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CDU will Fundament auf vier Säulen bauen

Kreisparteitag verabschiedet Wahlprogramm CDU will Fundament auf vier Säulen bauen

Das Programm der CDU für die Kreistagswahl 2016 steht unter dem Motto „Auf Fundament gestalten“ und widmet sich Bildung, Arbeit, Generationengerechtigkeit und dem Zusammenhalt.

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Der Programmparteitag des CDU-Kreisverbands Marburg-Biedenkopf in Friedensdorf beschloss einstimmig, bei zwei Enthaltungen, das Programm zur Kommunalwahl 2016.

Quelle: Philipp Lauer

Friedensdorf. Am Donnerstagabend hat der Kreisparteitag der CDU Marburg-Biedenkopf im Bürgerhaus Dautphetal-Friedensdorf sein Programm für die Kreistagswahl im kommenden Jahr verabschiedet.

Das Wahlprogramm hat die Partei in vier Abschnitte unterteilt und mit dem Motto „Auf Fundament gestalten“ versehen. Es wurde in mehreren Regionalkonferenzen unter Einbezug vieler Mitglieder verfasst. Die Vertreter der jeweiligen Autorengruppen stellten ihren Anteil vor.

Rosemarie Lechner präsentierte das Feld Bildung. Schwerpunkte setzt die Partei in diesem Bereich auf der individuellen Förderung ab jungem Alter, der guten Ausstattung der Schulen und Bildung, die „über das Schulgelände hinausgeht“. Einen Aspekt aus dem Kapitel hatte zuvor schon der Erste Kreisbeigeordnete Marian Zachow in seiner Begrüßung erläutert: „Wir wollen die verschiedenen Akteure unter dem ideellen Dach des ‚Hauses der Bildung‘ zusammenführen und vernetzen, um Bildung aus einem Guss zu ermöglichen.“

Programm zur Bekämpfung des Ärztemangels

Das Kapitel zur Arbeit brachte Werner Waßmuth den Delegierten näher: „Wir wollen, dass unser Potenzial auch im Landkreis bleibt, dazu zählt auch eine Zusammenarbeit mit der Uni Marburg.“ Weitere Unterkapitel widmete die CDU der Unterstützung der Landwirte im Kreis, einer Modernisierung der Verwaltung sowie der Stärkung des Tourismus, des Hochschulstandorts und der Gesundheitsregion. Beim Letzteren sorgte ein Punkt für mehrere Wortmeldungen. Der Landkreis soll Marburger Medizinstudenten, die sich für eine bestimmte Zeit in Gemeinden mit Ärztemangel niederlassen, das Bafög-Darlehen zurückzahlen können. Umstritten war, ob die Rückzahlung nicht zu spät komme. Denn bevor sich Ärzte niederlassen können, müssen sie eine mehrjährige Facharztausbildung abschließen. Bis dahin haben wahrscheinlich die meisten das Bafög zurückgezahlt. Der Punkt blieb im Programm enthalten.

Manfred Vollmer trug das Programm zur Generationengerechtigkeit vor. Zu eben dieser soll neben soliden Finanzen ein „respektvoller Umgang mit der Schöpfung“ beitragen. Dazu soll das Ziel der Energiewende vorangetrieben und die nachhaltige Elektromobilität gefördert werden. „Wir wollen die Autos aber nicht aus den Städten verbannen“, betonte Vollmer. Generationenübergreifend hat die CDU den Wunsch der Förderung für „aktive Senioren“ und „junge Menschen, die sich einbringen“ ins Programm aufgenommen.

Delegierte verabschieden das Programm einstimmig

Das letzte Kapitel stellte Matthias Friehe unter dem Titel „Zusammenhalt gestalten“vor. Schwerpunkte setzte Friehe in seinem Vortrag bei der Stärkung des Mehrgenerationen-Gedankens sowie der Jungenförderung in der Grundschule. Außerdem präsentierte ein Projekt, das kleinere Dorfkirchen fördern und für den Tourismus attraktiv machen soll. Ein weiterer Punkt sieht die Zusammenarbeit der Uni und der örtlichen Sportvereine bei den Angeboten des Hochschulsports vor.

Die 126 Delegierten verabschiedeten das Programm mit wenigen Änderungen einstimmig, bei zwei Enthaltungen.

Schäfer distanziert sich klar von Söder

Der Kreisvorsitzende Dr. Thomas Schäfer bezog in seiner Ansprache Stellung zu den beiden Themen, die derzeit die politische Lage bestimmen: die Bedrohung durch den Terror des sogenannten Islamischen Staates und die Herausforderung mit der Aufnahme und Integration der Flüchtlinge. Dabei distanzierte er sich in aller Schärfe von einem Beitrag, den der bayrische Finanzminister Markus Söder (CSU) nach dem Terror von Paris über Twitter mitteilte. Laut Söder änderten die Anschläge alles. Man dürfe keine unkontrollierte Zuwanderung zulassen. „Das ist nicht meine Art, christdemokratische Politik zu machen. Es ist unvertretbar, daraus politischen Profit schlagen zu wollen“, erklärte Schäfer und erntete dafür den kräftigsten Beifall an diesem Abend.

von Philipp Lauer

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