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Daumen hoch bei Obst und Gemüse

Serie "Weniger ist mehr" Daumen hoch bei Obst und Gemüse

Ein Blick in den Kühlschrank ihrer Klienten gibt Ernährungsberatern Aufschluss über deren Ess-Verhalten.

Gladenbach. Schon vor dem Öffnen der Kühlschranktür stellt Volker Kleinert fest, dass ein in vielen Haushalten beliebtes Produkt so gar nicht in einen Abnehmplan passt: Nuss-Nugat-Creme. Und dann noch Süßigkeiten in der Ablagefläche der Kühlschranktür lassen ihn verständnisvoll lächeln.

„Ist nicht so gut“, meint er. Auch in Isolight-Getränke seien versteckte Kalorien enthalten. Buttermilch hingegen, erhält ein „Gut“. Die Pflanzencreme zum Backen bewertet Kleinert hingegen mit einem Minuspunkt. Besser zum Braten geeignet seien Kokosnussöl, Walnuss-öl oder Olivenöl

Die Butter „passt“ hingegen gut ins Ernährungskonzept, auch mit den Hühnereiern ist Kleinert zufrieden. Nicht so gut angekommen ist der Frischkäse. Selbstgemachtes sei besser als ein Fertigprodukt. So auch hausgemachte Marmelade. Er findet dann auch ein Glas selbst gemachtes Pflaumenmus, die restlichen Marmeladengläser sind aus dem Supermarkt. Das Toastbrot mit Marmelade sei gut für das Schlank-im-Schlaf-Konzept. Abends verzichte man dann auf die Kohlenhydrate. Ansonsten steht für ihn Toastbrot eher als Mahlzeit nach dem Training auf dem Programm. Zum Muskelaufbau sei es sehr gut, zum Abnehmen empfiehlt er es nicht. Die Salami erhält auch ein klares Minus. „Sie ist sehr, sehr fett“, sage er. Der Käse hingegen, ist für Kleinert „okay“. Aus Tomaten, Feta-Käse und Mozzarella und den frischen Kräutern auf der Fensterbank schlägt er vor, eine leckere Mahlzeit im Backofen zu zubereiten. Der fertige Milchreis erhält ein „so lala“ und zum Jogurt mit Früchten sagt er auch: „Selbermachen“. Einen Becher Natur-Jogurt und dazu Früchte, die man gern isst, vielleicht noch etwas süßen. Fertig. Selbstgemachtes habe zudem den Vorteil, dass es in der Regel günstiger sei, es koste zwar die Zeit der Zubereitung. Das Ergebnis würde einen aber belohnen, sagt Kleinert.

Das Gemüsefach kommentiert der Ernährungsberater mit den Worten: „Ah, jetzt wird es schon schöner.“ Paprika, Gurke, Salat, Tomate und Möhren gehören für ihn in jeden Kühlschrank. Er schlägt sofort weitere Gericht vor, die aus dem Inhalt des Kühlschranks zubereitet werden könnten. Das Würzen mit frischen Kräutern und Gewürzen hält er für eine wichtige Grundlage, damit das Essen auch schmeckt. Zur Sahne als Geschmacksverstärker sagt er: „Kommt drauf an, lieber nicht so viel davon verwenden.“

Der Blick auf die Kaffeefront entlockt dem Ernährungsberater wieder ein Schmunzeln. Sein Blick fällt auf den Fertig-Cappuccino. „Da ist zu viel Zucker drin.“ Das könne man auch selbst machen: eine Tasse starken Kaffee mit einem Teelöffel Kakao. Für Kleiner ist dies ein „Geheimtipp für gute Laune“. Auch das Fertigmüsli passt nicht in Kleinerts Konzept. Auch hier wieder die Alternative: Selbermachen, mit Hafer-, Weizen- und Dinkelflocken, dazu frische Früchte, Nüsse und etwas zum Süßen.

Nur Positives äußert der Schweinsberger zu den Paranüssen. „Die schmecken gut und sind gesund“. Auch das frische Obst sei perfekt für eine gesunde Ernährung. Bei Bananen tut er sich etwas schwer: „zu kohlenhydratlastig“, nach dem Training seien sie aber super. Die zuckerfreien Müsliriegel können dagegen gleich „in die Tonne“. Ein Riegel enthält 18 Gramm Zucker, zu viel meint Kleinert. Sein Fazit nach dem Kühlschrank-Check: Der Inhalt ist ausbaufähig und hat Potenzial.

n Redakteurin Silke Pfeifer-Sternke will im Selbstversuch durch eine Verhaltensänderung 10 Kilogramm abnehmen.

von Silke Pfeifer-Sternke

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