand zu den Vorrangflächen für Windenergie in der Gemeinde Dautphetal ein. Er berichtete, dass das Areal zwischen Dautphe und Silberg in den Entwurf des Teilplans Windenergie für den Regionalplan als Vorranggebiet Windenergie ausgewiesen wurde. Das Areal in der Gemarkung Buchenau sei wegen des hohen Konfliktpotenzials abgelehnt worden. Die Potenzialfäche für die „Hohe Höll“, zwischen Damshausen und Allendorf gelegen, sei erheblich reduziert worden, da ein Teil dieses Areals ebenfalls ein hohes Konfliktpotential birgt.

Schmidt kündigte an, dass Dautphetal zusammen mit einem Planungsbüro versuchen will, das Konfliktpotential auszuräumen und eine Erweiterung des Windkraftstandortes anzustreben. Weiter berichtete er, dass die Flächen für Windenergie rund um Herzhausen mit den Arealen „Dusenberg“, „Kaltenberg“ und „Streichenberg“ ebenfalls reduziert worden seien. Auch dort wolle die Gemeinde versuchen, das Konfliktpotenzial auszuräumen, um die ursprüngliche Fläche für den Windkraftstandort wiederherzustellen. Zudem soll der Windkraftstandort bei Herzhausen zusammen mit der Stadt Gladenbach in einem interkommunalen Flächennutzungsplan entwickelt werden. Auch sei es das Bestreben der Gemeinde, mit der Nachbargemeinde Breidenbach und der Stadt Biedenkopf, sofern dort Interesse besteht, dort wo sich die Gemarkungsgrenzen tangieren, interkommunale Windenergieflächen zu entwickeln.

Wenn seitens der Gemeinde Dautphetal und der Stadt Gladenbach der Windkraftstandort bei Herzhausen gemeinsam geplant werde, würden beide Kommunen auch entscheiden, wie viel Windkraftanlagen dort errichtet werden.„Auch wenn es Gegner gegen diese Windkraftanlagen gibt, dürfen wir die Chance für die Zukunft nicht vertun“, mahnte der Bürgermeister.

Einstimmig bei einer Enthaltung votierten die Dautphetaler Parlamentarier anschließend für die Erste Nachtragshaushaltssatzung 2012. Dieses Zahlenwerk sieht ein Defizit von 971060 Euro vor, das damit106 000 Euro günstiger ausfällt wie im Haushaltsansatz.

Michael Honndorf, Fraktionsvorsitzender der Freien Wähler, betonte, dass die Gemeinde auf dem richtigen Weg sei mit dem Ziel, die Einnahmensituation zu verbessern und die Ausgaben zu senken. Die Freien Wähler forderten einen höheren Kostendeckungsgrad für Gebühren und Abgaben, wobei die Kinderversorgung selbstverständlich sehr wichtig sei und dabei grundsätzlich von einer Kostenunterdeckung ausgegangen werde. Insgesamt jedoch müssten diese Gebühren zeitgemäß sein und sich an die wirtschaftliche Lage anpassen. Auch sprach sich Honndorf dafür aus, die Grundsteuer A und B und den Gewerbesteuerhebesatz zu erhöhen.

Joachim Ciliox (SPD) sprach die erhöhten Kosten für die Kreis- und Schulumlage an - Geld, dass den Gemeinden fehle. Eine Kostendeckung bei den Friedhofsgebühren lehnt er ab.

Lars Kolbe (CDU) erläuterte, dass seit 2009 regelmäßig der Ergebnishaushalt nicht ausgeglichen werden konnte. Kolbe sprach sich für eine Erhöhung der Grundsteuern A und B sowie der Gewerbesteuer aus. Man habe Nachholbedarf und schlug deshalb vor, dass die Richtigkeit der Steuersätze jährlich überprüft werden müsse.

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