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Damm will nachts Strom sparen

Kostendruck Damm will nachts Strom sparen

In der Bürgerversammlung in Damm fand sich keine Idee, um die Kosten für das Dorfgemeinschaftshaus zu senken.

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25 Bürgerinnen und Bürger besuchten die Bürgerversammlung im Dorfgemeinschaftshaus in Damm.

Quelle: Klaus Peter

Damm. Zu der Bürgerversammlung im Ortsteil Damm begrüßte Parlamentschef Hans-Wilhelm Kisch etwa 25 Bürger. Kisch wies darauf hin, dass bei allen Bürgerversammlungen in den Ortsteilen Lohras die Dorfgemeinschaftshäuser und deren Kosten Thema sind. In diesem Jahr rechne die Gemeinde mit bis zu 390000 Euro Defizit. Ziel der Bürgerversammlungen sei es, Ideen zur Senkung der Kosten bei den Dorfgemeinschaftshäuser zu sammeln. Das Dorfgemeinschaftshaus Damm sei das jüngste Bürgerhaus der Großgemeinde Lohra.

Bürgermeister Georg Gaul wies, wie am Vortag in der Bürgerversammlung in Kirchvers, auf die defizitäre Haushaltssituation hin. Trotz deutlicher Anhebung der Grundsteuern A und B sowie der Gewerbesteuer weise der Haushaltsplan 2013 ein Defizit von etwa500000 Euro aus. Nicht alle zehn Dorfgemeinschaftshäuser könnten unter diesen Voraussetzungen Bestand haben. Deshalb werde über Träger- oder Eigentumsmodelle nachgedacht.

Ein Bürger wollte wissen, was mit den Dorfgemeinschaftshäusern geschieht, wenn diese geschlossen werden. Diese Frage konnte Bürgermeister Georg Gaul nicht beantworten, da sich die Gremien damit noch nicht befasst haben.

Ein anderer Bürger vertrat die Meinung, dass es nicht viele Möglichkeiten der Kostensenkung beim Dorfgemeinschaftshaus in Damm gibt. Gaul verwies darauf, dass die Gemeinde bei den Kosten für Dorfgemeinschaftshäuser deutlich entlastet werden müsse. Im Sommer solle eine zentrale Bürgerversammlung für alle Ortsteile stattfinden, bei der die Ideen vorgestellt werden sollen.

Auf Nachfrage berichtete Kisch, dass beim Dammer Dorfgemeinschaftshaus 2011 Einnahmen von 4600 Euro Ausgaben von 45000 Euro gegenüberstanden. Das Gemeinschaftshaus habe eine Auslastung von knapp 6 Prozent. Bei allen Dorfgemeinschaftshäusern der Großgemeinde gebe es ein strukturelles Defizit, das sich die Kommune nicht mehr leisten könne und dürfe. Da es in Damm keine großen Vereine gebe, die die Trägerschaft übernehmen könnten, sah ein Bürger in dieser Richtung kaum Chancen. Ein weiterer Besucher wies darauf hin, dass bereits vor Jahren die Erneuerung der Heizung des Dorfgemeinschaftshauses diskutiert worden sei, die allerdings nicht verwirklicht wurde. Aus diesem Grunde seien auch die Energiekosten sehr hoch.

In der Fragestunde stellte Ortsvorsteher Jan Klefenz die Beleuchtungszeiten der Straßenlampen zur Diskussion. Diese würden lediglich nachts von 1.15 Uhr bis 4.30 Uhr ausgeschaltet. Klefenz fragte was dagegen spreche, die Lampen bereits um Mitternacht aus und eventuell erst um 5.30 Uhr wieder -anzuschalten. Für diese Lösung sprachen sich alle Besucher der Versammlung aus. Bürgermeister Georg Gaul will nun dieses Thema bei den nächsten Bürgerversammlungen zur Diskussion stellen.

Zur Nutzung der Windkraft in Lohra berichtete Gaul, dass ein Areal von etwa 130 Hektar als Windpotenzialfläche am „Hemmerich“ in Rodenhausen im Entwurf des Teilregionalplans Energie berücksichtigt sei.

von Klaus Peter

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