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Dautphe von oben, von innen, von unten

25-jähriges 
Bestehen des kleinen Heimatmuseums Dautphe von oben, von innen, von unten

Der „Kulturhistorische Stammtisch 1987 Dautphe“ bietet am 
4. Juni, sieben Tage 
vor der Festwoche, 
eine Exkursion durch 
den ältesten Ort des Hinterlandes an.

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Brigitte Wege ist nicht nur im Heimatmuseum „Backes Stibbcher“, wo sie die frühere Lebensweise wiederaufleben lässt, in ihrem Element. Die Dautpherin weiß auch vieles über den ältesten Ort des Hinterlandes zu berichten.

Quelle: Gianfranco Fain

Dautphe. Lange Zeit war es ruhig um den „Kulturhistorischen Stammtisch 1987 Dautphe“. Damals, von sieben Interessierten gegründet, gelang es ihnen vier Jahre später, das Heimatmuseum „Backes Stibbcher“ mit Leben zu füllen. Zwar sind die Macher von einst älter und vor allem weniger geworden, doch nun melden sich Ludwig Achenbach, Ottilie Schmidt und Brigitte Wege wieder zu Wort.

Anlass ist das 25-jährige 
Bestehen des kleinen Heimatmuseums. In dem Kleinod in Dautphes altem Ortskern sind die Lebensweisen aus früheren Zeiten erhalten: Möbel, Arbeitsgegenstände, Küchenutensilien, Bilder und natürlich Trachten. Vorwiegend für Schulklassen wurden die Türen des Museums in den zurückliegenden Jahren geöffnet. Im Erdgeschoss ist noch der Ofen des Backhauses erhalten, der ab und an noch angefeuert wird.

Einen würdigen Rahmen für die Erinnerung an das Entstehen des Mini-Museums bietet das anstehende Ortsjubiläum „1225 Jahre Dautphe“, das vom 9. bis 13. Juni mit einer Festwoche gefeiert wird. Sozusagen als Einstieg und kulturellen Beitrag in diese Festwoche bieten die Mitglieder des Kulturhistorischen Stammtisches am Samstag, 4. Juni, eine Exkursion durch das alte Dorf mit Brigitte Wege an der Spitze an, die zu allen besichtigten Orten viel zu erzählen hat.

Die Exkursion beginnt um 14 Uhr auf dem Hof von Walter Wege, Hauptstraße 50. Dort werden nach vielen Jahren wieder die Luftaufnahmen der Alliierten zu sehen sein. Sie entstanden am 14. März 1945, einen Tag vor den Bombenangriffen auf das Dorf, bei dem viele Häuser zerstört wurden.

Vergleich von Luftbildern aus 1945 und heute

Der kulturhistorische Stammtisch kam nach mühevoller Arbeit vor 21 Jahren in ihren Besitz und zeigte die vergrößerten Dokumente bereits in den Jahren 1995 und 2001. „Interessant wird der Vergleich mit den Drohnenaufnahmen von Dautphe und Friedensdorf sein. Da kann man sehen, wie Dautphe gewachsen ist“, verrät Brigitte Wege.

Als zweite Station ist die Besichtigung des Backhauses mit Backstube vorgesehen, es folgt der Gang hinauf ins Museum „Backes Stibbcher“. In den mit vielen Kostbarkeiten gefüllten zwei Räumen kann das Leben der Landbevölkerung um 1900 nachempfunden werden.

Danach geht es durch die Kirchgasse um eine ehemalige Gutshofanlage herum, die ein Grafschaftshof gewesen sein soll, bis zur Martinskirche, in der eventuell Pfarrer Debus etwas zum Gotteshaus sagen wird.

Ausdauer ist für die Exkursion mitzubringen

Der Weg führt die Exkursionsteilnehmer weiter durchs „Gässchen“, wobei ihr Blick auf das Fachwerkhaus-Ensemble gerichtet wird, bis zum Bürgerhaus. Dort wird bei Kaffee und Kuchen eine Pause eingelegt. „Aber nur kurz“, betont Brigitte Wege, schließlich gibt es bis zum vorgesehenen Ende der 
Exkursion, die für 18 Uhr vorgesehen ist, noch zwei Sehenswürdigkeiten abzuarbeiten. „Ausdauer muss man schon mitbringen“, mahnt Brigitte Wege.

Für die nächsten Stationen muss aber nicht mehr viel gelaufen werden, die Teilnehmer müssen nicht einmal mehr das Bürgerhaus verlassen. Es gibt eine Foto-Präsentation der Grundrisse der Wüstung Helitorph, die mit dem Ort Dautphe in einer Schenkungsurkunde an das Kloster Lorsch aus dem Jahre 791 erwähnt wird. Die Fotos stammen von einem Acker der Weges.

Zum Schluss erwartet die Exkursionsteilnehmer laut Brigitte Wege noch das „i-Tüpfelchen“. Es ist die Vorführung von Filmen, die Ingo Meyer mit Drohnen von den Dautphetaler Ortsteilen Dautphe und Friedensdorf sowie vom zurückgebauten Camp Freedom gemacht hat.

von Gianfranco Fain

 
Jubiläumswoche

Der Jubiläumsverein „1225 Jahre Dautphe“ hat für die Festwoche folgendes Programm aufgestellt:

Donnerstag, 9. Juni : Totenehrung um 18 Uhr, Festkommers im Festzelt um 19.30 Uhr.

Freitag, 10. Juni : Discoabend im Festzelt ab 20 Uhr.

Samstag, 11. Juni : Heimatabend im Festzelt ab 14 Uhr mit dem „Aalbachtal Express“.

Sonntag, 12. Juni : Ökumenischer Gottesdienst um 10 Uhr, ab 11 Uhr stehender Festzug rund um den Park, ab 14 Uhr auch Fußball-EM live im Festzelt.

Montag, 13. Juni : Frühschoppen ab 10 Uhr.

 
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