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Dautphetal in Waben erwandern

Serie IKEK in Dautphetal, Teil 2 Dautphetal in Waben erwandern

Die Pläne zur Dorferneuerung in Dautphetal nehmen Gestalt an. In einer Serie stellt die OP die Ergebnisse der Arbeitsgruppen vor. Diesmal geht es um Naherholung und Freizeit.

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Wer sich auf die Streuobstwiesen-Route begibt, kann unter anderem die malerische Aussicht auf Dautphe genießen. Im Zuge des IKEK sollen alle Dautphetaler Orte mit Wanderwegen verbunden werden.

Quelle: Archiv

Dautphe. Zu fünf Sitzungen trafen sich die rund zehn Mitglieder der Gruppe, die sich für das „Integrierte Kommunale Entwicklungskonzept“ (IKEK) mit dem Handlungsfeld Naherholung und Freizeit befassten.

Die Fragestellung war, wie der Erholungsfaktor in der Gemeinde Dautphetal für die Bürger und auch für Touristen vergrößert werden kann. Als Antwort fanden die Mitglieder die Idee, alle Orte der Gemeinde mit Wanderwegen zu verbinden.

Das Rad nicht neu erfinden

Diese sollen, wie Herbert Kreiner als Sprecher der Gruppe erklärt, auch für Radfahrer nutzbar sein, also als kombinierte Rad-/Wanderwege entstehen. Genau genommen soll es einen großen Wanderweg geben, der sich aus acht bis zehn kleinen Wanderrouten zusammensetzt. Diese bilden bildlich gesehen Waben, die aneinander grenzen und so als kleine oder große Touren abgegangen werden können.

Dazu wollen die Beteiligten das Rad nicht völlig neu erfinden. „Wir erkunden eigenen Routen, bedienen uns aber auch der bestehenden Wanderwege, die durch unsere Gemeinde führen“, erklärt Kreiner. Das sind zum Beispiel die Premium-Wanderwege des Vereins Lahn-Dill-Bergland wie die Streuobstwiesen-Route, aber auch der Elisabeth-Pfad oder der Strumpfweg von Holzhausen nach Hommertshausen.

Vier neue Wanderrouten, zum Beispiel eine um Hommertshausen herum und von dort aus nach Mornshausen und Dautphe, liefen die Gruppenmitglieder schon ab. Auch die Verbindung von Allendorf nach Damshausen einschließlich Rimberg sowie von Allendorf nach Elmshausen und Buchenau sind bereits erkundet. Weitere sollen folgen. Doch damit allein ist es nicht getan. Die Wege müssen ausgeschildert werden, Ruhebänke oder gar -liegen sollen an Aussichtspunkten postiert werden.

Für Wanderwege würde bis zu 20.000 Euro benötigt

Auch Informationstafeln sollen aufgestellt werden, schließlich werden bestimmte Wanderwege auch Themenbereiche abdecken. Zum Beispiel führt der Wanderweg von Allendorf über Elmshausen und Buchenau zur Carlshütte an einem alten Steinbruch, einer Mine, dem Hohenfels und dem ehemaligen Magazin der Carlshütte vorbei. Alles geschichtlich bedeutsame Stellen, die einer Erläuterung bedürfen.

Das alles kostet Geld, wäre aber zum Teil kurzfristig zu realisieren. Die Mitglieder des Handlungsfeldes Naherholung und Freizeit gaben bei der Vorstellung ihrer Ergebnisse vor der Steuerungsgruppe an, 18.000 bis 20.000 Euro für die Darstellung der vier Wanderwege zu benötigen. Ob der Gemeindevorstand diese Summe schon im Haushalt 2017 vorsieht, wird zurzeit beraten.

Doch damit wäre noch nicht alles getan. Eine weitere Idee ist, die Wanderwege per App nutzbar zu machen. Offen ist neben der technischen Ausführung hierbei aber auch, wer dieses technische Hilfsmittel auf aktuellem Stand hält. Mit der Pflege hat auch eine weitere Idee der Gruppe zu tun. Es werden Paten für die Wanderwege gesucht, die diese zweimal pro Jahr abgehen sollen, um entstandene Defizite festzustellen, zum Beispiel, ob die Beschilderung noch lesbar beziehungsweise überhaupt noch vorhanden ist.

von Gianfranco Fain

 
 
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Gemeinde Dautphetal investiert
Drei große Investitionsprojekte der Gemeinde Dautphetal: Parallel zum Feldweg soll im Irrlachenfeld eine Fahrradweg entstehen (großes Bild), für die Buchenauer Feuerwehrleute wird die Umkleide von der Fahrzeughalle (oben links) getrennt und die energetische Sanierung des Bürgerhauses Holzhausen (oben rechts) wird fortgesetzt. Fotos: Gianfranco Fain

Obwohl die Gemeinde schon 645.000 Euro 
ausgibt, um die Zuschüsse des Dorferneuerungsprogramms zu nutzen, 
investiert sie auch in 
andere große Vorhaben.

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