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Das „Groschengrab“ geht leer aus

Kommunalinvestitionsprogramm des Landes und des Bundes Das „Groschengrab“ geht leer aus

Das Wohn- und Geschäftshaus in der Gladenbacher „Ringstraße 32“ ist laut Bauamtsleiter Ulrich Weber ein „Groschengrab“. Deshalb wurde es aus der Prioritätenliste für das Kommunalinvestitionsprogramm gestrichen.

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Das städtische Objekt „Ringstraße 32“ flog aus der Prioritätenliste beim Kommunalinvestitionsprogramm, da die vorgesehenen Mittel von 40.000 Euro nicht ausreichen, um das Haus energetisch zu sanieren.

Quelle: Silke Pfeifer-Sternke

Gladenbach. Vor gut drei Jahren hatte die Bauverwaltung bereits ein Sanierungskonzept für das Gebäude „Ringstraße 32“ erstellt. Das sich in städtischer Hand befindliche Objekt sei demnach dringend sanierungsbedürftig. Mehr als 400.000 Euro müsste die Stadt Gladenbach nach den Erkenntnissen in die Hand nehmen, um es energetisch zu sanieren.

Die Frage, die sich wohl am Dienstagabend erneut im Haupt- und Finanzausschuss stellen wird, lautet: Was macht man mit dem Objekt? Wie Weber während der Sitzung des Bau- und Planungsausschusses erläuterte, wäre es wahrscheinlich wirtschaftlicher, das Gebäude abzureißen und einen Neubau zu errichten. Von nicht mehr zeitgemäß für Gewerbetreibende und einer nicht mehr zu vermarktenden Raumaufteilung war die Rede. Auch wurde der ständige Mieterwechsel thematisiert.

Stadt verbleiben 330.000 Euro zu Investitionszwecken

Weber erläuterte, dass für das Objekt ein Gesamtkonzept benötigt wird, es sei unsinnig, in das Gebäude noch eine neue Heizung einbauen. Dass die aus den Bundesmitteln des Kommunalinvestitionsprogramms vorgesehenen 40 000 Euro für eine Sanierung unzureichend sind, darüber waren sich alle Ausschussmitglieder einig, deshalb wurde das Objekt aus der Prioritätenliste gestrichen.

Auch vom Land steht für die Kommune ein Fördertopf in Höhe von 413.000 Euro zur Verfügung. Da rund 80.000 Euro als Pauschalmittel angesetzt sind, verbleiben der Stadt 330.000 Euro zu Investitionszwecken. Auf der Prioritätenliste ganz oben rangieren die Pauschalmittel für kleinere Investitionen und Anschaffungen, dann folgt die Sanierung der Brücke Mappesmühle (200.000 Euro), dann die zwei Brücken über den Römershäuser Bach (80.000 Euro).

Nach vorne gerutscht sind die Planungskosten für barrierefreie Bushaltestellen, die in Höhe von 10.000 Euro kalkuliert sind. Auf Platz fünf folgt die Brücke über die Allna bei Frohnhausen (150.000 Euro) und auf Platz sechs die Brücke Hüttenmühle und der Mühlengraben (47.000 Euro).

„Die ersten drei Posten sind bereits ein großer Brocken. Wir müssen schauen, wie viel Geld danach noch übrig ist“, erklärte Bürgermeister Peter Kremer, bevor der Vorschlag zur Prioritätenliste die Zustimmung der Ausschussmitglieder erhielt.

Kremer möchte Kredit aufnehmen

Kremer hatte zuvor ebenfalls erläutert, dass er gerne noch weitere Brücken im Stadtgebiet sanieren würde, aber auch, dass er mit der Sanierung gerne noch warten würde, um die Kosten in den Haushalt aufnehmen zu können. Von dem Zustand der Bauwerke hatte er sich vor Ort ein Bild gemacht und festgestellt, dass vielerorts ein Sanierungsstau vorliegt. Die Schäden hat er fotografiert.

Kremer würde für die Brückensanierungen gern einen Kredit im Haushalt aufnehmen, da er sicher ist, dass Arbeiten an den Bauwerken in den nächsten zehn Jahren auf die Stadt zukommen. Zur Brücke an der Mappesmühle sagte er eindringlich: „Die muss saniert werden.“

Diskutiert wurde auch darüber, für die einzelnen Brücken Schätzwerte zur Sanierung einzuholen, um dann die Kosten ermitteln zu können. Schließlich einigten sich die Ausschussmitglieder aber auf die Prioritätenliste, in der die Bruchmühle bei Erdhausen (200.000 Euro) nicht mehr auftaucht.

Die Planungskosten für barrierefreie Bushaltestellen blieben in der Liste, weil die 54 Bushaltestellen im Stadtgebiet bis zum Jahr 2022 ohne Hindernisse oder Stolperfallen erreichbar sein müssen. Dazu wird es ein spezielles Förderprogramm gegen. Die Anträge dazu müssen bis 2017 gestellt werden.

  • Am Dienstag befasst sich der Haupt- und Finanzausschuss ab 19 Uhr im „Haus des Gastes“ mit dem Kommunalinvestitionsprogramm des Bundes und des Landes.
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