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Das Stadtzentrum soll schöner werden

„Platz am Alten Amtshaus“ Das Stadtzentrum soll schöner werden

„Wer macht den Anfang?“, fragt Gladenbachs Ortsbeirat die heimischen Vereine und meint damit die Einführung von kulturellen Veranstaltungen auf dem „Platz am Alten Amtshaus“.

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„Die Verpackung haben wir, nur der Inhalt fehlt noch.“ Der Gladenbacher Ortsbeirat um Ortsvorsteher Hans-Bernhard Schwarz sucht nach Veranstaltungsideen für den kulturell noch verwaisten „Platz am Alten Amtshaus“.

Quelle: Joshua Müller

Gladenbach. Bereits am 27. Januar hatte der Ortsbeirat Gladenbach rund um Ortsvorsteher Hans-Bernhard Schwarz zu einem Gesprächsforum „rund um die Insel“ eingeladen. An diesem Abend sammelten die Anwesenden Ideen zur Gestaltung der Innenstadt, für den Busbahnhof wie auch für den „Platz am Alten Amtshaus“.

„Die Verpackung haben wir, nur der Inhalt fehlt noch“, stellte der Ortsvorsteher damals fest. Gemeint waren damit die noch nicht existierenden Veranstaltungen, die die Innenstadtinsel mit Leben erfüllen sollen. Vom Plenum im Januar angeregt wurden beispielsweise regelmäßig stattfindende Übungen oder Aufführungen von Musikvereinen oder Schulgruppen des darstellenden Spiels im Aufenthaltsbereich des Platzes. Einig ist man sich darin, dass für den „Platz am Alten Amtshaus“ völlig neue Arrangements erschaffen und keine Veranstaltungen vom Marktplatz verlegt werden sollen.

Ortsbeirat leitet Vorschläge für Busbahnhof weiter

Da konkrete Vorschläge zur Nutzung des Platzes bei der vergangenen Gesprächsrunde jedoch eher rar ausfielen, beschloss der Ortsbeirat, einen zweiten Termin mit dem Motto „Platz am Alten Amtshaus – Wer macht den Anfang?“ anzusetzen. Um geeignete Veranstaltungen für die neu entstandene Fläche zu finden, lädt der Ortsbeirat daher am Mittwoch, 2. März, zu einem weiteren Bürgerforum in das Haus des Gastes ein. Ortsvorsteher Schwarz bittet vor allem Vertreter von Vereinen, sich an diesem Tag um 19.30 Uhr in der Leinweberstube einzufinden.

Dass ein Gesprächsforum durchaus sinnvolle Vorschläge hervorbringt, zeigte der jüngste Termin im Januar. In einem Schreiben an den Magistrat der Stadt Gladenbach hat Ortsvorsteher Hans-Bernhard Schwarz einige Ideen zusammengefasst.

Der komplette Umbau des Busbahnhofs würde einer Schätzung zufolge mehr als 40.000 Euro kosten und sei für die Stadt Gladenbach momentan nicht stemmbar. Kleinere Aufgaben schätzt der Ortsbeirat jedoch für notwendig ein. Finanziert werden könnten diese Umgestaltungen gegebenenfalls über angestrebte Fördermittel zur Stadterneuerung.

Wunsch nach hellerer Konstruktion

Um Platz zwischen dem Busbahnhof und dem Marktplatz zu schaffen, empfiehlt der Ortsbeirat zum Beispiel, einen Baum zu entfernen, der zentral vor der Haltestelle steht. Gleichzeitig sollte das von den Wurzeln beschädigte Pflaster laut Schwarz dringend erneuert werden. Dabei könnten die vorhandenen Bordsteine bei den Umbauarbeiten durch eine flache Rinne behindertengerecht ersetzt werden. Auch die Toilettentüren seien erneuerungsbedürftig.

Im Gesprächsforum Ende Januar äußerten die Teilnehmer ebenfalls den Wunsch, die Konstruktion heller zu gestalten. Einen neuen Anstrich hält der Ortsbeirat ebenso für sinnvoll, wie den Vorschlag, den Busbahnhof mit weiteren Lichtern zu beleuchten. Benutzt werden könnten mehrere Kugel-Lampen des Gewerbevereins, wie sie bereits in den Bäumen auf dem Parkplatz hängen, oder kostengünstige LED-Leuchten mit Bewegungsmeldern.

Für eine organisierte Grundreinigung des Busbahnhofs schlägt der Ortsbeirat den Aktionstag „Sauberhafte Landschaft 2016“ als rahmengebendes Datum vor. In diesem Zuge könnte auch die Fensterfläche des nicht mehr genutzten Kiosks einen Wandel erfahren: Einem weiteren Vorschlag zufolge hegt der Ortsbeirat die Absicht, die Fensterflächen des Kiosks als Werbeflächen zu vermieten. Die bisherige Leuchtbeschilderung entfernten Bauhofmitarbeiter bereits in dieser Woche.

von Joshua Müller

 
Auch für den Busbahnhof wünscht sich der Ortsbeirat weitere Aktionen. Bereits am Mittwoch entfernte der städtische Bauhof Teile der Kioskbeschilderung. Foto: Joshua Müller
 
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