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Dautphe plant für 2016 große 1225-Jahr-Feier

Ortsbeiratsitzung Dautphe plant für 2016 große 1225-Jahr-Feier

Der Dautphetaler Ortsteil Dautphe richtet 2016 seine 1 225-Jahr-Feier aus. Am 11. Juni 791 wurde der Ort im Lorscher Codex zum ersten Mal erwähnt.

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Der Dautphetaler Ortsteil Dautphe feiert vom 10. bis zum 12. Juni 2016 ein großes Fest. Die Planungen dazu sind bereits angelaufen.Foto: Gianfranco Fain

Dautphe . Der Ortsbeirat Dautphe hatte Vereinsvertreter zur Sitzung des Gremiums eingeladen, um über die Planungen zur 1 225-Jahr-Feier des Ortes zu sprechen. Wie Ortsvorsteher Gerd Hartmann gegenüber der OP berichtete, fand bereits vor vier Wochen ein Treffen statt, bei dem Grundsätzliches zum Dorfjubiläum erörtert worden sei. In der Sitzung am Mittwoch standen nun Eckdaten zum Ablauf der dreitägigen Feierlichkeiten zur Diskussion. Das 1 225-jährige Bestehen soll vom 10. bis 12. Juni 2016 gefeiert und dazu ein Festzelt im Park aufgestellt werden.

Wie Hartmann berichtete, habe der Ortsbeirat die Vorschläge zum Ablauf der Festivitäten nochmals diskutiert. Der Ortsbeirat schlägt vor, dass im Jubiläumsjahr auch ein in zwei Etappen aufgeteilter Grenzgang stattfindet, bei dem im Frühjahr 2016 die erste Hälfte der Grenze und im Herbst der zweite Grenzabschnitt erwandert werden soll. Vorstellbar sei, dass die Eröffnung der dreitägigen Veranstaltung am 10. Juni 2016 mit einem ökumenischen Gottesdienst am Ehrenmal beginnt, dem sich der Kommers anschließt.

Für Samstag, 11. Juni, dem Tag der Ersterwähnung vor 1 225 Jahren, ist vormittags ein Sport- und Spieletag geplant, dem sich nachmittags im Festzelt im Park musikalische Aufführungen anschließen. Der Sonntag soll mit einem Festgottesdienst, eventuell in Mundart, im Festzelt beginnen. An diesem Tag sollen einige Straßen am Bürgerhaus und in Parknähe gesperrt werden, da in Verbindung mit einem stehenden Festzug auch ein Krammarkt stattfinden soll. Zu überlegen sei noch, ob die Bewirtung vergeben oder ob diese eventuell zum Teil von den teilnehmenden Vereinen durchgeführt wird, erklärte der Ortsvorsteher.

Ortsbeiratsmitglied Bruno Strunkeit betonte, dass den Vereinen die Möglichkeit gegeben werden müsse, sich bei diesen Feierlichkeiten darzustellen. Da bei diesem Ereignis auch etwas „übrig bleiben“ soll, sei zu diskutieren, ob die Vereine zumindest den Getränkeservice leisten. Auch könne das Bürgerhaus bei der Bewirtung in der Form mit einbezogen werden, dass dort nachmittags eventuell Kaffee und Kuchen gereicht werden können. Strunkeit regte an, die Partnergemeinde Cikó in Ungarn über den Partnerschaftsverein zu diesem Fest einzuladen. Ortsvorsteher Hartmann berichtete, dass Silberg im kommenden Jahr seine 675-Jahr-Feier begeht, wo auch ein stehender Festzug mit Markttreiben angekündigt sei. Dieses Geschehen könne zudem zum Anlass genommen werden, um weitere Ideen zu entwickeln und gegebenenfalls mit den Marktbeschickern Kontakte aufzunehmen. Aus der Versammlung kam der Vorschlag, im Jubiläumsjahr einen Heimatabend zu veranstalten und dazu die Trachtentänzer ebenso einzubinden wie die örtlichen Chöre und den Gesangverein. Ortsbeiratsmitglied Brigitte Wege regte an, statt des Heimatabends eine Theateraufführung unter Mitwirkung der Trachtentänzer zu inszenieren.

Zu der Sitzung am 20. Januar ab 19.30 Uhr im Bürgerhaus in Dautphe will der Ortsvorsteher Vertreter der Vereine und Straßengemeinschaften einladen. In dieser Sitzung sollen dann Ausschüsse gebildet werden, die die Bereiche „Stehender Festzug, Catering, Kulturelles, Musik, Grenzgänge, Ortsschmuck und Sicherheit“ abdecken. Gerd Hartmann hofft, dass aus jedem Verein zwei Vorstandsmitglieder der Einladung folgen werden.

Die Geschichte zum Ort ist im Buch „Dautphe, wie‘s damals war“ (Martin Nassauer) nachzulesen. Dort steht, dass die Ersterwähnung und damit die älteste Urkunde aus dem Jahre 791 stammt. Diese Urkunde ist im Lorscher Codex enthalten, wo vermerkt ist, dass ein „Rudwin mit Namen und seine Gattin Landrada ihren Besitz in der Mark Dautphe, im Hessengau gelegen, dem heiligen Märtyrer Nazarius, dessen Gebeine im Kloster Lorsch aufbewahrt sind, als Schenkung überlassen haben.“

von Klaus Peter

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