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„Dammer Spatzen“ nisten sich im Gerätehaus ein

Gemeindevertretung „Dammer Spatzen“ nisten sich im Gerätehaus ein

Die Übernahme des 
Feuerwehrgerätehauses durch die „Dammer Spatzen“ fand die geschlossene Zustimmung der Lohraer Gemeindevertretung. Ortsvorsteher Jan Klefenz freut das.

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Das Gerätehaus der Dammer Feuerwehr kann nach einem Beschluss der Gemeindevertretung 
Lohra an den Verein „Dammer Spatzen“ verkauft werden.

Quelle: Silke Pfeifer-Sternke

Lohra. Hausherr Wolfgang Waldschmidt begrüßte die Mitglieder der Gemeindevertretung Lohra zur ersten Sitzung im vereinseigenen Dorfgemeinschaftshaus Weipoltshausen. Der Kultur- und Heimatverein Weipoltshausen ist seit dem 1. November 2015 Besitzer des Hauses und Waldschmidt der erste Vorsitzende des Vereins.

Anschließend beschlossen die Gemeindevertreter den Verkauf eines weiteren gemeind­lichen Gebäudes an einen ortsansässigen Verein. Einem SPD-Antrag zum Verkauf des ehemaligen Feuerwehrgerätehauses in Damm an den Verein „Dammer Spatzen“ fand einstimmige Befürwortung. Die Vermarktung von Anlagevermögen sei ein Prozess, der keinem leicht falle, sagte SPD-Fraktionsvorsitzender Kurt Schwald. Trotzdem habe sich die Gemeindevertretung zwecks Haushaltskonsolidierung dafür entschieden.

Das Feuerwehrgerätehaus müsse den Dammern als Treffpunkt erhalten bleiben, sagte Schwald. Demnächst zieht die Dammer Wehr in den neuen Stützpunkt nach Lohra und benötigt das Haus nicht mehr. Mit dem SPD-Antrag wird der Gemeindevorstand aufgefordert, ein Finanzierungsmodell wie beim Verkauf des Weipoltshäuser Dorfgemeinschaftshauses zu erarbeiten.

Grundstücksverkäufe am Bahngelände verschoben

Der Dammer Ortsvorsteher 
Jan Klefenz (Bündnis 90/Die Grünen) freut sich über den SPD-Antrag. „Die Dammer haben sich gefragt, ob sie ähnlich wie die Weipoltshäuser das Dorfgemeinschaftshaus übernehmen können, aber das schaffen wir nicht“, sagte Klefenz. Das deutlich kleinere und überschaubare Feuerwehrgerätehaus könne als gesellschaftlicher Treffpunkt für die Vereine erhalten werden, so Klefenz.

Ein CDU- und SPD-Antrag zum Verkauf von Grundstücken am Bahngelände wurde einstimmig mit drei Enthaltungen wegen „erheblichen Diskussionsbedarfs“ in die Ausschüsse zurückverwiesen. Ein Verkaufszeitpunkt vor der Endabrechnung der Anliegerbeiträge an der Gladenbacher Straße sei ungünstig für etwaige Käufer, der Verkaufspreis solle nochmals überprüft werden. Vermessungs- und Notarkosten müssten berücksichtigt werden, da sie im Verhältnis zu der Größe der Grundstücke sicher nicht unerheblich seien, führte BfB-Fraktionsvorsitzender Harald Rink als Gründe an.

Die Regularien für den Verkauf des Bahngeländes sollten möglichst fraktionsübergreifend befürwortet werden, waren sich die Fraktionsvorsitzenden einig. Eine öffentliche Diskussion über Verkaufspreise wäre fatal, sagte CDU-Chef Werner Waßmuth.

Gespräche mit drei Firmen

Dieser berichtete als Vorsitzender der Verbandsversammlung über die Mitgliederversammlung des Zweckverbandes 
Interkommunaler Gewerbepark Salzbödetal, kurz IGS. Dieser habe sich nach anfänglichen Schwierigkeiten recht gut entwickelt, meint Waßmuth. Es gebe mehr als 200 Arbeits­plätze in dem zwischen Lohra und Mornshausen gelegenen Gewerbegebiet und seit 2005/2006 habe der IGS rund 1,6 Millionen Euro an Gewerbesteuern für die beteiligten Gemeinden eingebracht.Dazu gehören Lohra und Gladenbach mit jeweils 42,5 Prozentanteilen sowie Bad Endbach mit 15 Prozent, berichtete Waßmuth.

Geschäftsführer ist Lars Plitt von der Gemeindeverwaltung Lohra. 40 Prozent der Gewerbefläche gelte es noch zu vermarkten. Es würden Gespräche mit drei Firmen über eine Ansiedlung geführt, beendete Waßmuth seinen Bericht.

Die Informationsveranstaltung über geplante Windenergieanlagen in Lohra am 20. Januar im Bürgerhaus, bei der sich die Firmen „Bürgerwind Gladenbach“, „Axma“ und „Enercon“ vorgestellt haben, sei sehr gut gewesen, sagte Hermann Schorge von der SPD. Der parteilose Bürgermeister Georg Gaul kritisierte hingegen, dass sehr 
wenige politisch Verantwortliche 
dabei gewesen seien.

von Anita Ruprecht

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