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Das Highlight ist die Hufeisenkirche

Landrätin besucht Lohra Das Highlight ist die Hufeisenkirche

Das Kennenlernen der 
Gemeinde Lohra stand für Landrätin Kirsten Fründt auf dem Programm. 
Bürgermeister Georg Gaul zielte auch auf Hilfen 
des Landkreises ab.

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Vorsitzender Dr. Heinrich-Justus Wagner berichtete Landrätin Kirsten Fründt vom Wirken des Trägervereins der Historischen Kirche Altenvers.

Quelle: Gianfranco Fain

Lohra. Fast auf den Tag genau vor sieben Jahren bekam Lohra hohen Besuch aus dem Landratsamt. Hieß der Landrat damals noch Robert Fischbach, so machte am Dienstag Kristen Fründt der Gemeinde ihre Aufwartung.

Wie ihr christdemokratischer Vorgänger startete die Sozialdemokratin ihre Kennenlernen-Tour im „wichtigsten Betrieb Lohras“, der Firma Hof Anlagenbau. Es sei ziemlich spannend, was sich beim „Weltmarktführer aus dem ländlichen Bereich“ in zwei Jahren verändert habe, beschrieb Fründt ihre Rückkehr an einen bekannten Ort.

Auch die zweite Station hatte indirekt mit Hof und Fischbach zu tun: Fründt hob wie damals Fischbach das Engagement des Firmeninhabers für die Feuerwehr der Gemeinde hervor.

Die Landrätin verband dies mit einer Besichtigung des neuen Feuerwehrgerätehauses in Lohra – dort traf sie Gemeindebrandinspektor Patrick Schuhmacher ( Privatfoto) –, das zu Fischbachs Zeiten noch vor dem Beginn der Planung stand.

Nun wird der Stützpunkt für drei fusionierte Lohraer Wehren in der nächsten Woche eingeweiht, wozu auch die Landrätin erwartet wird. Diese hob den „Motivationsschub“ hervor, den das neue Gebäude auslöst. Bisher habe allein die Jugendfeuerwehr drei neue Mitglieder gewonnen.

Das waren aber auch schon die Gemeinsamkeiten der beiden Besuche. Die nächste Station der Landrätin war die historische Kirche in Altenvers. Schon während der Erläuterungen durch den Vorsitzenden des Trägervereins Dr. Heinrich-Justus Wagner bezeichnete Fründt die Hufeisenkirche als Highlight ihrer Tour und sicherte Wagner weitere Unterstützung beim Erhalt des in Deutschland einzigartigen Gebäudes zu.

Vor dem abschließenden Gespräch mit Ehrenamtlichen der Gemeinde stand noch der Besuch der Firma Lather Kommunikation in Damm an. Inhaber Peter Lather ( links, Foto: Fain) berichtete von der derzeitigen Erweiterung auf nahezu das doppelte der Produktionsfläche und gewährte der Landrätin und ihren Begleitern aus dem Kreishaus sowie der gemeindlichen Gremien einen Einblick in die Produktionsstätte der Firma.

Diese entwickelte sich in rund 27 Jahren mit ihren vier Geschäftsfeldern „Produkt- und Mehrwegverpackungen zum Transportieren und Lagern“, „Präsentations- und Kommunikationsmittel“, „Individuelle Konsumgüter für Industrie, Büro, Haushalt und Technik“ sowie „Druckdienstleistungen“ zu einem Problemlöser für Firmen der Automobil-, Elektronik- und Pharmabranche. Mittlerweile beschäftigt das im 250-Seelen-Dorf Damm beheimatete Unternehmen 50 Arbeitnehmer.

Gespräch über eine 
Entlastung der Kommunen

Der Gemeindebesuch sollte der Landrätin nicht nur einen Eindruck der Wirtschaftsunternehmen und der touristischen Sehenswürdigkeiten geben, sondern ihr auch vermitteln, wie sich die Gemeinde verändert habe, erklärte der parteilose Bürgermeister Georg Gaul. Denn während in den vergangenen Jahren die Entwicklung auf die Kerngemeinde fokussiert war, gelte es nun, die Ortsteile voranzubringen und Schwerpunkte zu bilden. Diese könnten nach Ansicht des Bürgermeisters „Wohnen im Alter“ oder der „Zuzug von jungen Menschen nach Lohra“ sein.

Wie der Landkreis helfen könne, erklärte Fründt auf Nachfrage der OP: durch Beratungstätigkeit, zum Beispiel beim Engagement in der Seniorenarbeit anhand des Förderprogramms „Gutes Leben im Alter“, mit dem die „Entwicklung lokaler Altenhilfekonzepte“, die „Ortskernbelebung und Altenhilfe“ sowie die „Leitstellen Älterwerden“ auch finanziell unterstützt werden könnten. Oder durch den 
zweiten Ausbauschritt der Breitbandverkabelung, die Gewerbegebiete in den Fokus rücke.

Wie der Gemeinde konkret finanziell geholfen werden könne, fragte die OP nach. Schließlich hatte Lohras Ortsvorsteherin Elfriede Köhler schon vor sieben Jahren Landrat Fischbach – vergebens – gebeten, die Kreisumlage nicht zu erhöhen.

Fründt erklärte, dass sie in diesem Monat den Bürgermeistern Gespräche angeboten habe. Demnächste werde es ein Treffen geben, „bei dem wir schauen, welche Wege der Entlastung für die Kommunen möglich sind“.

von Gianfranco Fain

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