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DNA soll Aufschluss über Täter geben

Serieneinbrüche DNA soll Aufschluss über Täter geben

Eine Gerichtsverhandlung über eine Einbruchserie in Bad Endbach bleibt vorerst ohne Ergebnis.

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Bad Endbach. Weil er für eine Einbruchserie in Bad Endbach verantwortlich sein soll, stand am Donnerstag ein Mann aus dem oberen Edertal in Frankenberg vor Gericht. Zur Zeit der Einbruchserie im Sommer 2012 wohnte der 21-Jährige in Bad Endbach. Dort wurden auch die vier Taten begangen, die dem Angeklagten zur Last gelegt werden.

Der 21-Jährige soll in das Sportlerheim in Bad Endbach eingebrochen sein und dort unter anderem einen Beamer, einen Drucker und weitere technische Geräte gestohlen haben. Außerdem wirft ihm der Staatsanwalt vor, in einer Klinikküche aus einer Geldkassette Geld gestohlen zu haben. Ein weiterer Einbruchsversuch in einer anderen Klinik scheiterte. Außerdem soll der 21-Jährige vor zwei Jahren in ein Wohnheim eingebrochen sein und dort einen DVD-Player, Boxen, einen Bildschirm sowie Geld und einen Gutschein in Höhe von 250 Euro mitgenommen haben.

Für die Richterin und den Vertreter der Staatsanwaltschaft gestaltete sich die Aufklärung der Taten mühsam: Der Angeklagte machte keine Angaben, schwieg sich aus. Auch ein Zeuge, der den 21-jährigen Allendorfer ursprünglich belastete, verweigerte die Aussage, um sich nicht selbst einer Strafverfolgung auszusetzen.

Zwei Zeugen erschienen gar nicht erst vor Gericht, andere halfen nicht weiter, weil sie zwar von den Einbrüchen gehört hatten, den Angeklagten aber weder direkt beschuldigten noch entlasteten.

Allerdings gab es auch eindeutige Fakten: So fanden sich am Fensterrahmen des Sportlerheims Fingerabdrücke des Angeklagten. Dessen Anwalt verwies jedoch auf die Tatsache, dass der junge Mann dort auch im Verein Fußball spielte. Der Küchenchef einer Klinik sagte aus, dass der Angeklagte dort vor dem Einbruch als Praktikant tätig war und gewusst habe, wo sich das Geld befinde. Auch in der anderen Klinik soll der junge Mann als Praktikant gewirkt haben.

Die Verhandlung vor dem Amtsgericht blieb vorerst ohne Urteil; zahlreiche Fragen sind noch unbeantwortet - etwa die, ob auch der Bruder des Angeklagten als Täter in Frage kommt. Für noch ausstehende Gutachten - auch über DNA-Spuren - sowie Zeugenbefragungen sind deshalb weitere Termine angesetzt.

von Andrea Pauly

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