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DNA-Spuren überführen 21-Jährigen

Einbruchserie DNA-Spuren überführen 21-Jährigen

Für die Beteiligung an Einbrüchen in ein Sportheim und Kliniken im Raum Bad Endbach muss der Verurteilte eine Strafe von 800 Euro zahlen.

Bad Endbach. Fünf Verhandlungstermine brauchte es, bis das Frankenberger Amtsgericht einen 21-Jährigen verurteilte. Am Montag erhielt der Angeklagte aus dem Oberen Edertal wegen gemeinschaftlichen Diebstahls in drei Fällen - davon ein Versuch - eine Geldstrafe in Höhe von 800 Euro.

Die Vorsitzende Richterin Andrea Hülshorst sah es als erwiesen an, dass der junge Mann zu einer Gruppe gehörte, die im Sommer 2012 innerhalb weniger Wochen im Raum Bad Endbach in Kliniken und einem Sportheim eingebrochen war. Sie entwendeten unter anderem Geld und Elektrogeräte wie einen Beamer, einen Drucker oder einen Computer.

Der Angeklagte machte von seinem Recht Gebrauch und schwieg zu den Vorwürfen. Da auch die Aussagen von Zeugen aus den vorangegangenen Verhandlungstagen nur wenig zur Aufklärung beitrugen, sollte ein DNA-Abgleich mit Spuren von den Tatorten Licht ins Dunkle bringen.

Den angesetzten Termin verpasste dann aber die Sachverständige. Am Montag präsentierte sie schließlich ihre Ergebnisse. Schon beim ersten Verhandlungstermin ging es um Fingerabdrücke am Fensterrahmen eines Sportheims, in das eingebrochen wurde. Diese stammten vom Angeklagten.

Sportheim und Kliniken wurden heimgesucht

In einer der Kliniken, in der die Einbrecher im Sommer 2012 wüteten, wurden Plastikschrauben eines Bewegungsmelders sichergestellt. Die darauf befindlichen DNA-Spuren stimmten mit jener des Angeklagten überein. Dass diese vom Bruder des 21-Jährigen stammen könnten, der ebenfalls mit den Diebstählen in Verbindung gebracht wird, schloss die Sachverständige aus.

Spuren auf einem PC-Stecker, die bei einem Einbruch in einer anderen Klinik entstanden sind, konnten nicht mit Sicherheit dem Angeklagten zugeordnet werden.

Der Staatsanwalt forderte eine Geldstrafe in Höhe von 1000 Euro, die Verteidigung dagegen Freispruch. Richterin Andrea Hülshorst entschied sich für 800 Euro. Verurteilt wurde der Mann nach Jugendstrafrecht.

Hülshorst bemängelte, dass der Angeklagte nicht zur Aufklärung beigetragen habe. Allerdings habe er sich zuvor und nach den Taten nichts zuschulden kommen lassen, zudem gehe er einem festen Beruf nach. Zur Strafe kommen nicht unerhebliche Verfahrenskosten hinzu.

von Tobias Treude

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